netzeitung.deAmphibienfahrzeug Aquada absolviert Testfahrt

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Der Aquada auf der Themse (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Aquada auf der Themse
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das Amphibienfahrzeug Aquada von Gibbs Technologies hat seinen ersten Test auf der Themse erfolgreich bestanden. Es kann in Sekunden von Land- auf Wasserbetrieb umschalten.

Spaziergänger an der Londoner Themse staunten nicht schlecht, als sie am Mittwoch Zeugen der ersten öffentlichen Testfahrt des neuen Amphibienfahrzeugs Aquada wurden. Eben gerade fuhr der Wagen noch an Land, plötzlich flitzte er über die Wasseroberfläche: Wie der fahrbare Untersatz von James Bond im Film «Der Spion, der mich liebte».

Denn der Antrieb des Aquada lässt sich in Sekundenschnelle umschalten. An Land erreicht das Fahrzeug eine Spitzengeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde. Auf Knopfdruck werden aber die Räder eingeklappt und ein Düsenantrieb springt an: Auf dem Wasser ist nach Angaben des Herstellers Gibbs Technologies ein Tempo von bis zu 50 Kilometern pro Stunde möglich. Die schnellsten zugelassenen Amphibienfahrzeuge hätten bisher nur rund 10 Stundenkilometer erreicht.
Von der Arbeit per Wasserski nach St. Tropez
Damit das Gefährt nicht sinkt, darf es keine Lecks haben. Deswegen hat der Aquada keine Türen: Lenker und Beifahrer des Cabrios müssen über die Seitenwand wie in ein Boot springen. Der Spaß soll bei Serienreife rund 235.000 Dollar kosten.

Dafür erhalten Frischluftfanatiker und Wassersportfreunde allerdings ein einmaliges Fahrzeug. «Damit hat man einen wirklich guten Wagen auf der Straße und ein aufregendes Spielzeug, mit dem Wasserskier ziehen, zur Arbeit pendeln oder mit zwei Freundinnen nach St. Tropez fahren kann», erklärte der Firmenchef Alan Gibbs in London.

60 Patente auf eingebaute Technik
Der gebürtige Neuseeländer baute sein erstes Amphibienfahrzeug 1995 und zog mit seinem Unternehmen vier Jahre später nach Großbritannien um. Ihm zufolge benötigte die Entwicklung des Aquadas sieben Jahre Zeit – die Rechte an der eingebauten Technik sicherte sich Gibbs mit 60 Patenten. Bis Ende des Jahres will er 100 Exemplare verkauft haben. (nz)