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Misstrauen gegen Preisbildung:

Kartellamt untersucht Preistreiberei

28. Mai 2008, 13:50, aktualisiert 28. Mai 2008, 14:57
Das Bundeskartellamt in Bonn Das Bundeskartellamt nimmt sich des steigenden Kraftstoffpreises an. «Wir haben eine Menge Hinweise, dass wettbewerblich etwas nicht in Ordnung ist», sagte Pressesprecherin Silke Christina Kaul der Autogazette.
Das Bundeskartellamt in Bonn
 
Foto: Bundeskartellamt


Der kontinuierliche Preisanstieg an den Tankstellen hat das Bundeskartellamt auf den Plan gerufen. Nach zahlreichen Verbraucherbeschwerden sowie Eingaben freier Tankstellenbetreiber hat das Amt eine Untersuchung des Wettbewerbs auf den Märkten für Benzin und Diesel eingeleitet. Ziel ist es, zu untersuchen, ob die Kraftstoffmärkte in Deutschland ordnungsgemäß funktionieren, teilte das Bundeskartellamt in Bonn mit.

«Wir wissen alle, dass der Markt homogen und transparent ist. Das homogene Preisverhalten ist normal, dennoch haben wir eine Menge Hinweise, dass wettbewerblich etwas nicht in Ordnung ist», sagte Kartellamtssprecherin Silke Christina Kaul der Autogazette.

«Längst überfälliger Schritt»

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  • Da derzeit kein Verdacht gegen ein bestimmtes Unternehmen ausgesprochen werden könne, wird die Untersuchung auf den gesamten Sektor ausgeweitet. «Im günstigsten Fall können wir nach dem Abschluss des Verfahrens Verdachtsmomente belegen», so Kaul.Ein erster Zwischenbericht soll bis Ende des Jahres veröffentlicht werden.

    Als «längst überfälligen Schritt» bezeichnete der ACE Auto Club Europa die Untersuchung. «Wir sehen uns jetzt bestätigt, dass zumindest ein Anfangsverdacht wegen verbotener Preisabsprachen nicht mehr länger von der Hand zu weisen ist und hoffen, dass es der Kartellbehörde dieses Mal gelingt, den Nachweis verbotener Absprachen der Mineralölkonzerne zu führen», sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner am Mittwoch in Stuttgart. Schließlich kursierten die entsprechenden Belege, aus denen Anweisungen zur konzertierten Preisanhebung hervorgingen, schon in der Öffentlichkeit.

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