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Porsche 911 Carrera 4S Coupe:
Die Entdeckung der Traktion
31. Juli 2008, 06:31
 | Die Modellpflege hat dem Porsche 911 einen neuen Allradantrieb beschert. Das neue System reagiert so schnell, dass sogar auf den Heckantrieb eingeschworene Puristen begeistert sein dürfen, wie unser Test mit dem Carrera 4S zeigt. |
Porsche 911 Carrera 4S
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| Foto: Porsche |
Von Frank Mertens
Was? Gutes kann man nicht noch viel, viel besser machen? Vor allem dann nicht, wenn es sich um eine Ikone des Sportwagenbaus handelt? Absoluter Quatsch! Wer so etwas sagt und sich partout nicht vom Gegenteil überzeugen lassen will, dem sei dringend eine Fahrt im neuen Porsche 911 Carrera 4S empfohlen.
Wer danach aussteigt, wird grinsend eingestehen, dass Fahrspaß und Fahrdynamik doch noch zu steigern sind. Denn die Ingenieure haben den 911er neben stärkeren und sparsameren Motoren auch mit einem Doppelkupplungsgetriebe und einem elektronisch gesteuerten Allradantrieb nochmals aufgewertet.
Souveräne Traktion
Gut, der ein oder andere mag einwenden, dass man für einen 911er keinen Allradantrieb braucht. Schließlich biete ein Hecktriebler auf der Rennstrecke mit Blick auf die Präzision bei Lenkmanövern und der Fahrdynamik Vorteile. Doch seien wir ehrlich: Wie häufig ist man mit seinem Porsche schon auf der Rennstrecke? Eher selten. Für alle anderen, die ihren 911er unter Alltagsbedingungen bewegen, liegen die Vorteile auf der Hand. Vor allem dann, wenn der Untergrund nass oder mit Schnee bedeckt ist: Die Kraft des 3,8 Liter-Triebwerks mit 385 PS lässt sich nun einmal besser über vier als über zwei Räder auf die Straße bringen. Dass tat zwar auch der alte Allradantrieb, doch er tat es nicht so souverän wie der neue.
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Cockpit im Porsche 911 Carrera 4S
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| Foto: Porsche |
Denn hier ersetzt das elektronische gesteuerte Porsche Traction Management (PTM) die Visco-Lamellenkupplung. Das PTM - das erstmals im Porsche 911 Turbo zum Einsatz kam - sorgt für spürbar bessere Fahrstabilität und ein agileres Handling gepaart mit einer glänzenden Traktion. In gerade einmal 100 Millisekunden entscheidet das PTM darüber, wohin die Kraft je nach Fahrsituation gelenkt wird. Für den Fahrer geschieht das so schnell, dass er die Kraftverteilung gar nicht mitbekommt.
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Cabrio und Coupe des Porsche 911 Carrera 4S
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| Foto: Porsche |
Was Traktion heißt, zeigt sich insbesondere dann, wenn man das Gaspedal im Stand voll durchtritt: Wie die Spikes eines Sprinters auf der Tartanbahn krallen sich die 19 Zoll großen Reifen des 911 Carrera 4S Coupes in den Asphalt und katapultieren das Auto ohne Anstrengung in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h; mit gedrückter Sport-Plus-Taste erreicht er dieses Tempo sogar in 4,3 Sekunden. Die 200 km/h-Grenze ist nach 15,3 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 295 km/h erreicht.
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