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General Motors beginnt Entlassungswelle

28. Mrz 2006 20:36

GM-Konzernzentrale in Detroit
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Foto: dpa
Der angeschlagene Autohersteller General Motors hat damit begonnen, einen Teil seiner US-Angestellten zu entlassen. Der Konzern hatte sich zuvor mit der Gewerkschaft auf einen Abfindungsplan geeinigt.
Der weltgrößte Autohersteller General Motors (GM) entlässt seit Dienstag Hunderte von Angestellten an 30 US-Standorten. Wie die US- Wirtschaftsagentur «Bloomberg» am Dienstag berichtete, erfolgen die Entlassungen in allen Unternehmensbereichen. Der Abbau werde das ganze Jahr über fortgesetzt. Dies sei Teil des GM-Plans, die Zahl der Angestellten und Kontrakt-Mitarbeiter in diesem Jahr um rund sieben Prozent zu verringern.

Der weltgrößte Autohersteller hat insgesamt 36.000 Angestellte in den USA. Der finanziell angeschlagene Konzern bietet den Entlassenen dem Bericht nach ein Monatsgehalt je Jahr Betriebszugehörigkeit, höchstens aber 15 Monatsgehälter. GM hatte vergangene Woche allen 113.000 amerikanischen Arbeitern Abstands- und Frühruhestandsgelder in Höhe von bis zu 140.000 Dollar offeriert, um einen Teil zum Ausscheiden zu bewegen.

Halbierter Marktanteil

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GM versucht sein schlecht laufendes Nordamerika-Geschäft durch Kapazitätsabbau und andere Sparmaßnahmen zu sanieren und der verringerten Nachfrage sowie den schrumpfenden Marktanteilen anzupassen. Der weltgrößte Autohersteller will in Nordamerika bis 2008 rund 30.000 Arbeiter entlassen und ein Dutzend Werke schließen.

Niedrigere Preise und geringere Rabatte sollen zudem den Absatz stabilisieren, kündigte Verkaufschef Mark LaNeve am Montag in Detroit an. Der mit Milliardenverlusten kämpfende Konzern peilt für März einen Marktanteil von 24 Prozent an. In den frühen achtziger Jahren hatte GM noch einen US-Marktanteil von über 40 Prozent gehabt.

Reduziertes Flottengeschäft

GM hatte im Januar teilweise erhebliche Preissenkungen für Automodelle vorgenommen, die 80 Prozent des Verkaufs im amerikanischen Markt bringen. Dafür reduzierte GM inzwischen seine Verkaufshilfen deutlich. Ziel ist es, den US-Absatz zu stabilisieren, die Verwirrung unter den Kunden zu vermindern und Geld zu sparen.

Der Konzern will zudem den Verkauf an Mietwagenfirmen in diesem Jahr um knapp
93.000 auf etwa 700.000 Autos reduzieren. Dies sind in der Regel Verlustbringer für die Autohersteller oder sie bringen nur minimale Gewinne. GM will sich auch aus anderen nur marginal profitablen Bereichen zurückziehen.

Der Autohersteller hatte im vergangenen Jahr vor allem wegen des schwachen nordamerikanischen Geschäfts, hoher Lohn- und Krankenversicherungskosten und Sanierungsbeiträgen für die in einem Insolvenzverfahren befindliche ehemalige Zubehörtochter Delphi einen Riesenverlust von 10,6 Milliarden Dollar verbucht. (nz)



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