|
Renault Koleos:
Der ganz Späte
26. August 2008, 06:35
 | Renault steigt so ziemlich als letzter Hersteller in das Segment der Kompakt-SUV ein. Trotzdem werden an den Koleos hohe Erwartungen gestellt, auch wenn das Design nicht unbedingt ansprechend wirkt. |
Der Renault Koleos
|
| Foto: Renault |
Von Thomas Flehmer
Die Vorzeichen könnten besser sein. Zwar steigt das Segment der kompakten SUV derzeit noch an, doch Renault kommt sehr, sehr spät, um sich ein Stück vom Segmentkuchen abzuschneiden. Mit dem Koleos wagen die Franzosen den Einstieg in die Welt der kleinen Geländewagen. Und - seien wir ehrlich - der Name Koleos erinnert zunächst stark an den Begriff «Koloss» und vermittelt Assoziationen von Schwerfälligkeit. Dabei reiht sich der 4,52 Meter lange Vierzylinder, der auf der Plattform der Allianzschwestern Nissan X-Trail und Qashqai basiert, brav in das Segment ein. Ein Alleinstellungsmerkmal, das anhand des Spätstarts den Vertrieb sicher noch angekurbelt hätte, fehlt allerdings beim Koleos, der nur wenig größer ist als der Scenic, dafür aber gleich 13 Zentimeter mehr Länge aufweist als der VW Tiguan, der im letzten Jahr bereits als Spätstarter ins Segment drang.
Nicht gerade ein Schönling
Dabei ist das komplett neu entwickelte Modell nicht gerade ein Schönling seiner Klasse. Zwar hat er nicht so ein großes Maul wie der Peugeot 4007, sondern verfügt eher über eine dezente Front mit den im Stoßfänger integrierten Nebelleuchten und dem angedeuteten Diffusor. Die eckigen Scheinwerfer dagegen passen nicht zu den Rundungen, die den Koleos ansonsten charakterisieren.
Der Bereich hinter der B-Säule könnte das runde Pendant zum legendären R16 bilden. Am bulligsten präsentiert sich die Heckpartie mit der großen Heckklappe, der mächtigen Renault-Raute samt Bügelfalte in der Mitte und dem angedeuteten Heckdiffusor. Trotz einer Bodenfreiheit von 18,8 Zentimeter bei den Dieselmotoren bis zu 20,6 Zentimetern beim Benziner sowie den verbreiterten Kotflügel bleibt der Auftritt des Koleos dezent.
|