27.09.2005
Herausgeber: netzeitung.de
1989 strömen tausende Trabanten über die innerdeutsche Grenze.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In Ost- sowie Westdeutschland rollt der Trabant noch immer in mehr oder weniger aufgehübschter Form über die Straßen. Das DDR-Auto Wartburg ist nicht annähernd so beliebt.
Der Trabant aus DDR-Produktion ist auch 15 Jahre nach der Einheit nicht klein zu kriegen. Selbst in Westdeutschland gibt es nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes zahlreiche Liebhaber der «Rennpappe». Zu Jahresbeginn waren in den alten Ländern 10.484 Trabis zugelassen. Im Osten waren es den Angaben zufolge noch 56.500.
Die Hälfte aller Autos TrabisDDR-Bürger mussten jahrelang und per Anmeldung auf den fahrbaren Untersatz warten. Am 30. September 1988 waren 3.563.432 Trabis im Besitz privater Halter. DDR-Betriebe und Institutionen fuhren nach Angaben des Bundesamtes 180.122 Trabis. Damit war der Trabant das meist gefahrene Auto im Osten. Sein Anteil an den Fahrzeugen auf DDR-Straßen betrug gut 52 Prozent.
Nach der Wende bekam das kleine Pappauto massenhaft Konkurrenz. Am 1. Juli 1993 waren in den neuen Ländern noch 855.816 der Fahrzeuge zugelassen. Im Westen waren zum selben Zeitpunkt 62.658 Trabis angemeldet. Viererorts entstanden inzwischen Fan-Clubs, die das DDR-Symbol vor dem Vergessen bewahren wollen.
Der ebenfalls aus der DDR stammende Wartburg ist seltener auf den Straßen zu sehen. In den neuen Ländern waren zu Jahresbeginn noch 15.557 der Fahrzeuge angemeldet, in den alten Ländern 1665. (nz)