Gestiegener Kraftstoffpreis:
Dieselfahrzeuge verlieren an Wert
22.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Wegen der zunehmenden finanziellen Nachteile gegenüber vergleichbaren Benzinern würden Dieselmodelle deutlich an Wert verlieren. Anders als bei den Kleinwagen rechnet der Branchenexperte bei gebrauchten dieselgetriebenen Oberklassefahrzeugen oder Sports Utility Vehicles (SUVs) jedoch noch nicht mit nennenswerten Preisveränderungen.
Beim Autokauf sei es für Verbraucher daher heute viel wichtiger als früher, eine Kalkulation anzustellen, ob sich ein Diesel für sie noch lohnt. Der günstigere Anschaffungspreis eines gebrauchten Selbstzünders allein sollte nicht den Ausschlag geben. Auch die jährliche Fahrleistung sowie die Kosten für Kfz-Steuer und Versicherung sollten berücksichtigt werden. «Früher musste man die Rechnung gar nicht machen», sagte Margetts.
Da sei der Diesel automatisch die günstigere Wahl gewesen. Das sei vorbei: Nur wenn ein vergleichbarer Benziner ausschließlich Super Plus verträgt oder der Wagen extrem viel gefahren wird, gehe unter den gegenwärtigen Umständen die Rechnung für den Diesel vielleicht noch auf. Darüber hinaus sollte ein Diesel sparsam und mit Rußfilter ausgestattet sein.
Am Donnerstag verteuerte sich Diesel an etlichen Tankstellen unteredessen weiter und zog am Benzinpreis vorbei. So verlangten Shell-Tankstellen in Hamburg bis zu 1,54 Euro für einen Liter. Im Aral-Netz war dagegen bis zum Nachmittag ein leichtes Abbröckeln der Preise zu beobachten. Auch je nach Region war die Entwicklung unterschiedlich; in einigen Gegenden stiegen die Preise, in anderen waren sie rückläufig. Wegen des Feiertags Fronleichnam waren am Donnerstag keine bundesweiten Durchschnittspreise erhältlich.
Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hat unterdessen in einem Interview mit MDR Info gesagt, dass Dieselkraftstoff in den nächsten Jahren eher teurer sein wird als Benzinkraftstoff. Als Grund führte er die Anzahl der hohen Dieselfahrzeuge auf dem Markt an. (AG/dpa)

