netzeitung.deExperte: Splitt nicht die beste Lösung

 Herausgeber: netzeitung.de

Auto auf schneebedeckter Straße. (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Auto auf schneebedeckter Straße.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Sobald Schnee und Eis verschwinden, werden Tausende Tonnen Splitt freigegeben. Dass Straßen damit zu Rutschflächen werden, ließe sich vermeiden, sagen Experten.

Wenn es taut, hinterlässt der Winterdienst eine gefährliche Hinterlassenschaft: Tausende Tonnen Splitt befinden sich auf den Straßen, die dadurch zu Rutschflächen werden.

Vor allem in Kreuzungen, in Einmündungen und an Straßenrändern finden sich die scharfkantigen Steinchen. Autofahrer - vor allem aber auch Motorradfahrer - sollten deswegen gerade hier besonders aufpassen. Jedes unverhoffte Bremsmanöver kann dazu führen, dass der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert und in einen Unfall involviert wird.

Zudem sei Splitt auch für die Fahrzeugkarosserie alles andere als gut, sagt ADAC-Straßenbauexperte Thomas Hessling: «Steinschläge auf der Motorhaube und Lackschäden sind keine Seltenheit und die anfallende Reparatur kann ziemlich teuer werden.» Der ADAC-Experte fordert Städte und Gemeinden deshalb dazu auf, zügig den Splitt zu entfernen.

Zudem sei auch das Recyclen von Splitt nicht nur kompliziert, sondern auch teuer, so Hessling weiter. Er empfiehlt die Verwendung von Feuchtsalz. «Salz wird von Regen- oder Tauwasser weggespült und stellt auch für Kläranlagen keinerlei Problem dar. Bei einem umsichtigen und gezielten Umgang mit dem Feuchtsalz sollten wir den nächsten Winter gut überstehen», sagt Hessling. (nz)