EU-Schadstoffrichtlinien: ADAC fordert intelligente Lösungen statt Fahrverbote
Für eine saubere Luft brauchen wir intelligente Lösungen. Mit Fahrverboten und City-Maut lassen sich unsere Probleme sicherlich nicht lösen, so ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Dr. Erhard Oehm. Fahrverbote für Pkw lehnt der ADAC ab, da der Anteil an der Luftverschmutzung durch Pkw-Abgase erwiesenermaßen gering ist.
Der ADAC fordert, zunächst exakt die Verursacher einer Luftverschmutzung zu ermitteln. Dann sollen angemessene und gerechte Maßnahmen ergriffen werden. Wichtigstes langfristiges Instrument sind dabei steuerliche Vergünstigungen für besonders schadstoffarme Fahrzeuge.
Die Einhaltung besonders scharfer Dieselruß-Grenzwerte bei Neuwagen sollte mit 600 Euro, eine entsprechende Nachrüstung mit 300 Euro belohnt werden. Für einen besseren Verkehrsablauf und damit weniger Schadstoffbelastungen sorgen auch intelligente Verkehrsleitsysteme, die Grüne Welle sowie der gezielte Ausbau bestehender Ring- und Ausfallstraßen. Zur Verbesserung der Luftqualität trägt auch der verstärkte Einsatz von Erdgas bei, etwa in Bussen des öffentlichen Nahverkehrs oder in Taxen.
Bei allen Maßnahmen muss laut ADAC die individuelle Mobilität gewährleistet bleiben. Eine lebendige Stadt ist auf ein funktionierendes System des Straßenverkehrs angewiesen, um die Bedürfnisse von Bürgern und Wirtschaft erfüllen zu können. (nz)

