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Kolumne:

PS - die wöchentliche Abgasnachbehandlung

09. Mai 2008, 14:05
Jochen Knoblach Über höhere Bußgelder, den 500er Benz unserer Gesundheitsministerin, Indiens Kamele, den Blockade-Krieg auf linken Autobahnspuren und den Wertewandel beim BMW.
Jochen Knoblach
 
Foto: Ebener


Von Jochen Knoblach

Na, das ging ja nicht schlecht los. Kaum hatte die Woche begonnen, wusste man, dass mal wieder was teurer wird. Im nächsten Jahr soll es mit den Bußgeldern nach oben gehen. Aber nicht nur ein bisschen, so auf Rentenerhöhungsniveau, sondern ordentlich, quasi diätenmäßig. Und Leute: Das wird hart! Von wegen mal eben mit 100 Sachen durch die Tempo-30-Zone vor der Kita. Pah! 680 Euro soll das kosten. Das kann sich doch kaum noch einer leisten. Für die meisten Autofahrer werden da höchstens 70, vielleicht 80 km/h drin sein. Bei den Tarifen wird man sich wohl einschränken müssen.

Bußgelder als Chance

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  • Dafür kommen die notorischen Linksfahrer wieder glimpflich davon. Zwar müssen die auch das Doppelte zahlen, aber ich bitte Sie: 80 Euro. Das ist doch lächerlich. Die Kameraden, die bei Tempo 20 auf Tunnelblick schalten, während der Fahrprüfung das letzte Mal in den Rückspiegel gesehen haben und als Jünger der militanten Befürworter eines generellen Tempolimits auf linken Autobahnenspuren mit Strich 120 den Blockade-Krieg proben, zahlen gerade zehn Euro mehr als jemand der auf der Autobahn parkt, um sich ein Würstchen zu grillen. Unglaublich.

    Andererseits hat man bei 120 km/h mal die Chance, in die Nähe des Verbrauchs zu kommen, den die Hersteller für das Auto versprechen. Da würde selbst Bundesgesundheitsministerin Ulla-nicht-ohne-meinen-500er-Benz-Schmidt mit ihrem Dienstwagen auf knapp neun Liter Super kommen und je Kilometer «nur» etwa 200 Gramm Kohlendioxid aus den Endrohren pumpen.

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