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Frisch geschleudert

01. Januar 2008, 12:58
BMW Sicherheitstraining Beim Autofahren geht es nicht um die gefahrene Kilometer, sondern um die 500 Meter, auf denen etwas passiert. Das lernt man am besten im Fahrsicherheitstraining - vor allem, wenn die «Pappe» noch druckfrisch ist.
BMW Sicherheitstraining
 
Foto: press-inform


Von Sebastian Viehmann

Tatort: Nürburgring. Veits Hände umklammern das Lenkrad. Mit den Augen fixiert er das Gewirr aus orange-weißen Pylonen wie ein Kaninchen die Schlange. Der Adrenalinpegel des 18-Jährigen steigt. «Tritt ruhig mal aufs Gas, Veit - hier darfst du es», ermutigt Cornelia Abel durchs Walkie-Talkie. Veit tritt das Pedal durch, der Sechszylinder des BMW Z4 M Coupés röhrt kraftvoll los. Die Tachonadel klettert auf 110. Als der Wagen die erste Pylonengasse erreicht hat, steigt Veit mit aller Kraft in die Eisen. Ein pulsierendes Geräusch verrät, dass das ABS in Aktion tritt. Veit löst kurz die Bremse, zirkelt den BMW mit einer sanften Lenkbewegung um das Pylonenhindernis herum, tritt wieder auf die Bremse, zieht das Auto an einer zweiten Pylonenwand vorbei und bringt es schließlich zum Stehen.

20 Prozent aller Verkehrstoten

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  • Einige Sekunden herrscht Stille, nur das Säuseln des Motors ist zu hören. Dann knackt das Funkgerät. «Super, Veit!», lobt Cornelia Abel. Veit grinst - und ist ein bisschen stolz. Doppelter Spurwechsel hieß das Manöver, eins der schwierigsten im Aufbaukurs des BMW-Fahrertrainings. Veit hat die Aufgabe mit 115 Sachen gemeistert, ohne dass eine einzige Pylone ins Wanken kam. «Ich hätte nie gedacht, dass man mit so viel Speed auf ein Hindernis zu fahren und dann noch ausweichen kann», sagt der 18 Jahre alte Fahranfänger. Vielleicht liegt es in der Familie: Cornelia Abel ist nämlich nicht nur Fahrtrainerin, sondern auch Veits Mutter. Sie hat ihren Filius während des Trainings besonders im Blick. Die anderen Kursteilnehmer sind schon erfahrene Lenker, die bei den fahrerischen Übungen die 343 Pferdestärken des Z4 M Coupés gern einmal ausnutzen.

    «Eigentlich sollte jeder Fahranfänger ein Sicherheitstraining besuchen», sagt Instrukteurin Cornelia Abel. Führerscheinneulinge sind einem überdurchschnittlich hohen Unfallrisiko ausgesetzt. Im Jahr 2005 waren rund 20 Prozent der getöteten oder verletzten Verkehrsteilnehmer zwischen 18 und 25 Jahre alt. Zu dieser Altersgruppe zählten aber nur acht Prozent aller Verkehrsteilnehmer. Bei jedem dritten Unfall mit jungen Piloten steht «Fahrunfall ohne Fremdeinwirkung» im Unfallbericht.

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