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Interview Audi-Entwicklungsvorstand Dick:
«Biosprit darf Lebensmittel nicht verteuern»
25. April 2008, 11:09
 | Das Aus von E10 wäre vermeidbar gewesen, sagt Michael Dick. Im Interview mit der Autogazette spricht der Audi-Entwicklungsvorstand über Leichtbau, alternative Antriebe und eine mögliche Patentklage von Mercedes. |
Michael Dick
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| Foto: Audi |
Trotz des Scheiterns der Biokraftstoff-Verordnung E10 wird die deutsche Autoindustrie in der Lage sein, die EU-Klimaschutzvorgaben umzusetzen. «Ich denke schon, dass das erreichbar ist. Dabei sehe ich aber die Gesamtheit aller Hersteller in der Pflicht», sagte Audi-Entwicklungsvorstand Michael Dick im Interview mit der Autogazette. Die EU fordert von den Herstellern bis zum Jahr 2012 die C02-Emissionen auf 120 Gramm pro Kilometer zu reduzieren.
«Andere Dinge in Waagschale werfen»
Dick geht davon aus, dass es der Autoindustrie zur Erreichung der Ziele gelingen wird, die Politik davon zu überzeugen, «noch andere Dinge in die Waagschale zu werfen wie beispielsweise hocheffiziente Klimaanlagen, die für die Umwelt eine Rolle spielen und entsprechend berücksichtigt werden müssen».
Wie der Audi-Vorstand erklärte, müssten Autos rund 125 Kilogramm leichter werden, um am Ende zehn Gramm C02 einzusparen. Auszugleichen sei der Wegfall von E10 laut Dick beispielsweise durch Fahrerassistenz-, durch Verkehrsleit- oder Reifendruckkontrollsysteme und natürlich konsequenten Leichtbau. «Wir wollen die Gewichtsspirale umdrehen - und ein Auto vorstellen, bei dem bei der Gewichtsreduzierung ein Erdbeben durchs Auto geht», sagte Dick. «Wir werden in diesem Jahr mit einem solchen Automobil in Leichtbauweise überraschen.»
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