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Mercedes SL: Vom Renn- zum Traumwagen
17. Januar 2008, 15:26
 | Die neue Generation der SL-Klasse kündigt sich an. Fast 60 Jahre faszinieren die Nachfolger der «Silberpfeile» das Herz jedes Autonarren. Dabei half Mercedes ein Außenstehender, das Traumauto in Serie zu geben. |
Mercedes 300 SL Flügeltürer
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| Foto: AG/Flehmer |
Von Thomas Flehmer
Der Zweite Weltkrieg war seit über sechs Jahren Geschichte, Deutschland bereitete sich auf das Wirtschaftswunder vor. Die ersten Autorennen fanden wieder statt. Mit dem Argentinier Juan Manuel Fangio gewann ein Alfa-Fahrer den ersten Grand Prix der Nachkriegszeit. Von den legendären «Silberpfeilen», die vor dem Weltkrieg für Respekt sorgten, fürchtete sich kein Konkurrent mehr. Doch der 15. Juni 1951 sollte zum Wendetag für Mercedes werden.
Vergleichsweise komfortabel
An diesem Tag beschloss der Vorstand in Stuttgart-Untertürkheim die Rückkehr in den Motorsport und beendete damit eine elfjährige Pause. Da die «Silberpfeile» im Altenteil blieben, musste ein konkurrenzfähiger Ersatz her. Der Serienmotor des berühmten «Dreihunderter» stand zur Verfügung. Um ihn herum baute Chefkonstrukteur Rudolf Uhlenhaut den 300 SL - die Geburtsstunde eines Traumwagens, der auch 57 Jahre später noch viele (oder alle) Autoliebhaber verzücken lässt.
Uhlenhaut verpackte das Triebwerk in einer Alukarosserie mit einem nur 50 Kilogramm leichten Gitterrohrrahmen. Neun Monate später trat der 300 SL seinen Siegeszug an, ausgestattet mit einem bis zu 180 PS-starken Sechszylinder, der schräg eingebaut wurde. «Zudem war der 300 SL für einen Rennwagen sehr komfortabel eingerichtet», sagt Peter Spieth, Leiter des Mercedes-Benz Classic Centers.
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