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Alternative Druckluftautos:
Arbeiten unter Hochdruck
22. Juni 2008, 07:19
 | CO2, Feinstaub, Spritpreise - in der Automobilindustrie herrscht dicke Luft. Dabei könnte genau das die Lösung vieler Probleme sein, behauptet ein französisches Unternehmen. Bald soll das erste Druckluftauto auf den Markt kommen. |
Das OneCat-Car von MDI
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| Foto: press inform |
Sebastian Viehmann
Die Automobilindustrie wurde ziemlich hellhörig, als der indische Autogigant Tata Motors die Kooperation mit dem französischen Unternehmen Motor Development International (MDI) bekannt gab. Die Firma von Guy Nègre, einem ehemaligen Luftfahrt-Ingenieur und Konstrukteur von Formel-1-Motoren, arbeitet seit 1991 buchstäblich mit Hochdruck an einer besonders umweltfreundlichen Motorvariante. MDI hat Versuchsfahrzeuge mit Druckluftmotoren entwickelt und erfolgreich getestet. Trotz mehrerer Ankündigungen ist bis heute allerdings nichts aus der Serienproduktion geworden. Nun stehe ein kleiner City-Flitzer namens ?OneCat? kurz vor der Serienreife, berichtet die renommierte Fachzeitschrift Technology Review. Das Fahrzeug soll mit einer Drucktankfüllung 100 Kilometer weit kommen. Tata Motors soll fast 30 Millionen US-Dollar in die Weiterentwicklung des Druckluftautos gepumpt haben. Wie die Zeitschrift berichtet, beginne die Serienfertigung im September in Frankreich, weitere Märkte seien Spanien, Indien und Australien.
Kaltluft aus dem Auspuff
Das Herzstück des Druckluftautos ist ein Tank mit komprimierter Luft. 95 Kubikmeter werden mit 300 bar Überdruck verdichtet. Die Luft treibt in mehreren Schritten einen Kolbenmotor mit vier Zylindern an. Die ?verbrauchte? Luft wird durch den Druckabfall sehr kalt (bis zu minus 15 Grad) und strömt aus dem Auspuff. Die Leistung eines Druckluftautos liegt laut dem Hersteller MDI zwischen 4 und 75 PS. Für LKW und Busse sind sogar Motoren mit 200 PS und mehr angedacht. ?Unsere Fahrzeuge stoßen null Emissionen aus, wenn sie in der Stadt nur mit Druckluft fahren. Bei Überlandfahrt mit Druckluft und einer anderen Energiequelle sind sowohl die Emissionen als auch der Verbrauch extrem gering?, verspricht MDI. Der OneCAT ist 3,40 Meter lang, leistet 22 PS und schafft nach Angaben des Unternehmens 110 Km/h. Er soll 3500 bis 5300 Euro kosten und nur 1,5 Liter Sprit pro 100 Kilometer benötigen.
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