«Lappen» in Papier und Plastik:
100 Jahre Führerschein
02.05.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Zu jedem Autofahrer gehört ein Führerschein. Manche tragen noch den grauen «Lappen» mit sich, andere einen rosafarbenen; mal ist er aus Papier, mal eine Scheckkarte aus Plastik. Doch egal, welche Form und Farbe er hat, seine Aufgabe ist stets gleich: Seit mittlerweile 100 Jahren weist der Führerschein die Fahrerlaubnis in Deutschland nach. Zeit für einen Rückblick!
Der deutsche Kaiser reagierte mit dieser Maßnahme auf die wachsende Massenmobilität der Deutschen durch die Motorisierung. Zugleich beendete er damit die zahlreichen Einzellösungen der Königreiche, Herzog- und Fürstentümer, denn bereits zuvor wurden erste Fahrprüfungen abgehalten und Bescheinigungen wie der Motorwagen-Erlaubnis-Schein oder der Lenker-Ausweis vergeben. Allerdings verloren diese mit der Überschreitung der Landesgrenzen ihre Gültigkeit.
Es sind zudem neue Fahrzeugklassen entstanden, die sich auch an den Regelungen europäischer Nachbarn orientierten. 1986 wurde zudem eine Probezeit für Fahranfänger eingeführt.
Über die abwechslungsreiche Geschichte und die verschiedenen Gesichter des Führerscheins informiert nun bis Ende Mai eine Ausstellung im Düsseldorfer Oldtimer-Zentrum Meilenwerk (Harffstraße 110a), die der TÜV Rheinland gemeinsam mit der Sachverständigen-Organisation FSP und dem Fahrlehrerverband Nordrhein organisiert hat. Auf 300 Quadratmetern finden sich unter anderem über 100 historische Führerscheine, Emaille-Straßenschilder mit Werbeaufdrucken und ein altes Fahrschulauto. Der Eintritt ist kostenlos. Geöffnet ist die Ausstellung von montags bis samstags von 8 Uhr bis 22 Uhr sowie sonntags von 10 Uhr bis 22 Uhr. (mid)

