Gabriel sieht deutsche Autos benachteiligt
19. Dez 2007 10:46
 |  Bundesumweltminister Sigmar Gabriel | | Foto: dpa |
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Wenn die EU-Kommission ihren Vorschlag zur Verringerung des Schadstoffausstoßes vorstellt, hat dies laut Umweltminister Gabriel nichts mit Klimaschutz zu tun: Es sei ein «Wettbewerbskrieg» gegen deutsche Hersteller.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat den Richtlinienvorschlag der EU zum CO2-Ausstoß kritisiert. Dies sei ein «Wettbewerbskrieg gegen die deutschen Autohersteller» und habe nichts mit Klimaschutz zu tun: «So werden nur die italienischen und französischen Autohersteller bevorzugt», sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin.
Die EU-Kommission will im Verlauf des Mittwochs ihre Pläne präsentieren, mit denen Autokonzerne zum Bau umweltfreundlicherer Fahrzeuge gezwungen werden sollen. Bereits im Februar hatte die Brüsseler Behörde vorgeschlagen, den Treibhausgas-Ausstoß von Neuwagen bis 2012 auf durchschnittlich 120 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer zu begrenzen. Nun werden konkrete Grenzwerte für verschiedene Fahrzeugklassen erwartet. «Natürlich müssen die großen Autos ihren CO2-Ausstoß mehr senken als die kleineren Autos», sagte Gabriel. «Aber da müssen alle ran, auch die Hersteller von kleinen und mittleren Autos.» Die Bundesregierung dringt auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung, damit die deutschen Premium-Hersteller den CO2-Ausstoß ihrer Flotten zumindest prozentual nicht viel stärker verringern müssen als ihre Konkurrenten in Italien oder Frankreich. Die wiederum verweisen darauf, dass ihre im Schnitt kleineren Wagen heute schon vergleichsweise wenig CO2 in die Luft pusten. (AP/dpa)