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Trotz Preisrekorden für Kraftstoff:
Autofahrer bleiben Pkw treu
08. Mai 2008, 15:57
 | Der Benzinpreis ist nicht mehr aufzuhalten. Die Deutschen bleiben trotzdem ihrem Auto treu. Andere Dienstleistungsbranchen müssen dafür büßen. |
Die Benzinpreise werden murrend zur Kenntnis genommen, auf das Auto wird noch nicht verzichtet.
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| Foto: dpa |
Von Eckart Gienke
Kurz vor Pfingsten zeigen die Preissäulen der großen Tankstellenketten in vielen Regionen Deutschland einen Preis von 1,50 Euro oder mehr für einen Liter Benzin. Der bundesweite Durchschnittspreis blieb noch knapp unter dieser Marke, doch bis er sie durchbricht ist es nur eine Frage der Zeit. Zu eindeutig sind die Signale auf den internationalen Märkten, und sie weisen durchweg nach oben. In fast jeder Woche erreicht der Rohölpreis eine neue Höchstmarke; werden Rekordstände gemeldet am europäischen Markt für Ölprodukte in Rotterdam. Die Benzin- und Dieselpreise ziehen nur wenig später nach.
200 Dollar für Barrel wahrscheinlich
In dieser Woche kletterte der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI auf mehr als 122 Dollar für ein Barrel (159 Liter). Gleichzeitig veröffentlichte das US-Investmenthaus Goldman Sachs eine neue Studie, die innerhalb von zwei Jahren einen Ölpreis von 150 bis 200 Dollar für «zunehmend wahrscheinlich» hält. Diese Studie hat besonderes Gewicht. Ihr Autor, der Aktienanalyst Arjun Murti, hatte im März 2005 die Märkte mit einer Prognose von 105 Dollar je Barrel aufgeschreckt. Der aktuelle Preis lag damals bei 55 Dollar. Murti erntete für seine Vorhersage Spott und Widerspruch, aber er behielt recht.
Die deutschen Autofahrer können noch froh sein, dass gleichzeitig mit dem Ölpreisanstieg der Dollarkurs auf Talfahrt ging. Sonst wäre der Benzinpreis an der Tankstelle noch deutlich höher. Ein Blick in die Vergangenheit macht deutlich, wie drastisch sich die Kosten für den Autofahrer dennoch erhöht haben. Vor zehn Jahren kostete ein Liter Superbenzin umgerechnet 81 Cent und Diesel war für 59 Cent zu haben. Damit hat sich der Dieselpreis auf heute 1,43 Euro mehr als verdoppelt. Ein Durchschnittsfahrer, der rund 1000 Liter Benzin im Jahr verbraucht, muss dafür 680 Euro zusätzlich aufwenden, als Dieselfahrer sogar 840 Euro.
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