General Motors mit Verkaufsrekord13. Jan 2006 13:49, ergänzt 16:02
GM-Chef Rick Wagoner
General Motors hat im vergangenen Jahr soviel Autos wie zuletzt vor 27 Jahren verkauft. 2006 erwartet der angeschlagene Konzern ein weiteres Wachstum.
Der weltgrößte Autohersteller General Motors (GM) hat 2005 so viel Autos verkauft wie seit 27 Jahren nicht mehr. Der auf seinem Heimatmarkt stark angeschlagene Konzern setzte im vergangenen Jahr weltweit 9,17 Millionen Autos ab. Das war der höchste Absatz seit 1978, als 9,55 Millionen Autos verkauft wurden. Dies hat GM am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt gegeben.
Gesamtabsatz um zwei Prozent erhöht
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Der Gesamtabsatz ist damit 2005 gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gestiegen, allerdings verkaufte GM im heimischen Markt mit 4,52 Millionen Autos vier Prozent weniger als im Vorjahr. GM erwarte für 2006 mit der Einführung neuer großer Geländewagen und Pickup- Modelle in Nordamerika sowie dem Chevrolet Captiva in Europa, Asien, Lateinamerika und Afrika ein erneutes weltweites Absatzwachstum.
GM legte in Europa um 1,3 Prozent zu. Europa sei einer der am härtesten umkämpften Märkte der Welt, hieß es. Cadillac, Corvette, Hummer, Saab und Chevrolet hätten hier Absatzrekorde verbucht, Opel und Vauxhall ihre Marktanteile in den heimischen Märkten erhöht. Der Opel-Marktanteil in Deutschland sei von 9,9 Prozent auf mehr als zehn Prozent gestiegen, womit die Marke auf den zweiten Platz zurückgekehrt sei. Vauxhall habe den Marktanteil in Großbritannien von 12,6 Prozent auf 13,1 Prozent erhöht.
In Lateinamerika unangetastetIn der asiatisch-pazifischen Region wurde der Absatz nach GM- Angaben um 20 Prozent und in der Region Lateinamerika/Afrika/Naher Osten um 19 Prozent erhöht. GM habe in allen drei Regionen über dem Branchendurchschnitt zugelegt.
Im asiatisch-pazifischen Raum habe man erstmals mehr als eine Million Autos verkauft, und GM sei in China erstmals der führende ausländische Autohersteller geworden. In Lateinamerika sei GM seit acht Jahren Verkaufsführer.
Milliardenverluste in der HeimatGM-Konzernchef Rick Wagoner verwies auf die Probleme im heimischen Markt, gab sich aber für die Zukunft zuversichtlicher: «Während wir die signifikanten Herausforderungen in Nordamerika anpacken, zahlen sich die Wachstumsinitiativen der vergangenen Jahre in aller Welt aus und sind viel versprechend für die Zukunft des Unternehmens.»
Oberste Priorität habe dabei die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Die Kosten sollen im laufenden Jahr um sechs Milliarden Dollar reduziert werden. GM hat 2005 in Nordamerika Milliardenverluste erlitten und will bis 2008 rund 30.000 Stellen abbauen und etliche Werke schließen.
GM hatte in Nordamerika im vergangenen Jahr Milliardenverluste und rückläufige Marktanteile verkraften müssen. Die Gesellschaft wird am 26. Januar ihre Jahresergebnisse bekannt geben. Toyota, die weltweite Nummer zwei, holt immer stärker auf und könnte den seit Jahrzehnten an der Spitze befindlichen Branchenführer möglicherweise bereits im kommenden Jahr beim Absatz überholen. (nz)
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