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Einheitliches Vorgehen gefordert:

Alle Energiearten auf dem Prüfstand

10. Juli 2008, 10:22
Alle Energiearten und -erzeuger stehen auf dem Prüfstand Alle verfügbaren Energieformen müssen für die Zukunft auf ihre Nachhaltigkeit geprüft werden, sagt Ulrich Blum. Laut dem Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle werden noch mehr Branchen die hohen Energiepreise zu spüren bekommen.
Alle Energiearten und -erzeuger stehen auf dem Prüfstand
 
Foto: dpa


Angesichts der hohen Energie- und Spritpreise müssen nach Ansicht des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) alle Energieformen auf den Prüfstand. «Wir kommen da nicht umhin, ob Kohle, Staudamm, Kernkraft oder Windräder, alles ganz rational durchzurechnen», sagte der Präsident des Instituts, Ulrich Blum, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Pauschal zu sagen, die eine Energieart sei besser oder umweltfreundlicher als die andere, reiche nicht aus. «Alles hat Einwirkungen auf die Umwelt, alles hat seine Kosten», sagte er. Zudem forderte er bei Energie- und Umweltfragen ein einheitliches Vorgehen in Europa.

Unsichere Zukunft

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  • «Der Himmel über Frankreich ist der gleiche wie über Deutschland», sagte Blum. Es könne daher nicht sein, dass es bei Energie- und Umweltfragen unterschiedliche Positionen in der Union gebe. Zudem werden seiner Meinung nach weitaus mehr Branchen die hohen Energie- und Spritpreise wirtschaftlich zu spüren bekommen als etwa nur das Transportgewerbe. «Mit Sicherheit werden Bereiche, die viel Energie benötigen wie die Zementindustrie, die Stahlbranche und die Chemie nicht ohne Blessuren davonkommen», sagte Blum. Bestimmte exportorientierte Branchen könnten, im Gegensatz zum mittelständischen Verkehrsgewerbe, ihre Mehrkosten an die Auftraggeber im Ausland weitergeben.

    «Doch was wir heute noch nicht genau wissen, ist, wie wird der Verbraucher am Ende reagieren. Es kann sein, dass er auf seine Urlaubsreise nicht verzichtet, dafür aber die neue Wohnzimmereinrichtung oder das Auto erst ein halbes Jahr später oder gar nicht kauft», sagte er. «Die Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in den einzelnen Branchen sind so genau noch gar nicht abzusehen», betonte Blum. (dpa)

       
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