EU plant Richtlinien für Autotuning
30.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Dass Europa zusammenwächst, ist auch an immer neuen Länder übergreifenden Regelungen zu erkennen. Mittlerweile ist die EU sogar im Bereich des Automobil-Tuning aktiv: Ab dem Jahr 2008 soll es europaweite Richtlinien für einen großen Teil der Veränderungen am Fahrzeug geben.
Um welche Teile es sich handeln wird, ist noch nicht endgültig festgelegt. «Es könnte das Thema Chiptuning betreffen», so Köninger. Hier werde von Tunern in einigen Ländern nach dem Grundsatz vorgegangen, dass man für mehr Leistung auch einen erhöhten Abgasausstoß in Kauf nimmt. Das könnte nun eingeschränkt werden.
Fraglich ist noch, ob künftig EU-weit eine Abnahme von Umbauten durch Sachverständige erforderlich sein wird - was in Deutschland bereits Vorschrift ist. «Es geht darum, ob Teile, von denen eine Gefahr ausgehen kann, nach dem Anbau noch einmal überprüft werden», erklärt Roger Eggers. «Wenn es nicht kontrolliert wird, kann es sein, dass jemand ein Teil fehlerhaft montiert - was dann bei einem neuen Wagen womöglich erst nach drei Jahren bemerkt wird.»
«Für den Einsatz von Nachrüsträdern ändert sich im Grunde gar nichts», fasst Harald Schmidtke, Sprecher des Zubehör- und Rad-Anbieters Zender in Geilenkirchen (Nordrhein-Westfalen), zusammen. «Grund für die Unsicherheit war bisher Unklarheit bezüglich der Begriffe Identräder und Zubehörräder.»
Zubehörräder sind jene, die von Autofahrern gerne mit größerem Durchmesser und mehr Breite als beim Original ans Auto geschraubt werden. Identräder sind dagegen Nachrüsträder, die mit original Serienwerkzeugen gefertigt wurden, aber nicht ein Markenzeichen oder eine Teilenummer des Fahrzeugherstellers haben. «Diese Räder müssen in den technischen Daten nun absolut identisch sein.» Das dürfte aber den Käufer von Zubehörrädern nicht im Geringsten interessieren. (dpa)

