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Gabriel stellt Biosprit-Pläne in Frage

14. Februar 2008, 14:42, aktualisiert 14. Februar 2008, 16:14
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel Sigmar Gabriel fordert von den Autoherstellern klare Fakten über die Betankung der Fahrzeuge mit E10. Dabei will der Bundesumweltminister die Erhöhung der Biosprit-Anteile nicht um jeden Preis.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel
 
Foto: dpa


Für Millionen Autofahrer bleibt zunächst ungewiss, ob ihre zumeist älteren «Benziner» eine größere Biosprit-Beimischung vertragen oder ob sie dann teureres Super-Plus-Benzin tanken müssen. Bis Ende März wollen Autohersteller und -Importeure berichten, für welche Fahrzeugtypen die 2009 geplante Verdoppelung der Bioethanol- Beimischung zum Normalsprit unverträglich für die Motoren sein wird. Das teilten das Bundesumweltministerium und der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Donnerstag gemäß einer Vereinbarung vom Vortag mit dem Importeursverband VDIK mit. Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte, dass bei einer zu hohen Zahl der Betroffenen notfalls über die Biospritstrategie «neu nachgedacht» werden müsse.

375.000 Fahrzeuge als oberste Grenze

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  • Das Ministerium werde die nötige Bundesimmissionschutz-Verordnung solange nicht in Kraft setzen, wie es bezüglich der Zahl der betroffenen Pkw Unsicherheiten gebe, sagte der Minister der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Die Verbandszahlen reichen nicht mehr. Wir wollen echte Hersteller-Zahlen.» Bisher ist eine Entscheidung im Kabinett im Mai vorgesehen. Der Automobilclub ADAC sprach von 1,5 Millionen betroffenen Kraftfahrern, die mit massiven Kostensteigerungen rechnen müssten. «Der ADAC fordert deshalb, weiterhin Super- und Normalbenzin mit maximal fünf Prozent Ethanol (E5) flächendeckend und zu einem angemessenen Preis anzubieten.» Der Umstieg auf die neue 10-Prozent-Beimischung (E10) bedeute sechs Cent mehr an der Tanksäule, wer auf Super-Plus-Benzin umsteige zahle heute bis zu 15 Cent mehr.

    Der VDA machte dagegen deutlich, dass er unverändert von 375.000 betroffenen Fahrzeugen mit Benzin-Direkteinspritzung der 1. Generation ausgeht. Das entspreche gut ein Prozent aller in Deutschland zugelassenen Benziner, die auf Super Plus umsteigen müssen. «Dies war Grundlage des Verordnungsentwurfs der Bundesregierung zur Novelle der 10. Bundesimmissionsschutz-Veordnung», heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Danach soll der Biospritanteil von fünf auf zehn Prozent erhöht und damit die Spritsorte E10 geschaffen werden.

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