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Autobauer bei CO2-Ausstoß unter Druck

19. Dezember 2007, 13:13, aktualisiert 19. Dezember 2007, 14:12
Deutsche Hersteller bei CO2-Ausstoß unter Druck Die deutschen Autohersteller erhalten hohe Auflagen beim CO2-Ausstoß. Während Umweltminister Sigmar Gabriel eine Benachteiligung moniert, prangern die Grünen «wirtschaftliche Kurzsichtigkeit» der «deutschen Interessen» an.
Deutsche Hersteller bei CO2-Ausstoß unter Druck
 
Foto: dpa


Die deutschen Autohersteller müssen den Abgas- Ausstoß ihrer Fahrzeuge massiv senken. Die EU-Kommission hat am Mittwoch in Brüssel Pläne vorgelegt, die Hersteller großer Wagen beim Klimaschutz deutlich stärker in die Pflicht nimmt als deren Konkurrenten mit zumeist Kleinwagen. Der Kommissionsvorschlag sieht vor, dass ein Fahrzeug mit dem doppelten Gewicht eines Kleinwagens nur 60 Prozent mehr CO2 ausstoßen darf. Ziel der EU ist es, dass Neuwagen bis 2012 in der EU knapp ein Fünftel (19 Prozent) weniger CO2 ausstoßen als heute. Die Vorschläge müssen nun von den Mitgliedstaaten beraten und verabschiedet werden.

Die Bundesregierung hat die Vorschläge zurückgewiesen. Es sei anzunehmen, dass die deutschen Hersteller im Bereich schwerer Autos nicht in der Lage sein werden, die Forderung zu erfüllen, sagte Vizeregierungssprecher Thomas Steg am Mittwoch in Berlin. Der Vorschlag halte sich nicht an bisherige Absprachen. Über das Thema werde nun im Europäischen Rat und im Europaparlament zu reden sein, sagte Steg.

120 Gramm pro Kilometer

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  • Bis 2012 darf der CO2-Ausstoß bei Neuwagen den Grenzwert von 120 Gramm pro Kilometer nicht überschreiten. Allein durch Motorentechnik müssen 130 Gramm erzielt werden, der Rest erfolgt durch Beimischungen im Kraftstoff. Bei der Berechnung der Grenzwerte für die einzelnen Auto-Hersteller wurde die durchschnittliche Größe ihrer Fahrzeuge berücksichtigt. Für BMW und Daimler liegen die Grenzwerte also höher als etwa für Fiat.

    Trotzdem müssen die Hersteller von so genannten Premiumfahrzeugen mehr leisten, um die Ausstoß-Verminderung herzustellen. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas kündigte an, dass ab 2012 für jedes Gramm über dem Grenzwert Strafen gezahlt werden müssten. Diese werden von 2012 an von 20 bis auf 95 Euro im Jahr 2015 steigen. Den deutschen Herstellern drohen also Milliardenverluste.

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