netzeitung.deHonda unternimmt mit Stream neuen Anlauf

 Herausgeber: netzeitung.de

Der Honda Stream (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Honda Stream
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Familienvans erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Der Honda Stream aber wurde bisher von der Konkurrenz vernachlässigt. Denn es fehlt zum Beispiel ein Diesel.

Familienvans liegen weiter voll im Trend. Doch hierzulande tut sich der Honda Stream schwer. Er hatte bislang keine Chance, sich gegen die starke Konkurrenz aus dem In- und Ausland durchsetzen.
Diesel fehlt
Wie gut würde in den coupehaft anmutenden Van ein Dieselmotor passen. Schließlich fährt gerade die Kundschaft eines Familienvans neben Platz und Variabilität besonders auf sparsame Dieselaggregate ab. Bei Honda blieb dieser Wunsch bislang unerhört. So präsentiert sich der Honda Stream der neuesten Generation mit neuer Front zwar dynamischer als zuvor, doch die Motorenpalette blieb unverändert. Dafür gibt es in drei Segmente unterteilte Leuchteneinheiten, eine modifizierte Schürze und serienmäßige Nebelleuchten. Hinten glänzt ein neuer Stoßfänger, sowie ebenfalls neue Leuchten und eine veränderte Kennzeichenaufnahme.

Im Fond des 4,57 Meter langen Stream gab es bislang eine Dreierbank. Die wurde beim aktuellen Modell von zwei bequemen Einzelsitzen und einer praktischen Mittelkonsole ersetzt. Das Platzangebot ist mächtig. Die Sitze sind verschiebbar, was auch einen leichteren Zugang zur dritten Sitzreihe ermöglicht. Gewachsen ist das Platzangebot in der dritten Reihe dadurch jedoch nicht. Nach wie vor ist diese Bank nur Kindern zuzumuten. Wird sie nicht gebraucht, lässt sich die Rückbank mit etwas Aufwand im Boden versenken und die Ladefläche vergrößert sich entsprechend. Besonders angenehm zeigt sich das Innenraumambiente des Honda. Große Fensterflächen und dünne Säulen sorgen für gefühlte Freiheit. Der Kofferraum schluckt zwischen 158 und 718 Litern.

Entspanntes Fortkommen möglich
Der Honda Stream war seit einer Einführung im Jahre 2001 als besonders dynamischer Van im Markt positioniert. Neben der sportlichen Optik sind Honda-Entwickler besonders auf das agile Fahrverhalten und die Motorisierungen stolz. Das Topmodell mit Zweiliter-Aggregat leistet 115 KW/156 PS und ist mit 192 Nm Maximaldrehmoment jederzeit souverän unterwegs. Von 0 auf 100 km/h ist man in 9,3 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h lassen einen entspannt und schnell am Ziel ankommen.

Ein Kostverächter ist der 1,6 Tonnen schwere Honda Stream jedoch bei flotter Gangart nicht. Sparsamer zeigt sich die Basisversion mit dem bekannten 1,7-Liter-Motor, der 92 KW/125 PS leistet. Er hat mit dem großen Stream aber auch seine liebe Mühe. Der kleine Vierzylinder nervt auf der Autobahn mit einem störenden Motorengeräusch. Der Stream liegt gut auf der Straße und bietet eine überaus komfortable Abstimmung. Jedoch kann der Honda Nick- und Wankbewegungen nicht verhehlen.

Der Einstiegspreis für den Honda Stream liegt bei 23.320 Euro. Die Serienausstattung ist mit Klimaautomatik, Armlehnen, elektrischen Spiegeln und zahlreichen Ablagen ordentlich. Für Komfort sorgen ein Navigationssystem (2.455 Euro), Automatikgetriebe (1400 Euro) oder ein elektrisches Glasdach (820 Euro). Für Sicherheit sorgen ABS, Front- und Seitenairbags. ESP und Kopfairbags sind nicht lieferbar.