Streit um Klimaauflagen: 

netzeitung.deParis legt Kompromisspapier vor

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Der CO2-Streit geht weiter (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der CO2-Streit geht weiter
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Der Streit um die CO2-Ausstoßgrenzen in der EU geht in die nächste Runde. Auslöser ist ein Kompromissvorschlag der französischen EU-Ratspräsidentschaft.

Im Streit um Klimaschutzauflagen für Europas Autoindustrie hat die französische EU-Ratspräsidentschaft einen neuen Kompromissvorschlag vorgelegt. Demnach sollten im Jahr 2012 erst 60 Prozent aller Neuwagen in der EU einen durchschnittlichen Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) von 120 Gramm je Kilometer erreichen, heißt es in dem Schreiben an die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten, das der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt. Bis zum Jahr 2015 sollen 100 Prozent erreicht werden. Zudem solle es Anreize für die Hersteller geben, umweltfreundliche Technologien wie Elektroautos zu entwickeln.
Greenpeace kritisiert
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte das Kompromisspapier. Der Vorschlag gehe auf Forderungen der deutschen Autohersteller ein. «Dieser Kompromiss wäre eine schlechte Nachricht für Europas Verbraucher und die Umwelt.» Die EU-Kommission hat gefordert, den Grenzwert von 120 Gramm pro Kilometer im Flottendurchschnitt von 2012 an vorzuschreiben. Der federführende Umweltausschuss des Europaparlaments stellte sich vergangene Woche hinter Umweltkommissar Stavros Dimas und sprach sich gegen die gestaffelte Einführung der Obergrenzen aus. Der deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel hatte das Votum des Ausschusses scharf kritisiert und vor einer «Hängepartie» gewarnt.

Besonders deutsche Hersteller größerer Modelle und Limousinen, die einen hohen CO2-Ausstoß haben, fürchten Strafzahlungen und Wettbewerbsnachteile. Frankreich will bis Ende des Jahres einen Kompromiss zwischen Kommission, Parlament und Mitgliedstaaten erzielen. Paris hat derzeit für sechs Monate die rotierende EU- Ratspräsidentschaft inne und leitet damit die Verhandlungen. (dpa)