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Fragen an den "Autopapst" vom Mai

02. Mai 2005 09:12, ergänzt 19. Jun 2005 10:54
Andreas Kessler.
Ihr Automobil läuft nicht wie gewünscht? «Autopapst» Andreas Kessler findet in der Netzeitung Lösungen für die Probleme.

Zur Person: "Autopapst" Andreas Kessler
Der diplomierte Maschinenbau-Ingenieur arbeitet seit vielen Jahren als Motorsport-Journalist bei diversen Radiosendern und Printmedien. Den Lesern der Netzeitung ist der 45-Jährige bei der Lösung ihrer Probleme behilflich.
Schwierigkeiten beim Anfahren, laute Geräusche beim Bremsen oder eine schleifende
Kupplung.
"Autopapst" Andreas Kessler ist behilflich und spart eventuell den Werkstattbesuch. Schildern Sie in untenstehender Mail Ihre Probleme. Geben Sie dabei folgende Daten mit an: – Modell (z.B. VW oder Daihatsu) – Typ (Kombi oder Limousine) – Baujahr – Kraftstoffart (Benzin oder Diesel) – ggf. Getriebeart (Automatik oder Schaltgetriebe) Aufgrund der Vielzahl der Fragen bitten wir bei der Beantwortung um etwas Geduld.
 
Thema
Archiv: Fragen an den «Autopapst»
  • Fragen vom April
  • Fragen vom März

  •  

    Mirko G. fragt:

    Mein Ford Escort CLX, Baujahr 1993, hat ein Fehler, bei dem selbst Ford nicht weiterweiß. Wenn man den Motor ausmachen will und noch auf der Bremse steht, dann geht der Motor nicht aus. Das funktioniert erst, wenn man vom Bremspedal geht! Auch kann es während der Fahrt passieren, das die Bremsleuchte anbleibt! Der Fehler tritt nur manchmal auf und auch nur,wenn der Motor an ist! Der Bremslichtschalter ist es nicht, den hat Ford mal auf Vrdacht ersetzt. Jetzt wollen die auf Vrdacht den Sicherungskasten und das Zündschloss wechseln ! Machen lassen oder nicht?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Auf keinen Fall auf Verdacht wechseln lassen! Die Reparaturkosten würden wahrscheinlich den Zeitwert des Escort erreichen! Gehen Sie lieber zu einem Autoelektriker, schildern den Fall und lassen den Massefehler / Kurzschluss in der Zündanlage abstellen. Wenn meine Ferndiagnose zutrifft, ist das nur eine Kleinigkeit.

    Christian Kaltenhauser fragt:

    Unser Toyota Avensis, Baujahr 1998, lässt sich nicht mehr per Fernbedienung oder am Fahrertürschloss zentral verriegeln. Von innen funktioniert dies hingegen einwandfrei (Zentralentriegelung ist komplett OK). Können Sie mir weiterhelfen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Das Problem liegt wahrscheinlich am Steuerservo in der Fahrertür. Aus irgend einem Grund wird weder der Funkimpuls noch die mechanische Schaltung mit dem Schlüssel in das Signal «schließen» für die Fernbedienung umgewandelt. Lassen Sie das entsprechende Modul austauschen. Falls Toyota für das Teil und den Einbau einen Fantasiepreis verlangt, können Sie auch eine Nachrüst-Fernbedienung aus dem Zubehör beim Autoelektriker anpassen lassen; das ist häufig wesentlich billiger.

    Hans Preissner fragt:

    Ich fahre einen Rover 75 cdt Automatik, Baujahr 2002. Seit ein paar Tagen schaltet die Automatik nicht mehr richtig. Ohne Gaspedalbewegung dreht die Drehzahl ab und zu nach oben. Laut Hersteller muss ein neues Getriebe her. 3500 Euro mindestens. Hilfe!!!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Da will sich offenbar einer der im Augenblick schwer gebeutelten Rover-Händler ein kleines Zubrot verdienen.. Leider ist dieses Ansinnen ohne weitere Angaben zur Diagnose nur als unseriös zu bezeichnen. Ich tippe auf ein Problem mit dem Steuergerät bzw. auf ein Kontaktproblem an den Steckverbindern am Getriebesteuergerät. Fragen Sie einen Taxifahrer nach einer Automatik-Getriebe-Werkstatt, lassen Sie sich dort beraten und zunächst nur das Automatik-Öl wechseln. Wenn die Jungs dabei noch etwas Kontaktspray in die Steckverbinder der Steuergeräte sprühen, sieht die (Automatik-)Welt vielleicht schon ganz anders aus....


    Anselm Sotscheck fragt:

    Ich habe einen neuen Seat Alhambra (04/05) Diesel, 115 PS. Seit der Übergabe gibt es drei Probleme, die von der Werkstatt als »das ist so« oder »nicht zu finden« abgetan werden.

    1.) Beim Kuppeln vom 1. in den 2. und 2. in den 3. Gang gibt es »Schleif-Geräusche«. Diese lassen sich vermeiden, wenn ich vor dem Gangwechsel die Drehzahlen absinken lasse.

    2.) Beim Fahren konstanten im Drehzahlbereich 1.800 - 2.100 U/min im 2. und manchmal auch im 3. Gang gibt es manchmal ein lauteres, deutliches schleifendes Geräusch. Eine Meinung einer Werkstatt: Ein Kabelmantel schleift oder vibriert an der Karosserie bei diesen Schwingungen.

    3.) Im Bereich zwischen 80-105 km/h schlägt oder zittert die Lenkung. Diese ist sonst sehr ruhig. Die Vorderräder wurden neu gewuchtet - keine Besserung. Die Räder wurden von vorn nach hinten getauscht, etwas besser. Das »Zittern« tritt fast immer auf glatter Fahrbahn ohne Spurrillen auf. Während des Beschleunigen und Lenken (Richtungswechsel) ist das Zittern weg.

    Überempfindlichkeiten von mir beim Neuwagen (jetzt knapp 4.000 km gelaufen) oder doch ein Fehler?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet: Jeder einzelne dieser Fehler wäre ein Wandelungsgrund. Sie sind leicht erkenn- und reproduzierbar und keinesfalls »Stand der Technik«! Lassen Sie sich also von Ihrem Händler nicht abwimmeln. Das »Schleifgeräusch« beim Schalten deutet auf Probleme mit der Schaltsynchronisierung hin (Getriebeschaden!!). Ein Getriebeproblem vermute ich auch beim zweiten Schleifgeräusch. Die zitternde Lenkung ist da schon fast eine Lapalie. Mein Tipp: Wenden Sie sich mal an einen Fordhändler (Ford, weil dort der baugleiche Galaxy verkauft wird), erzählen von Ihren Sorgen mit dem Seat und bitten einen der Kundendienstmitarbeiter um eine Probefahrt. Der wird sicher ehrlich zu Ihnen sein, weil sein Chef keinen Garantiefall abwimmeln muss....

    Herr Tegtmeyer fragt:

    Bei meinem BMW 735i mit Automatikgetriebe, Baujahr 1985, zeigt sich folgendes Problem: Wenn ich den Wagen starte, geht er immer gleich wieder aus, wenn ich nicht auf dem Gaspedal bleibe. Wenn er nach einigen Minuten warm ist, gibt es dieses Problem nicht mehr, er läuft dann einwandfrei. Lässt sich aus der Ferne sagen, woran das liegen kann?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet: Fast schon zu einfach (die BMW-Motorelektronik war seinerzeit verschrien und heute beinahe eine Erholung...): Der Thermofühler für die Motortemperatur ist defekt! Gemeint ist nicht der Fühler, der das Kühlwasserthermometer ausschlagen läßt, sondern der, der dem Einspritzcomputer sagt: «Achtung, Gemisch anfetten und Leerlauf etwas `rauf! Der Motor ist noch kalt... Der freundliche BMW-Ersatzteilmensch weiß, wo der sitzt und was ein neuer kostet (dürfte nicht so viel sein...).

    Ralf Karnitz fragt:

    Was muss ich abbauen, um an das Lüftergebläse vom Nissan Micra K11 zu kommen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet: Hallo Ralf, läuft das Gebläse bei Ihnen nur auf Stufe vier? Dann reicht das öffnen einer Klappe im Beifahrer-Fußraum (rechts, fast hinter dem Armaturenbrett). Dahinter ist ein vierpoliger Stecker. Den ziehen Sie ab, lösen die beiden Kreuzschlitzschrauben und entnehmen anschließend den Gebläse-Vorwiderstand. Auf dem sitzt eine Thermo-Sicherung, die durchgebrannt ist. Leider ist ein Wechsel dieser Sicherung nicht vorgesehen, Nissan verkauft aber gerne einen neuen Widerstand für (je nach Händler-Standort) 31,-- bis 48,-- Euro (warum da so ein riesiger Preisunterschied sein muß, weiß ich auch nicht...).

    Constanze Horn fragt

    Hallo, ich fahre einen Ford Sierra,, Baujahr 1991, und habe folgendes Problem: Der Wagen geht im Leerlauf aus. Nicht immer, aber wenn gleich mehrmals nacheinander. Die Drehzahl fällt so sehr ab, dass man entweder ständig Gas geben muss oder der Motor einfach ausgeht. Er springt nachher problemlos wieder an. Woran kann das liegen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Hallo Constanze, Ihr Sierra zieht irgendwo Nebenluft! Besprühen Sie bei laufendem Motor verdächtige Dichtungen und Schläuche des Ansaug- und Unterdrucksystems mit einer leichtflüchtigen Flüssigkeit (z.B. Startpilot oder Bremsenreiniger, Spiritus geht zur Not auch) und achten Sie auf Veränderungen der Leerlaufdrehzahl. Wenn diese plötzlich deutlich ansteigt, haben Sie die (oder eine) Stelle gefunden. Der Rest ist selbsterklärend.

    Inge Weigel fragt

    Hallo, ich habe einen BMW 320i touring,, Baujahr 1989, Benziner mit Gangschaltung. Seit geraumer Zeit ruckelt's gelegentlich während der Fahrt (meist so nach 10 bis 20 Minuten), so als ob er keinen Sprit mehr kriegen würde. Der Motor geht aber nicht aus. Die Zeiger für Kühlertemperatur/Drehzahl zappeln kurz, Spritverbrauchzeiger geht auf 0. Kupplung durchtreten und auf's Gas tippen hilft für einen Moment. War schon mehrmals in der Werkstatt damit, aber gerade während der Probefahrten war natürlich alles in bester Ordnung und der Fehler nicht auszumachen. Was könnte denn alles sein? Steuergerät austauschen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Lassen Sie das Steuergerät, wo es ist! Ich vermute ein «Übergangsproblem» zwischen warmer und kalter Maschine. Zur Erklärung: Die Steuerung der Benzineinspritzung ist auf die Information von diversen Sensoren im Motor über den Zustand des Triebwerks angewiesen. Das sind Sensoren für die Motortemperatur, die Drehzahl, die Stellung der Drosselklappe, den Unterdruck im Saugrohr, den Sauerstoffgehalt im Abgas etc. Normalerweise läuft der 6-Zylinder des kleinen Bayern ja auch sprichwörtlich sanft; fällt allerdings ein Wert der Sensorik zu früh ab oder steigt zu spät ein (Thermofühler sind da häufig empfindlich), kann es zu einem «Schluckauf» kommen. Eine zusätzliche Möglichkeit ist ein Elektrik-Problem. Um den Vorführeffekt zu eliminieren, würde ich mal mit einem Autospezialisten für ein paar Tage das Auto tauschen. In Auto-suggestiven Momenten (nachts auf der Landstraße) findet der den Fehler ganz sicher.

    Klaus-Detlev Selk fragt

    Ich fahre einen VW-Passat Variant, Baujahr 1991. Der Motor springt morgen's ohne Probleme an, läuft auch im kalten Zustand einwandfrei. Sobald der Motor von der Kaltlaufphase in die warmen Zustand wechselt, beginnt er zu ruckeln. Dieses Ruckeln wirkt sich im Teillastbereich besonders aus. Bei höheren Geschwindigkeiten kann ich nicht's feststellen. Im Leerlauf läuft der Motor dann auch nicht sauber. Ich hatte das Auto jetzt schon fünf Mal in einer VW-Werkstatt (Lamdasonde und Kraftstoffilter sind bereits gewechselt), aber der Fehler bleibt. Kurioserweise gibt es auch Tage, an denen der Motor, nachdem er warm ist, ruckelt und dann, wie aus heiterem Himmel läuft, als wenn nicht's gewesen wäre. Die Zündung ist in Ordnung.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Das ist höchstwahrscheinlich mal wieder das Drosselklappenpotentiometer! Die Widerstandsbahn ist sicher verschlissen und nicht mehr «kontaktsicher»! Das Ersatzteil ist relativ wohlfeil im Zubehör erhältlich, den Einbau übernimmt jede Werkstatt (falls Sie es mit der Anleitung der einschlägigen Selbsthilfebücher nicht allein hinkriegen).

    Ilona Sylvester fragt:

    Ich fahre einen Opel Corsa, Bj. 97. Seit einiger Zeit leuchtet die MKL dauerhaft und beim Bosch Service stellte man eine Fehlermeldung bezüglich des Abgasrückführungsventils fest. Möglicherweise müsste es nur gereinigt werden, aber es könnte auch defekt sein. Und ein neues ist recht teuer. Der Mechaniker sagte, man könne durchaus damit weiterfahren, aber irgendwann sollte man es reparieren lassen. Da ich im Moment nicht das Geld für eine Reparatur habe, ist meine Frage nun, was schlimmstenfalls passieren kann, wenn ich damit weiterfahre. Der Wagen macht bis jetzt keine Probleme beim Fahren, lediglich die Leuchte brennt.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Sie berichten von keinen Störungen des Motorlaufs; wie sieht es mit dem Benzinverbrauch aus? Das ist meiner Meinung nach der einzig beachtenswerte Punkt! Sobald die Motorkontroll-Leuchte aufleuchtet, ist ein Fehler im Fehlerspeicher gespeichert und der Motor in einen «Notlaufprogramm», das keine idealen Betriebsbedingungen gestattet. Mittelfristig werden Sie Probleme mit der Abgasuntersuchung bekommen. Bis dahin können Sie die Reparatur aufschieben. Empfehlenswert ist das jedoch nicht...

    Oliver Hartwig fragt:

    Unser Uralt-Passat Bj. 1991, 55 kW, 240.000 Kilometer geht aus, wenn man bei höherer Drehzahl schaltet. Zündung und Batterie sind okay, er springt dann sofort wieder an. Der Luftfilter ist auch relativ sauber. Was ist los?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Prüfen Sie (durch zusammendrücken/bewegen) den dicken Schlauch zwischen Bremskraftverstärker und Saugrohr! Häufig ist der porös und zieht dadurch Nebenluft. Bei hoher Drehzahl magert das Gemisch so weit ab, das der Motor abstirbt. Wenn jetzt noch die Zündkerzen ein sehr helles Kerzengesicht haben, haben wir den Fehler (Motor verbrennt zu mager und damit zu heiß = Gefahr für den Motor!!).

    Wilfried Rumpf fragt:

    Ich fahre einen Fiat Punto 60 SX , Bj. 1994 mit 91.000 Kilometern. Seit einem halben Jahr funktionieren nach dem Starten weder der Scheibenwischer noch der Gebläsemotor. Nach ca. 2 - 3 Minuten setzen beide Motoren ein. Nach Auskunft der Werkstatt soll es ein defekter Massepunkt im Motorraum sein. Doch das war es nicht. Was könnte es noch sein?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Die Werkstatt liegt richtig, hat nur leider nicht den richtigen Massepunkt gefunden. Zur Überprüfung der Diagnose würde ich eine provisorische neue Masserverbindung zwischen die genannten Verbraucher und den Minuspol der Batterie legen. Wenn dann wieder alles läuft, muss nur noch der richtige Massepunkt gesucht werden.

    Benjamin Pätzoldt fragt:

    Ich habe seit ca. 10.000 Kilometern folgendes Problem: mein Ford Focus Sport Baujahr 2000, 115 PS TDCI ca. 90.000 Kilometer, schaltet in den Notlauf wenn ich z.b. bei 2000 U/m im vierten Gang bei rund 100kmh Gas gebe! .. Gleiches passiert auch bei 140kmh im fünften Gang und 3500 U/min!

    ATU hat keine Ahnung und Ford meinte, es könnte der Kraftstofffilter sein. Es ist besonders ärgerlich, da der Leistungsabfall fast immer bei Überholmanövern stattfindet! Bei dem FoFo wurde inzwischen die neue Steuersoftware aufgespielt aber das Problem ist immer noch da !! Bitte hilf!!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Von hier aus würde ich den Luftmengemesser verdächtigen! Leider ist der für einen versuchsweisen Austausch etwas teuer; Ich würde übrigens unbedingt die Ford-Werkstatt wechseln! Wer bei diesem Schadensbild von einem verstopften Kraftstoff-Filter faselt, muss noch mal auf die Schulbank.....

    Benjamin fragt:

    Mein Honda Civic Baujahr 1991 springt in der Sommerzeit immer sehr schwer an, sobald er lange in der Sonne steht. Der Motor muss normalerweise vorglühen, macht dies jedoch in der Sonne nicht immer. Dann dauert es manchmal bis zu einer halben Stunde, bis der Wagen endlich anspringt.

    Manche sagen, ich soll vorher das Gaspedal treten, doch das funktioniert auch nicht. Ist etwas an meinem Wagen kaputt, oder starte ich ihn nicht optimal? Was könnte kaputt sein? Wieviel würde eine Reparatur kosten? Im Winter fährt der Wagen wunderbar!!! Auch sonst bin ich 100 % zufrieden!!! Ich freue mich auf eine Antwort!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Um einen Diesel handelt es sich wohl kaum, den hatten die Japaner seinerzeit noch nicht im Programm! Ihr Problem ist sicher mal wieder ein banaler Motortemperaturfühler, der falsche Werte an das Motormanagement übermittelt. Dadurch wird beim Anlassen ein nicht genügend zündfähiges Gemisch erzeugt; erst nach längerem «Orgeln» fällt der Rechner in ein Standardprogramm und lässt den Motor anspringen! Also: Lassen Sie den (oder die, manchmal gibt es zwei!) Thermofühler wechseln, danach springt der Civic auch im Sommer an....

    Thomas fragt:

    Hallo Autopapst, ich fahre einen VW Bora 1.9TDI, Bj.02, 74kW, 113.000 Kilometer. Seit kurzem hört man ein Nageln, das auch bei Drehzahlerhöhung dem alten 100er Audi vom Klang her ähnelt. Ich war der Meinung, es sind die Hydrostößel, welche sich jedoch normal anhören. Das Klopfen kommt von der Beifahrerseite. Was kann das sein und wie hoch könnten die Materialkosten werden? Danke für die Hilfe.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Wenn es wirklich nicht die Hydrostößel sind, tippe ich auf eine schnarrende Einspritzdüse! Leider ist hier die Ferndiagnose fast unmöglich; im Extremfall könnte es auch ein Pleuellager sein, was ich nicht hoffen möchte... Jedenfalls sind die Geräusche im Dieselmotor alle recht charakteristisch: Ein Fachmann für Selbstzünder sollte durch einfaches Hineinhören eine treffsichere Diagnose stellen können.

    Marko fragt:

    In meinem Renault Megane, Bj. 1996, Benziner, Schaltgetriebe ist versehentlich Bremsflüssigkeit in den Vorratsbehälter des Kühlerkreislaufs geflossen. Wie kann man das wieder beheben? Danke für jeden Tipp!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Keine Panik! Bremsflüssigkeit ist Kühlerfrostschutz recht ähnlich; außerdem ist die Verdünnung sicher so groß, das keine signifikante Konzentration im Kühlsystem auftritt. Wechseln Sie einfach so bald wie möglich Ihr Kühlmittel gegen eine frische Füllung aus! Das «Alte» muss sowieso als Sondermüll behandelt werden. Gute Fahrt....

    Thomas Dürfahrt fragt:

    Mein Golf IV 1,6 74 KW, EZ 08/98, hat seit ein paar Tagen Startprobleme, wenn er warm ist. Bei kaltem Motor ist alles wunderbar, aber wenn ich den Wagen kurz abstelle (egal ob zwei oder 60 min) springt er ganz schlecht an. Wenn der Motor dann doch läuft, geht er häufig direkt wieder aus, läuft mit hoher Drehzahl, obwohl ich kein Gas gebe, oder hat starke Drehzahlschwankungen. Diese halten dann auch über einen längeren Zeitraum an. Nach einem Kaltstart kann ich aber auch mehrere hundert Kilometer problemfrei fahren. Worauf lassen sich diese Problem beim Starten mit warmen Motor zurückführen? Vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Das ist mal wieder so ein gemeiner Elektronik-Fehler! Ich tippe auf den Motortemperaturfühler, der im «lauwarmen» Bereich falsche Werte an den Einspritzcomputer übermittelt. Lassen Sie den (oder die, vielleicht gibt es zwei, die sich negativ beeinflussen!) prophylaktisch auswechseln. Danach kann man eigentlich erst richtig diagnostizieren!

    Monika Höcherl fragt:

    Hallo, ich fahre einen Ford Focus 1,6 DBW, Baujahr 1998. Ich habe folgendes Problem: Ich wollte meinen PKW starten und es machte aber nur noch klick. (Ein paar Stunden zuvor hatte ich kurze Schwierigkeiten beim Starten, aber er sprang dann doch an, aber das Radio ging nicht mehr an.) Beim Fremdstarten machte er auch nur noch klick klick. Nach ca. einer halben Stunde probierte ich es ohne Fremdstarten noch einmal u. er sprang problemlos an. Woran kann es liegen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Liebe Monika, kontrollieren Sie zunächst das Massekabel vom Minuspol der Batterie zur Karosserie Ihres Focus. Entweder ist das Kabel gebrochen oder die Kontaktstelle zur Karosserie ist lose und / oder so korrodiert, das kein elektrischer Kontakt zustande kommt. Sollte sich diese Vermutung bestätigen, reicht abschrauben, säubern und die mit Kupferpaste versehene Neuverschraubung zu prüfen. Wenn das nicht hilft, kommen noch die Kabelverbindungen zwischen Batterie und Anlasser oder die Schaltkontakte am Lenk-Anlaßschloss als Übeltäter in Frage.

    Gerhard Schindler fragt:

    Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Golf 4 1,4 16V Baujahr 98., 85.000 km. Ich höre im Leerlauf ein Geräusch, das einem Diesel gleicht. Es hört sich an wie ein Knacken, das bei Drehzahlerhöhung verschwindet. Im Leerlauf kommt es sofort wieder. Ich war heute in der Werkstatt, es wurde der Zahnriemen überprüft und festgestellt, dass er ausgetauscht werden muss, ebenso sämtliche Spanner und Rollen und die Wasserpumpe. Vorhin hat mich die Werkstatt angerufen und berichtet dass die Teile ausgetauscht wurden aber das Knacken nicht weg ist und ein neuer Motorblock fällig sei...Was ist Ihre Meinung?

    Andreas Kessler antwortet:

    Lieber Herr Schindler, das «Knacken», vom dem Sie sprechen, ist wahrscheinlich ein Pleuellagerschaden. Dieser Schaden führt zu klackernden Geräuschen im Leerlauf, die der Laie als «dieselähnlich» beschreibt. Die Werkstatt hat den Zahnriemen gewechselt, weil Sie dachte, das Geräusch wäre ein Motorklingeln wegen bereits verstellter Steuerzeiten. Das ist zwar löblich, führte aber außer erhöhten Kosten für Sie zu nichts. Die Werkstatt wird jetzt sagen, ohne diese Vorabmaßnahme wäre keine ordentliche Diagnose möglich gewesen. Pech für Sie.... Einen neuen Motorblock brauchen Sie nicht, eher neue Pleuellager und ggf. eine überholte Kurbelwelle. Lassen Sie sich von der Werkstatt ein Kostenangebot machen. Parallel würde ich mir einen gebrauchen Motor über www.renet.de anbieten lassen. Vergleichen Sie dann den Preis für das gebrauchte Aggregat mit den Kosten für die Motorüberholung. Der Rest (Motoraus- und -einbau) dürfte gleich bleiben.

    Katharina Habedank fragt:

    Lieber Herr Kessler, ich fahre einen Daewoo Leganza 2.0 l mit Klimaautomatik. Dieses Auto besitze ich erst seit März. Beim ersten Einschalten des Gebläses kam mir ein ganz muffiger Geruch entgegen. In der Werkstatt wurde dann als «Soforthilfe» eine Flasche Desinfektionsmittel eingefüllt. Ich habe nun das Gefühl, dass er nicht kühlt. In der Bedienungsanleitung steht, dass, wenn die Temperaturanzeige nach dem Starten fünfmal blinkt, soll man die Klimaanlage ausschalten und eine Daewoowerkstatt aufsuchen. Nun leuchtet die Temperaturanzeige aber nicht bei jedem Starten fünf Mal auf... wenn sie nicht blinkt, kühlt er (so meine Empfindung) trotzdem nicht.

    Andreas Kessler antwortet:

    Hallo Frau Habedank, das mit dem muffigen Geruch ist ein häufiges Übel bei Autoklimaanlagen. Das Funktionsprinzip einer Klimaanlage kennen Sie ja vielleicht, der im System verwendete Verdampfer ist der Kühlkörper der Klimaanlage, auf dem sich aus der Luftfeuchtigkeit Wasser niederschlägt. Da der Verdampfer von normaler Umgebungsluft durchströmt wird, setzt sich auf der feuchten Oberfläche der mitgeführte Staub ab und bleibt dort haften. Nach einer Weile beginnt diese Dreckschicht ihren Fäulnisprozess (Humusbildung ;-)); das riechen Sie!

    Die Werkstatt säubert den Verdampfer mit einem Desinfektionsmittel wie diesem hier und hofft auf Besserung (bei unvollständiger Säuberung bleibt diese häufig aus!). Die mangelnde Kühlleistung liegt sicher an zu wenig Kältemittel in den Adern Ihrer Klimaautomatik. Fahren Sie mit dem Leganza mal zu einem Kältetechniker in Ihrer Umgebung (steht in den gelben Seiten!) und bitten den um einen «Schuss» zum Nachfüllen. Das kostet bei diesen Spezialisten häufig deutlich weniger als beim Markenhändler....

    Thorsten Wulff fragt:

    Mein Ford Focus ist 4,5 Jahre alt. Ich habe gelesen, dass die Klimaanlage alle vier Jahre gewartet werden sollte. Da ich in dieser Angelegenheit wenig Vertrauen zu meinem Fachhändler habe (durch verschiedenste Beiträge in Zeitschriften und Fernsehen), habe ich mir ein Angebot beim Bosch Service machen lassen.Im Autohaus kostet eine Klimaanlagenwartung ca. 70-80 Euro. Beim Bosch Service zahle ich aber ca. 220 Euro, da dort der Trockner (Preis: 89 Euro) mit gewechselt wird. Ist dieser Wechsel wirklich notwendig? Lt. Aussage des Bosch Service sammeln sich hier Schmutz und Kondensat.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Unverständlicherweise sind die Markenwerkstätten auch heute noch häufig der Meinung, eine regelmäßige Wartung der Klimaanlage im Auto wäre nicht nötig. Freie Werkstätten und Zuliefererketten sind in diese Marktnische geschlüpft und bieten nun hier Serviceleistungen an. Grundsätzlich gilt, daß Klimaanlagen im Laufe des Betriebes beginnen, undicht zu werden. Dieser Prozeß sollte aufgehalten oder verändert werden. Selbstverständlich muß nichts repariert oder ausgetauscht werden, was nicht defekt ist. Der Bosch-Dienst will offenbar prophylaktisch Teile wechseln, die «im Feld» öfter defekt sind. Die Markenwerkstatt will im Rahmen der Klimaanlagenwartung zunächst die Funktion und den Zustand der Anlage prüfen, um dann ggf. zu reparieren. Letzterer ist also für Ihr Problem der Vorzug zu geben!

    Ulf Mayer zu Küingdorf fragt:

    Ich habe einen wunderschönen Saab 900/II, Erstzul. 03.08.94, K98, Hubraum 1985 cm3, Automatic. Der Wagen läuft - besonders bei wenig Geschwindigkeit und im Leerlauf - nicht rund. In D schiebt er furchtbar, in N geht es eher. Ingesamt bringt er seine Leistung nicht, es dauert manchmal ewig, auf 100 km zu beschleunigen. Vier Werkstätten, vier Meinungen, alles gecheckt und viel Geld investiert. Was soll ich tun. Bringt es wirklich der Austausch des Motorsteuergerätes (Motronic)??? Die einen sagen ja, die anderen nein. PAPST hilf' mir. Danke.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Hallo Ulf, da müßte ich mal eine Probefahrt machen..... Wo liegt denn die Mehrheit bei den vier Meinungen (eine kleine Umfrage würde hier schon helfen!). Häufig wird ja dem Steuergerät die Schuld für alles mögliche gegeben, insbesondere, wenn den Spezialisten nichts mehr einfällt. Sollte die Entscheidung zugunsten eines neuen Motronic-Steuergerätes fallen, können Sie hier Ihr vermeintlich defektes Steuergerät überprüfen und ggf. instandsetzen lassen. Die Kosten liegen bei einem Bruchteil des Ersatzteilpreises bei Saab!

    Ingo Fehrlage fragt:

    Ich fahre einen Audi A6 2,5 TDI Baujahr 95. Ein Zylinder hat eine Kompression von nur 14,2 bar. Für eine Audi-Werkstatt ist so eine Maschine Schrott. Kann man den Motor nicht wieder in einer Spezial-Werkstatt aufbereiten lassen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Die Aussage «Schrott» ist schon ein wenig dürftig! Ich vermute, Ihr Motor läuft noch ( und wahrscheinlich gar nicht schlecht) ! Ein schlechter Kompressionswert auf einem Zylinder ist noch nie ein Grund gewesen, einen Motor zu verschrotten. In vielen Fällen (Sie haben leider die Laufleistung der Maschine nicht genannt) können gebrochene Kolbenringe ersetzt werden (oder, wenn es schlimmer ist, durch das Ausschleifen der Zylinder und den Ersatz der Kolben). Damit kann der Motor in den Bereich der Herstellertoleranzen zurück gebracht werden. Bei Ihnen vermute ich ein schadhaftes Ventil; hier müßte also der Zylinderkopf überholt werden. Die Audi-Werkstatt würde Sie aber vermutlich am liebsten zu den Kollegen des Neuwagenverkaufs schicken.....

    Ulrike K. fragt:

    Ich fahre einen VW Golf III (EZ 11.1996, Model Comfortline). Seit etwa zwei Monaten fiel mir eine Eigenart auf: Ab und zu, wenn ich nach Abstellen des Motors kurzfristig wieder starten muss, springt der Wagen nicht an. Erst nach einer gewissen Zeitspanne so etwa nach fünf Minuten verschwindet das Problem. Was kann das sein?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Machen Sie beim «Heißstart» auch alles richtig? Das Gaspedal ist in diesen Situationen völlig tabu!! Wenn Sie genau nach der Betriebsanleitung vorgehen und immer noch Schwierigkeiten haben, können allerdings auch nachtropfende Einspritzdüsen für eine momentane Überfettung bei heißem Motor sorgen. Ich würde das noch als Schönheitsfehler einstufen; sollten sich die Schwierigkeiten allerdings verstärken, wird daraus ein Fall für die Werkstatt.

    Thomas Wuschansky fragt:

    Hallo, ich habe ein Ford Escort, Baujahr 91. Er geht beim Abbremsen oder langsamen Fahren aus. Allerdings nicht immer. Und er geht auch gleich wieder an. Hinzu kommt seit etwa drei Wochen, dass er weiter Gas gibt, obwohl ich den Fuß vom Gas genommen habe. Der Motor heult schon ein bisschen auf, so dass die Leute an der Ampel denken, ich spiele oder stehe auf dem Gas. Ich war schon bei Ford. Dort sagte man mir, der Fehler liege im Einspritzsystem. Um den Fehler im Leerlaufregelsystem zu beheben, müsste ich über den Daumen 300 bis 400 Euro berappen müssen. Was könnte es sein, ich weiss nicht mehr weiter, denke schon an ein neues Auto, dabei hänge aber noch an meinem.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Hier sind das Leerlaufregelventil in Verbindung mit Undichtigkeiten im Unterdrucksystem die Übeltäter! Warum hat die Werkstatt Ihnen denn keine genauere Diagnose mitgeteilt? Hoffentlich will man Ihnen keine «Dauerbaustelle» verkaufen ... Durch das Fahrzeugalter sind mehrere, sich überlagernde Defekte häufig. Leider muss der Reparateur einen nach dem anderen finden und abstellen, bevor er sich dem nächsten Problem zuwenden kann. Sicher keine leichte Aufgabe, aber dafür haben wir ja die fantastisch ausgebildeten und hoch bezahlten Spezialisten in den Markenwerkstätten.

    Beate Haubold fragt:

    Nun denn die letzte Chance! Ich habe einen Audi 80 Diesel, Baujahr 82. Das Auto habe ich vor kurzem gekauft, und bin damit super gefahren (ca. 1500 Kilometer). Dann war der Tank fast leer, und ich habe voll getankt. Danach bin ich nochmals etwa 200 Kilometer gefahren. Zu Hause angekommen, stand das Auto eine Nacht. Anschließen ging der Zauber los. Das Auto ruckelt ständig oder geht einfach aus. Es nimmt kein Gas an und wenn es Gas annimmt, beginnt das Ruckeln erneut. Bei einem ADAC-Check wurde mir gesagt, dass er Luft zieht und dies ist auch sichtbar. Die Leitungen wurden gewechselt - das Problem bleibt. Ein Leck ist auch nicht ersichtlich, und er verliert kein Diesel. Niemand hat von so einem Problem schon gehört. Papst hilf!!!!!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Liebe Frau Haubold, spontan fiel mir ein Erlebnis mit einem alten Mercedes Diesel ein: Der fuhr auch perfekt, ein Tank reichte bei dem fast 800 Kilometer; eine Fahrt endete mit einem fast leer gefahrenen Tank mit ähnlichen Problemen. Die Lösung war schließlich der Wechsel des Dieselfilters! Mit den letzten Litern Treibstoff wurde nämlich auch einiges von dem Schlamm, der sich am Boden des Tanks gebildet hatte, in die Kraftstoffleitung gesaugt. Dieser Schlamm verstopfte schließlich den Dieselfilter und führte zu Erscheinungen wie von Ihnen geschildert. Wechseln Sie also den Diesel-Filter im Motorraum, dann zieht der Motor auch keine Luft mehr.

    J. Pommeranz fragt:

    Hallo, ich fahre ein BMW Z3 Coupe. Leider startet er nicht mehr - beim Zünden klackert es lediglich im Motorraum und im Cockpit gehen im Gleichtakt mit dem klackern alle Kontrollleuchten, sowie Lampen an. Was ist das Problem? Elektrik oder Anlasser?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Das ist sicher eine entladene/defekte Batterie. Versuchen Sie zunächst, Ihren «fahrenden Muskel» (das ist die Assoziation, die ich beim Anblick eines Z3-Coupés immer habe...) mit Starthilfe wieder zum Leben zu erwecken. Wenn mit der externen Energiespende der Anlasser ganz normal wimmert, muss ein neuer Akku ins Auto und alles wird wieder gut! Wenn auch frischer Strom nichts ändert, habe ich den Magnetschalter des Anlassers in Verdacht, die Ursache des Problems zu sein.

    Andreas Paul fragt:

    Hallo Herr Kessler. Ich fahre einen Ford Fiesta Flair, Benziner, Bj. 1996. Vorletztes Wochenende auf der Autobahn Richtung Rostock - beim Überholvorgang - Geschwindigkeit ca. 130 km/h, bringt der Motor plötzlich keine Leistung mehr. Er tourt runter (obwohl ich auf das Gaspedal trete) auf ca. 110 km/h. Ich nehme den Fuß vom Gaspedal, trete wieder drauf, dann zieht der Motor wieder an. Dieses Problem hatte ich dann noch zweimal. PS: Jetzt passiert dieses schon beim losfahren!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Das ist wieder eines meiner Lieblingsprobleme, weil es fast alles als Ursache haben kann: Die Lambdasonde, der Luftmassenmesser, das Drosselklappen-Potentiometer usw... ! Als schnelle Notlösung empfehle ich den Pluspol der Batterie für ca. 15 Minuten abzuklemmen, dann führt das Steuergerät einen Reset durch und macht auch eine Drosselklappen-Adaption (Neujustierung). Nach Wiederanklemmen der Batterie, Zündung an und zwei Minuten warten. Auf das Ergebnis der Probefahrt bin ich gespannt! (Im tiefsten Innern ruft gerade etwas in mir «Luftmassenmesser, Luftmassenmesser» ...).

    Peter Behr fragt:

    Hallo, ich habe eine Frage zur Drehzahl: Ab welcher Drehzahl wird es für den Motor schädlich? Kann man ruhig bis 6800 RPM hochdrehen und dann den nächsten Gang nehmen oder was sollte man beachten?? Vielen Dank.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Sie können wirklich ruhig bis 6800 RPM (woher haben Sie diese wunderbare Abkürzung?) «hoch drehen», allerdings würde ich da einen der japanischen Vierzylinder aus den 70ern nehmen, die wir damals als «Nähmaschinen» bezeichnet haben...Grundsätzlich hat jeder Motor einen Bereich für das maximale Drehmoment, für seine Spitzenleistung und eine Höchstdrehzahl. Das hängt von den Motordaten ab; ein Langhuber dreht z.B. deutlich weniger hoch als ein Kurzhuber. Und ein Diesel ist da bescheidener als ein Benziner. Und der Wankelmotor schlägt sie beide.... Da diese Rubrik in ihren Möglichkeiten begrenzt ist, empfehle ich zur weiteren Vertiefung des Themas das Buch «Schnelle Motoren seziert und frisiert» von Gert Hack und Fritz Indra, erschienen im Motorbuch-Verlag.

    Andreas Paul fragt:

    Bei meinen Nissan Micra, 1,2l Bj.91 war die Zylinderkopfdichtung (Öl im Kühlkreislauf) defekt und wurde von mir getauscht (habe Kopf planen und Schaftdichtungen tauschen lassen). Nun läuft er wieder, wird aber sehr warm. Woran kann das liegen, das Thermostat habe ich schon ausgeschlossen? Wie bekomme ich das restliche Öl aus dem Kühlsystem (habe schon reichlich gespült, es ist aber noch immer ein bisschen Öl drin)?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet: Vorausgesetzt, Sie haben bei der Reparatur der Zylinderkopfdichtung alles richtig gemacht, könnte es an Luft im Kühlsystem liegen! Haben Sie das ganze System bei voll geöffneter Heizung entlüftet (das genaue «wie & was» steht in einem der einschlägigen Do-it-yourself-Bücher!)?

    Das restliche Öl bekommen Sie durch einen Spritzer Geschirrspülmittel ins Spülwasser ganz leicht aus dem Motor (hat bei mir mal in einem Porsche 944 geklappt, bei dem ein wohlmeinender Freund 1 Liter Öl ins Kühlwasser geschüttet hat und von Hamburg nach Flensburg Vollgas fuhr...).

    Jochen Zimmer fragt:

    Ich habe Probleme mit meinem MB 500 SL R129 Baujahr 1992. Der Motor dreht in Leerlaufstellung gelegentlich unregelmäßig nach oben.( Bis 1500). Auf Schalterstellung - N - will er manchmal von alleine los, regelt sich dann aber wieder ein. Wenn der Motor warm ist und kurze Zeit abgestellt wird (ca. 15 Minuten), läuft er im unteren Drehzahlbereich unrund. Nach einigen Minuten läuft er dann wieder rund. MB hat schon alles untersucht, aber nichts gefunden. Können Sie mir Helfen ???

    Autopapst Andreas Kessler antwortet: Hallo Herr Zimmer, ich tippe auf Feuchtigkeit im Verteiler: Nehmen Sie die Verteilerkappe ab, legen Sie die Technik darunter trocken und alles läuft wieder seidenweich! Überprüfen Sie bei dieser Gelegenheit auch gleich die Zündkabel auf Schäden bzw. Marderbisse. Das augenblickliche «Sch...wetter» hier in Deutschland sorgt bei diesem Defektbild eben für Schluckauf beim SL, an der Cote d'Azur oder in der Karibik schnurrt der Stern sicher ganz anders (dafür ist ein SL ja eigentlich auch gebaut...).

    Mustafa Sen fragt:

    Ich fahre einen Opel Astra F Kombi, X16 SZR MotorB.10/1996. Ich fahre das Auto schon vier Jahre ohne Probleme, aber in der letzen Zeit ist mir aufgefallen, dass beim Kaltstart das Auto nach verbranntem Benzingemisch stinkt und der Verbrauch bei 9-10 Liter liegt. Ich habe schon die Lamdasonde und den Temperaturfühler für das Steuergerät gewechselt. Es hat sich aber nichts geändert.
    Kann man das Steuergerät einstellen, so dass es beim Kaltstart nicht zuviel Benzin einspritzt?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet: Bei den Modellen des Modelljahrs 1994/1995 war das ein bekanntes Problem, es liegt an der Software. Ersetzen Sie mal das Steuergerät gegen eines aus dem Modelljahr 1991. Dann liegt die Leerlaufdrehzahl etwas höher, der Motor müßte damit ruhiger laufen und wieder in normale Verbrauchswerte gelangen. Falls das nichts bringt, bleibt nur noch der KAT: Wenn der defekt oder zugesetzt ist, zeigt das die gleichen Probleme ...

    Florian K. fragt:


    Hallo, ich habe mir einen gebrauchten Ford Focus 1,4gekauft. Bis jetzt lief er problemlos, doch seit kurzem geht die Drehzahl im Leerlauf nicht mehr konstant auf 800 Touren runter! Die Drehzahl geht mal auf 2000 Umdrehungen und dann wieder auf 700. (Kupplung ist getreten, kein Gas)! Dann war wieder alles genau anders herum! Die Drehzahl ist während des Abbiegens auf 0 abgefallen und die Motorwarnleuchten gingen an. Nach einem Neustart war wieder alles OK...Was ist da los? Gruß und Danke.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Ich tippe auf den Leerlaufsteller! Das ist ein kleiner Elektromotor, der in Abhängigkeit vom Steuergerät aktiv den Leerlauf auf das ideale Niveau regelt (man könnte auch sagen: Er gibt automatisch Gas oder nimmt es weg, bis der Leerlauf die AU-Drehzahl hat!). Irgendwann im Laufe eines Autolebens verschmutzt dieser Servo (natürlich bevorzugt im Leerlauf-Regelbereich) und hakt dann oder wird schwergängig. Eine Reinigung im ausgebauten Zustand hilft oft weiter, genau so oft muss der Leerlaufsteller aber auch gewechselt werden.

    Caroline Müller fragt:


    Ich fahre einen FORD Fiesta, 1,4i clx, Baujahr 1992. Mein Auto wird 2 x im Jahr gecheckt bei einer Werkstatt und entsprechend gewartet. Ich starte ohne Gas, nur mit der 'Zündung« sozusagen, warte im Leerlauf dann bis der Motor von Drehzahl von ca. 2000 auf 1000 runtergeht und ruhig läuft, dann erst fahre ich immer los. Leider dreht er seit kurzem unruhig, 'pegelt' sich überhaupt nicht mehr ein - und zum Schluss stirbt er ab. Man hört richtig, wie der Motor noch versucht, wieder von unten hochzudrehen, aber am Ende geht er leider aus. Ich muss also ewig mit Kupplung und Gas arbeiten und vor allem an den Ampeln mit Handbremse bremsen, damit der Motor nicht ausgeht. Sehr anstrengend so eine Fahrerei und es hat leider auch schon etwas gequalmt vorn aus dem Motorraum. Könnte die Kupplung schuld sein? Ich dachte auch ans Öl, welches vielleicht fehlt. Oder ist es ein Elektronikteil, welches den Fehler verursachen könnte? Ansonsten läuft das Auto seit Jahren prima, es hat eine neue Lichtmaschine und eine neue Kupplung. Vielen Dank im voraus für Ihren kompetenten Rat!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Hallo Caroline, der Fiesta hat lediglich einen kleinen Schluckauf in der Leerlauf-Regelung. Für die Probleme des kleinen Kölners kommen eigentlich nur 3 Bauteile in Frage: Das Leerlaufregelventil, das Drosselklappenpotentiometer und der Leerlaufsteller. Zusätzlich könnte irgendwo ein Schlauch abgerutscht sein, der für Falschluft verantwortlich ist. Aus Ihrer Schilderung würde ich auf das Leerlaufregelventil tippen! Lassen Sie dieses Teil reinigen und beurteilen Sie dann bitte das Ergebnis: Ist alles wie vorher, kommen die anderen Komponenten in den Fokus. Diese Vorgehensweise hat sich in meiner Praxis bewährt und als die wirtschaftlichste erwiesen!


    Marco Siefert fragt:


    Wenn ich mit meinem Citroen C2 (73 PS, Bj. 2004) anfahre, fängt der Wagen - sobald ich in den 2. Gang schalte - an zu ruckeln. Entweder fahre ich dann ein paar hundert Meter so, oder ich schalte kurz zurück in den ersten und dann wieder in den zweiten, dann geht’s wieder normal. Das Phänomen ist unabhängig von der Außentemparatur oder Luftfeuchtigkeit. Hab schon neue Software aufspielen lassen. Woran kann das sonst noch liegen?


    Autopapst Andreas Kessler antwortet: Die Software und das Steuergerät fallen ja offenbar aus; es bleiben die div. Sensoren, die das Steuergerät mit Informationen über den Last- bzw. Motorzustand versorgen. Wesentlichen Anteil an dieser Datenflut dürfte der Luftmengenmesser sein. Die Werkstatt wird den versuchsweise auswechseln wollen; in Ihrem Fall ist das aber wohl noch eine Garantiesache. Also: Viel Erfolg und gute Fahrt!

    Ute Schwenz fragt:

    Ich fahre einen Ford Mondeo. Wenn ich ihn starte springt er sofort an, aber nach ca. 500 Meter beim Bremsen fällt die Drehzahl komplett runter und er geht aus. Ich muss dann ein paar mal aufs Neue starten, bis er wieder anspringt. Dann fahre ich weiter, die Temparaturanzeige zeigt warm an, fällt aber dann auch runter, so als ob er kalt wäre. Können Sie mir weiterhelfen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Lassen Sie die Steckverbinder an den Temperaturfühlern prüfen! Wenn alles sitzt, sind die Fühler defekt; das ist keine große Sache und bezahlbar. Gute Fahrt!

    Lars fragt:

    Hallo Autopapst! Mein Ford Escort Bauj.93 spinnt zur Zeit! Wenn der Motor bei mir kalt ist (also am morgen), läuft der wie eine 1. Aber sobald er warm ist, zieht er nicht mehr. Bei 140 ist dann Schluss und Durchzug wenn er warm ist, hat er auch nicht mehr! Ich habe den Auspuff und Öl gewechselt. An was kann es liegen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet: Hallo Lars, leider hast Du nicht geschrieben, welcher Motor in Deinem Escort wohnt! Der 1,4 Liter mit 55 kW ist z. B. eine lahme Gurke, da sind die von Dir genannten Werte schon fast normal....(nicht ganz ernst gemeint). Spontan fiel mir beim Lesen der Frage die Ansaugluft-Vorwärmung ein: Ist die auf «Sommerbetrieb» gestellt (bzw. ist die automatische Umstellung noch o.k.)? Im Extremfall saugt der Motor im warmen Zustand die Verbrennungsluft direkt über dem Auspuffkrümmer an, und diese heiße Luft ist nicht sehr sauerstoffreich. Leistungsexplosionen sind da nicht zu erwarten. Leider gibt es aber noch mindestens 5 denkbare andere Ursachen für Dein Problem. Sie müssen nicht kompliziert sein; vielleicht hilft der Blick eines Profis unter die Haube in Deinem Fall weiter....

    Ulrike Seedorf fragt:

    Ich fahre einen Opel Astra F CC, Benziner, Baujahr 1995. Nach kurzer Fahrt bei feuchtem Wetter und einer Standzeit von 30-40 Minuten springt das Auto ab und zu nicht an. Nach einer Wartezeit von 15 Minuten spring der Astra dann aber wieder an. Dieses Problem besteht seit Kauf des Wagens 1995.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet: Die Lösung ist typisch Opel: Ihr Auto stammt noch aus der Zeit des großen Kostendrückers Lopez, der der Marke Opel einen Stoß versetzt hat, von der sie sich bis heute noch nicht erholt hat! Die Steckverbinder (Pfennigteile) sind damals teilweise so billig ausgeführt worden, das sie entweder nicht auf ihren Steckerfähnchen hielten oder schlicht abrosteten. In Ihrem Fall wird der Stecker eines Motortemperaturfühlers durch Korrosion einen so starken Übergangswiderstand am Steckkontakt haben, das dem dem Steuergerät ein falscher Wert übermittelt wird. Dieses Problem tritt verstärkt bei feuchter Witterung auf. Das Steuergerät «denkt» dabei, der Motor wäre kalt. Dadurch sorgt eine im Vergleich zur Motortemperatur zu große Einspritzmenge für ein überfettetes Gemisch und das Auto springt nicht an. Nach längerem Orgeln wird der «falsche» Temperaturwert durch ein «Notprogramm» überschrieben, der Motor bekommt ein startfähiges Gemisch und nimmt die Arbeit auf. Lassen sie den Anschluß zum Motortemperaturfühler überprüfen bzw. den ganzen Motortemperaturfühler wechseln!!

    Klaus Wolf fragt:

    Hallo ich fahre einen Ford Fiesta Baujahr 1998, und habe folgendes Problem: Nach dem Gas geben bleibt die Drehzahl hängen und geht dann nach kurzer Zeit wieder auf die normale Drehzahl zurück. Der Leerlaufregler wurde von einer Ford Werkstatt gereinigt.

    Andreas Kessler antwortet:
    Und was ist mit dem Leerlaufsteller und dem Drosselklappenpotentiometer? Von den drei in Frage kommenden Komponenten der Leerlaufregelung sind also noch zwei übrig... Da müssen die Jungs wohl «noch mal bei».....

    Peter fragt:

    Hallo, ich fahre einen Honda CRX Del Sol,, Baujahr 94, Benziner, mit Handschaltung. Mein Problem liegt darin, dass das Auto im Sommer so ab 15 Grad sehr schlecht oder gar nicht anspringt. Oft ist es so, dass es beim ersten Mal problemlos startet. Wenn ich dann aber drei Kilometer gefahren bin und das Auto zum Tanken abstelle, geht das Auto einfach nicht mehr an. Ich probiere zu starten, der Motor geht kurz an und dann wieder aus. Ich muss dann mehrfach probieren, ehe das Mobil wieder anspringt. Das ganze dauert zwischen einer und 15 Minuten. Als ich wirklich 15 Minuten gebraucht hatte, war die Batterie auch fast leer. Der Anlasser dreht einwandfrei. Bei dem 15-minütigen Prozedere habe ich dann etwas Motorstarter an die Zündkerzen und in den Luftfilterschlauch gesprüht, dann ging er wieder an. Aber das kann nur Zufall sein. Gewechselt habe ich bislang die Zündverteilerkappe, geguckt ob Benzin ankommt und ob ein Funke da ist. Im Winter wie gesagt habe ich damit keinerlei Probleme. Ich war auch schon in einer Werkstatt und die konnten leider nichts finden. Ich bin ratlos.

    Andreas Kessler antwortet:

    Die Lösung ist typisch Honda: Der Motortemperaturfühler ist defekt und gaukelt dem Steuergerät einen kalten Motor vor. Dadurch sorgt eine im Vergleich zur Motortemperatur zu große Einspritzmenge für ein überfettetes Gemisch und das Auto springt nicht an. Nach längerem Orgeln wird der «falsche» Temperaturwert durch ein «Notprogramm» überschrieben, der Motor bekommt ein startfähiges Gemisch und nimmt die Arbeit auf. Lassen sie den Motortemperaturfühler wechseln!!

    Alexander Nuhnen fragt:

    Hallo Herr Kessler! Ich habe einen VW BORA 1,6 16V (EZ 06/2002), bei dem der Motor nicht in Ordnung zu sein scheint. Problem Nr.1 ist, das ich des Öfteren (komischer Weise sehr unregelmäßig und eher bei kälteren Temperaturen) Probleme mit der Leerlaufdrehzahl habe, d.h., dass nach einer Weile fahren plötzlich die Leerlaufdrehzahl sehr ungleichmäßig ist und sich regelrecht «aufschaukelt» und wieder abfällt. Wenn ich dann nicht einfach mal Gas gebe, geht der Wagen aus. Das ist mir sogar schon auf der Autobahn beim langsamen Schalten passiert. Ich war in einer Werkstatt. Dort wurde mir gesagt, dass die Ventildeckel «zugerußt» wären. Die Mechaniker haben dann den Ventildeckel mit einer Flüssigkeit besprüht, daraufhin fuhr der Bora wieder. Dabei hat der Austausch-Motor gerade 18.000 Kilometer gefahren. Zudem höre ich beim Beschleunigen eine Art «Dieselnageln»). Was ist das?

    Andreas Kessler antwortet:

    Die Ventildeckel sind es wohl kaum; zumal der Bora nur einen davon hat... Sie meinen sicher das Leerlaufregelventil, das wirklich ab und zu mal «zugesetzt» ist. Die Frage ist, ob es noch gereinigt werden kann oder ob es ausgetauscht werden muss. Das muss die Werkstatt klären. Jedenfalls kann das die Ursache der von Ihnen beschriebenen Erscheinungen sein.

    Das zweite angesprochene Problem ist offenbar ein Motorklingeln, das Ihr Bora aber eigentlich nicht haben dürfte. Ich vermute hier einen defekten oder nicht angeschlossenen Klopfsensor, durch den indirekt die Qualität des getankten Kraftstoffes an die Motorsteuerung gemeldet wird. Probieren Sie mal einen Tank mit Super plus. Wenn der Motor dann nicht mehr klingelt, trifft meine Diagnose höchstwahrscheinlich zu!

    Gerhard Schindler fragt:

    Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Golf 4 1,4 16V Baujahr 98., 85.000 km. Ich höre im Leerlauf ein Geräusch, das einem Diesel gleicht. Es hört sich an wie ein Knacken, das bei Drehzahlerhöhung verschwindet. Im Leerlauf kommt es sofort wieder. Ich war heute in der Werkstatt, es wurde der Zahnriemen überprüft und festgestellt, dass er ausgetauscht werden muss, ebenso sämtliche Spanner und Rollen und die Wasserpumpe. Vorhin hat mich die Werkstatt angerufen und berichtet dass die Teile ausgetauscht wurden aber das Knacken nicht weg ist und ein neuer Motorblock fällig sei...Was ist Ihre Meinung?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Lieber Herr Schindler, das «Knacken», vom dem Sie sprechen, ist wahrscheinlich ein Pleuellagerschaden. Dieser Schaden führt zu klackernden Geräuschen im Leerlauf, die der Laie als «dieselähnlich» beschreibt. Die Werkstatt hat den Zahnriemen gewechselt, weil Sie dachte, das Geräusch wäre ein Motorklingeln wegen bereits verstellter Steuerzeiten. Das ist zwar löblich, führte aber außer erhöhten Kosten für Sie zu nichts. Die Werkstatt wird jetzt sagen, ohne diese Vorabmaßnahme wäre keine ordentliche Diagnose möglich gewesen. Pech für Sie.... Einen neuen Motorblock brauchen Sie nicht, eher neue Pleuellager und ggf. eine überholte Kurbelwelle. Lassen Sie sich von der Werkstatt ein Kostenangebot machen. Parallel würde ich mir einen gebrauchen Motor über www.renet.de anbieten lassen. Vergleichen Sie dann den Preis für das gebrauchte Aggregat mit den Kosten für die Motorüberholung. Der Rest (Motoraus- und -einbau) dürfte gleich bleiben.

    Monika Höcherl fragt:

    Hallo, ich fahre einen Ford Focus 1,6 DBW, Baujahr 1998. Ich habe folgendes Problem: Ich wollte meinen PKW starten und es machte aber nur noch Klick. (Ein paar Stunden zuvor hatte ich kurze Schwierigkeiten beim Starten, aber er sprang dann doch an, aber das Radio ging nicht mehr an.) Beim Fremdstarten machte er auch nur noch klick klick. Nach ca. einer halben Stunde probierte ich es ohne Fremdstarten noch einmal u. er sprang problemlos an. Woran kann es liegen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet: Liebe Monika, kontrollieren Sie zunächst das Massekabel vom Minuspol der Batterie zur Karosserie Ihres Focus. Entweder ist das Kabel gebrochen oder die Kontaktstelle zur Karosserie ist lose und / oder so korrodiert, das kein elektrischer Kontakt zustande kommt. Sollte sich diese Vermutung bestätigen, reicht abschrauben, säubern und die mit Kupferpaste versehene Neuverschraubung zu prüfen. Wenn das nicht hilft, kommen noch die Kabelverbindungen zwischen Batterie und Anlasser oder die Schaltkontakte am Lenk-Anlassschloss als Übeltäter in Frage.

    Thomas Dürfahrt fragt

    Mein Golf IV 1,6 74 KW, EZ 08/98, hat seit ein paar Tagen Startprobleme, wenn er warm ist. Bei kaltem Motor ist alles wunderbar, aber wenn ich den Wagen kurz abstelle (egal ob zwei oder 60 min) springt er ganz schlecht an. Wenn der Motor dann doch läuft, geht er häufig direkt wieder aus, läuft mit hoher Drehzahl, obwohl ich kein Gas gebe, oder hat starke Drehzahlschwankungen. Diese halten dann auch über einen längeren Zeitraum an. Nach einem Kaltstart kann ich aber auch mehrere hundert Kilometer problemfrei fahren. Worauf lassen sich diese Problem beim Starten mit warmen Motor zurückführen? Vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet: Das ist mal wieder so ein gemeiner Elektronik-Fehler! Ich tippe auf den Motortemperaturfühler, der im «lauwarmen» Bereich falsche Werte an den Einspritzcomputer übermittelt. Lassen Sie den (oder die, vielleicht gibt es zwei, die sich negativ beeinflussen!) prophylaktisch auswechseln. Danach kann man eigentlich erst richtig diagnostizieren!

    ||Thomas D. fragt:

    Hallo! Ich fahre einen Fiat Tipo Bj.1991 2.0i.e. 83kW / 113PS. Seit kurzem habe ich das Problem, dass der Wagen im kalten Zustand kein Standgas mehr hält. Sprich: Ich muss ca. die ersten 5 Minuten (bis er warm ist) auf dem Gas bleiben, weil er sonst aus geht. Er war auch schon lange in der Werkstatt, gefunden haben die den Fehler nicht. Überprüft wurden: DK-Poti (auch ausgetauscht), Temeratursensor-Steuergerät-Dichtheit der Schläuche. Wenn der Wagen warm ist, läuft er ohne Probleme! Könnte es die Lambdasonde sein? Was könnte ich noch überprüfen? Ich habe gelesen, dass man eine entzündliche Flüssigkeit z.B. zwischen Krümmer und Motorblock sprühen kann, um zu sehen, ob er doch irgendwo falsch Luft zieht? Haben Sie da noch einen Tipp? Kann das auch mit der Schubabschaltung zusammen hängen? Wenn ich längere Zeit ohne Gas fahre (bergab rollen im Gang) geht er mir immer aus, wenn ich am Schluss nicht 1-2. kurz auf das Gas gehe. Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Danke für Ihre Hilfe im Voraus!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Ich würde mich an Ihrer Stelle mal mit den drei Zündungs-K (Kerzen, Kabel, Kappe) beschäftigen! Ihre Beschreibung lässt mich auf die Verteilerkappe mit Verteilerfinger tippen. Wenn Sie aber schon mal an der Zündung basteln, können die Kerzen und die kompletten Zündkabel incl. Stecker auch gleich `raus. Ich wette, dann bleibt er auch im Leerlauf an.

    Bettina fragt:

    Mein Ford Escort gab vor einem Monat mitten auf der Straße seinen Geist auf. Erste Anzeichen: Aufblinken des ABS und dann ging gar nichts mehr. ADAC und Werkstatt diagnostizierten defekte Lichtmaschine. Also eine neue eingebaut. Gestern das gleiche Spiel mitten auf der Autobahn: ABS leuchtete auf, er zog nicht mehr richtig und ich fuhr wieder nur auf Batterie - dann stand ich auch schon wieder. ADAC meint: Lichtmaschine?!?! Was ist los?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Das hatte ich auch einmal, mit dem Mercedes 200 D /8 einer Freundin. Nach der zweiten gebrauchten und der dann ersten neuen Lichtmaschine ohne Besserung (die Ladekontrolle ging manchmal - nicht immer!! - einfach nicht aus) habe ich mir mal die Kabel angesehen: Und siehe da, direkt am Stecker an der Lichtmaschine war ein Kabelbruch. Ein Lötkolben und etwas Akrobatik in der Tiefe des Motorraumes lösten das Problem...Schade um die drei Lichtmaschinen, die ich weggeworfen hatte!

    Frank Stark fragt:

    Guten Tag Herr Kessler! Ich Fahre einen Ford Fiesta 1.1L, Baujahr 95. Mit diesem Auto hatte ich bisher wenig Probleme bzw. keine die nicht selber hätte lösen können. Allerdings habe ich jetzt ein Problem mit der vorderen rechten Bremse: Sie läuft nämlich relativ schnell warm. Ganz schlimm war es gestern (Darum schreibe ich Ihnen auch heute), als ich bei dichtem Verkehr (und somit auch vielen Bremsmanövern) 30 Kilometer in eine andere Stadt fuhr und die Bremse nicht nur warm, sondern richtig heiß gelaufen war! Das merkte ich, als ich anhielt, weil ich mich darüber wunderte dass der Wagen beim Bremsen immer sehr stark nach links gezogen hat. Mir war zwar gleich klar, dass es die vordere rechte Bremse sein musste, aber ich dachte nicht an ein heißlaufen. Die Bremse hatte zu meinem Erstaunen zu diesem Zeitpunkt auch schon soweit dicht gemacht, so dass man sogar bei einem leichten Gefälle nicht mehr einfach losrollte! Ich habe nun gewartet, bis sich die Bremse wieder abgekühlt hatte, und sie funktionierte am Anfang wieder ohne Probleme!?

    An was kann das liegen, dass nur diese eine Bremse solche Zicken macht und alle anderen normal bleiben? Und warum hat auch nur die eine Bremse blockiert, obwohl es doch beim Auto einen Ausgleichsbehälter für die Bremsflüssigkeit gibt?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Lieber Herr Stark, entweder ist der Bremssattel auf der «heißen» Seite korrodiert (durch einen zu hohen Wassergehalt der Bremsflüssigkeit rosten die Bremskolben regelrecht in ihren Führungen ein!) oder es ist eine Bremsleitung (ebenfalls auf der «heißen» Seite) gequollen und lässt nach Entlastung des Bremspedals den Bremsdruck nicht absinken. In beiden Fällen müssen die verdächtigen Teile ausgetauscht werden; ich würde zunächst mit der Bremsleitung anfangen (die ist billiger als ein Bremssattel!). Wenn das nicht hilt, muß der Sattel dann aber doch `raus.....

    Johann fragt:

    Ich fahre einen VW-Bus, Baujahr 87, 1,6 Liter Turbodiesel, Schaltgetriebe. Das Auto springt nach längerem Stehen (über Nacht) immer schlechter an oder gar nicht. Wenn es gelaufen ist, gibt es keine Schwierigkeiten. Was kann der Fehler sein?

    Andreas Kessler antwortet:

    Antwort: Hört sich sehr nach Vorglühanlage an! Zuerst sollten Sie die 50A-Sicherung im Motorraum prüfen, die ist vielleicht durchgebrannt oder an ihren Verschraubungen gelockert oder korrodiert. Wenn hier alles in Ordnung ist, ist die Stromschiene für die Glühkerzen an der Reihe: Alles vorhanden und fest? Schließlich bleibt noch das Vorglührelais oder ein verstellter Einspritzbeginn der Einspritzpumpe (oder noch etwas anderes....).

    Heike Dürrhauer fragt:

    Ich fahre seit «kurzem» einen Ford Escort Ghia, Baujahr 1996. Beim Kaltstart tritt immer wieder das gleiche Problem auf. Bei getretener Bremse und Einlegen einer Fahrstufe geht mir der Motor manchmal aus. Ganz schlimm ist es, wenn ich nach dem Kaltstart rangieren muss!! Getriebeöl und -sieb wurde schon gewechselt. Ansonsten läuft er super!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Vielleicht ist in der Verbindung zwischen Saugrohr und Bremskraftverstärker ein Leck? Wenn Sie auf die Bremse treten, kann der Unterdruck aus dem Saugrohr über den Bremskraftverstärker entfleuchen und für eine zu starke Gemischabmagerung sorgen. Wichtig ist diesem Zusammenhang eigentlich nur der Bremskraftverstärker. Wenn sich am «Fußgefühl» beim Bremsen etwas ändert, muss der Escort sofort in die Werkstatt. Mit Bremsproblemen spaßt man nicht; der Schönheitsfehler «Ausgehen beim Rangieren» wird dabei automatisch mit abgestellt.

    Barbara Gaef fragt:

    Hallo, ich habe einen Ford Mondeo Kombi, Baujahr 1995. Ich hatte ihn zwei Wochen nicht gefahren. Die Bremsscheiben haben in der Zeit etwas Rost angesetzt. Jetzt zieht er beim Bremsen nach links und das schon, wenn ich nur 50 km/h fahre. Vorher hatte ich nie Probleme mit den Bremsen.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Entwarnung, Frau Graef! Das ist nach kühlen Nächten mit Tau auf den Wiesen völlig normal. Nach drei bis fünf Bremsungen ist der Flugrost wieder herunter gebremst und alles ist vorher! Sollten Sie allerdings auf einer Bremsscheibe richtige Rostnarben entdecken, ist wahrscheinlich der entsprechende Bremssattel fest und das Auto ein Fall für den Bremsendienst.

    Tolga fragt:

    Hallo, mein Auto ist ein Opel Kadett GSI, 1,6 Benziner, Baujahr 1990. Vor einem Monat habe ich das Auto in ordnungsgemäßen Zustand gekauft. Jetzt springt er schlecht an und geht immer wieder aus. Ich habe den Vergaser komplett gesäubert. Das brachte auch nichts. Ein Bekannter hat dann einen Stecker abgezogen und wieder angesteckt. Dann fuhr das Auto wieder. Ich habe auch den Akku getauscht. Beim Aktivkohlefilter, der Spule, dem Leerlaufregler, Druckregler und der Steuerelektronik wurden keine Fehler erkannt. Der Wagen spritzt zudem zu viel Benzin, auch wenn die Drosselklappe zu ist.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Mein Gott, Tolga! Wer soll aus diesem Wust von Reparaturversuchen überhaupt noch eine Spur zum Defekt finden! Jedenfalls ist die Batterie nicht ursächlich verantwortlich für die Startprobleme. Diese Ausführung des Rüsselsheimer Dauerläufers hatte offenbar einen elektronisch geregelten Vergaser (nur so war die Gemischfabrik vor 15 Jahren Kat-tauglich zu machen). Diese Dinger entziehen sich heute eigentlich einer planvollen Reparatur, weil meistens keine Unterlagen und / oder Spezialkenntnisse mehr vorhanden sind. Auch meine sind auf diesem Gebiet wegen der relativen Seltenheit der elektronischen Vergaser recht beschränkt. Wenn ich Eigentümer des Kadetts wäre, würde ich mir einen anderen mit identischer Technik zum Ausschlachten hinstellen und solange die Komponenten wechseln, bis er wieder läuft! Den Rest kann man dann bei E-Bay mit Gewinn versteigern.... Viel Spaß dabei!

    Benjamin Volkmann fragt:

    Ich fahre einen Ford Fiesta, Bj. 96 und habe das Problem, dass er sporadisch ausgeht wenn man die Kupplung drückt. Des weiteren nimmt er während der Fahrt das Gas nicht an, obwohl alle Zylinder laufen. Ich habe ihn in der Werkstatt gehabt und dort wurden schon zwei Ventile getauscht. Hat alles nichts geholfen. Haben Sie noch eine Lösung?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Das könnte an der Lambda-Sonde liegen, die falsche Werte an den Einspritzcomputer liefert. Besorgen Sie sich eine für Ihren Fiesta passende, gibt es günstig im Internet. Tauschen kann Sie jeder selbst, der genügend Geduld zur Abkühlung des Motors und das geeignete Werkzeug hat

    A. Michel fragt:

    Ich habe einen Opel Frontera 2.2 TDI Ecotec Bj. 2000. Wenn ich dieses Fahrzeug auf der Autobahn beschleunige, leuchtet die Motorstörlampe auf und das Fahrzeug hat keine Leistung mehr und kann nur noch mit etwa ca. 100 - 120 km/h gefahren werden. Vielleicht könnten sie mir weiter helfen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Ich tippe auf die Steuerung des Ladedrucks oder auf den Turbolader! Hören Sie in diesen Fällen komische Geräusche, die mit der Gaspedalstellung variieren? Dann ist es die Abgasturbine selbst; wenn nicht, ist es «nur» die Elektronik

    Emanuel Pinwart fragt:

    Ich habe ein Problem mit meinem Golf III, Benziner, 60 PS, Baujahr 1996, 115.000 km. Im ganz kalten Zustand ruckelt er beim Beschleunigen und hat kaum Leistung. Erst nach ca. fünf Minuten ist das Problem vorbei. Liegt das an den Zündkerzen? Falls ja, kann ich die selber austauschen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Mit den Kerzen liegen Sie gar nicht so schlecht! Zusätzlich würde ich auch noch die Verteilerdose mit Läufer und die Zündkabel wechseln. Alle genannten Teile sind für den Golf recht wohlfeil und an fast jeder Ecke käuflich zu erwerben (auch in Läden, an denen kein VW-Logo klebt!). Der Wechsel ist für den einigermaßen geschickten Bastler kein Problem; das gilt auch für Anfänger, die sich ein gutes Buch über den Golf aus dem Kaufhaus geholt haben.

    Tobias Hess fragt:

    Ich habe einen Ford Escort 1.6 Limousine 16V, Baujahr 1997. Mein Problem liegt darin, dass mein Auto unregelmäßig schlecht oder teilweise gar nicht mehr anspringt. Es kündigt sich meistens damit an, dass er beim Gas geben ruckelt, als ob er abregelt. Und meistens bei fallender Temperatur (bilde ich mir ein). Die Fordwerkstatt findet den Fehler nicht, wechselte aber Luftmassen

    Ich möchte mir einen gebrauchten Kombi kaufen (der Golf II wird zu klein). Dabei bin ich auf einen Opel Vectra Caravan 1.6 mit etwa 100.000 Kilometern Laufleistung gestoßen. Ich habe mit dem Vorbesitzer gesprochen: Der Wagen hatte wegen des hohen Ölverbrauchs bei 90.000 Kilometern einen neuen Motorblock (Opelwerkstatt) bekommen. Allerdings wurde der alte Zylinderkopf mit eingeschliffenen Auslassventilen wieder aufgesetzt. Soll man so ein Auto kaufen oder lieber die Finger davon lassen?

    «Autopapst» Andreas Kessler antwortet:

    Wenn die Reparatur noch nicht zu lange her ist (Gewährleistung!!) und durch eine Rechnung belegt ist, spricht eigentlich nichts gegen den Kauf. Allerdings wird dieser «neue» nicht ganz so anspruchslos und stressfrei zu halten sein wie der Golf (was keine Wertung des Opels sein soll, eher eine Lobpreisung des «Gusseisernen» aus Wolfsburg). Prüfen Sie bitte in jedem Fall die Angaben des Verkäufers möglichst genau nach.

    Mirko Ritter fragt:

    MeinVW Golf II (BJ 91, 54 PS, 300.000 km) hat folgendes Problem. Er startet oft erst nach langem «orgeln» und läuft auf den ersten Kilometern sehr unruhig, als ob er kein Gas annehmen würde. Nach etwa fünf Minuten Fahrzeit läuft er aber wieder ganz normal. Komischerweise tritt das Start-Problem nicht regelmäßig auf und scheint nicht abhängig vom Wetter zu sein.

    «Autopapst» Andreas Kessler antwortet:
    Die Leistungsangabe und die astronomische Laufleistung lässt mich einen Diesel vermuten! Nach Ihrer Schilderung tippe ich auf ein Leck in der Kraftstoffanlage; die Einspritzpumpe zieht von irgendwoher Luft ins System, die über die Zwangsentlüftung erst wieder «entsorgt» werden muss. Prüfen Sie an den (hoffentlich noch) transparenten Dieselschläuchen an der Einspritzpumpe, ob Luftblasen zu sehen sind. Wenn ja, heißt es: Such’ das Leck ...

    M. Fontana fragt:

    Bei meinem VW Golf IV 1,8 T lässt sich bei laufendem Motor kein Gang einlegen. Ist der Motor aus, geht die Schaltung, bis auf den Rückwärtsgang, normal.

    «Autopapst» Andreas Kessler antwortet:
    Bei Ihnen trennt die Kupplung nicht mehr! Ob die Kupplung selbst defekt ist oder nur die Ausrückmechanik, kann ich nicht sagen. Letzteres ist aber häufiger und billiger zu reparieren ...

    Günter Stein fragt:

    Ich fahre einen Ford Mondeo V6 Automatic, Baujahr 1997. Während der Fahrt leuchtet die Overdrive-Kontrolleuchte immer wieder auf. Nun schaltet das Automatikgetriebe zwischen der ersten und zweiten Schaltstufe sehr hart. Zwischen den anderen Gängen ist alles normal. Nach kurzer Zeit funktioniert aber wieder alles wie gewohnt. In der Werkstatt wurde keine abgespeicherte Fehlermeldung festgestellt.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Offenbar schaltet sich das Overdrive auch in den Gängen eins und zwei zu, was nicht normal ist. Genau dagegen soll nämlich ein Schalter (ähnlich wie der Rückfahrscheinwerfer-Schalter im Getriebe) wirken - ich tippe mal auf einen Wackelkontakt an diesem Schalter (daher auch das «Blinken» der Kontroll-Leuchte!). Ob der Schalter im Fehlerspeicher abgefragt wird, weiß ich leider nicht ...

    Martin L. fragt:

    Ich habe mir einen Ford Focus Ghia Baujahr 99 zugelegt. Das Auto ist in einen sehr guten Zustand. Mit fällt nur auf, das der Wagen auf der Autobahn ab etwa Tempo 130 km/h anfängt zur ruckeln, besser gesagt zu vibrieren. Ab 160km/h etwa legt sich das wieder. Kann das vielleicht an den nagelneuen Reifen liegen, die noch «eingefahren» werden müssen? Oder wo steckt das Problem?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Wenn es ein Reifenproblem wäre, würden sich Unwuchten im Bereich zwischen 80 bis 110 km/h bemerkbar machen. Haben Sie den festen Sitz der Radmuttern kontrolliert? Ich habe das Gefühl, dass die Räder auf den Naben «wackeln» und sich bei höherer Geschwindigkeit wieder «zentrieren». Bitte schnell nachprüfen ...

    Peter Leuschner fragt:

    Bei meinem VW Golf Baujahr 97, tauchte vor etwa drei Monaten gelber Schlamm unter dem Öldeckel auf. Gleichzeitig fehlte etwa 200 ml Kühlflüssigkeit. In der Werkstatt sagte man mir, der Schlamm bildet sich durch Kondenswasser, das sich ansammelt, weil der Wagen nur Kurzstrecke gefahren wird. Es wurde eine Motorspülung und ein Ölwechsel gemacht, aber nach zwei Wochen war der Schlamm wieder da, ungefähr ein Esslöffel voll, und ich musste erneut 200 ml Kühlflüssigkeit nachschütten. Kann die Zylinder- kopfdichtung defekt sein ?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Ich glaube, die beiden Befunde haben nichts miteinander zu tun! Die Werkstatt liegt mit ihrer Einschätzung «Kondenswasser» richtig; die Spülung war sicher nicht notwendig. Sie müssten nur Ihre Fahrgewohnheiten ändern (der Motor muss ab und zu mal richtig heiß werden, dann verdampft das Wasser von allein). Die kleine Menge Kühlwasser (etwa ein Wasserglas), die fehlte, ist sicher auf eine «Überfüllung» des Vorratsbehälters zurück zu führen. Das «Zuviel» wird über den Überlauf aus dem System gedrückt, und wenn Sie dann wieder auffüllen, wird wieder gedrückt ... Die Zylinderkopfdichtung würde bei Defekt jedenfalls deutlicher auf sich aufmerksam machen. Also: Behalten Sie das alles im Auge, wenn schneller mehr Wasser verloren geht, wird es ernst!

    Martin Kluge fragt:

    Mein VW-T3 (1,6l TD) Baujahr 1985 springt wenn er kalt ist problemlos an und fährt auch anstandslos. Wenn ich ihn jedoch abstelle, habe ich den Eindruck, er muss sich erst abkühlen bis er wieder anspringt. Danke!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich Ihr Problem richtig verstanden habe: Es hört sich für mich nach völliger Funkstille nach längerer Fahrt an. Als langjähriger VW-Bus-Fahrer und Fan fällt mir da spontan der Anlasser bzw. dessen Magnetschalter ein! Durch die relative Nähe zum oft sehr heißen Heckmotor (und natürlich auch durch das inzwischen erreichte Alter Ihres Bully) dürfte der Magnetschalter durch Wärmeverzug bei heißem Motor den Anlasser weder einrücken noch in Betrieb setzen. Probieren Sie einfach einen anderen Anlasser aus (kostet neu im Internet ca. 100 Euro); wahrscheinlich ist dann auch wieder ein «Heißstart» möglich.

    Ulf Birnbaum fragt:

    Guten Tag Herr Kessler, habe da ein Problem mit der Kardanwelle an einem alten VW T3 Syncro. Ich hatte Vibrationen ab 60 km/h, eine Werkstatt tippte auf die Kardanwelle/Kreuzgelenke. Ich habe das in einem Werk reparieren lassen, es vibriert aber nach dem Einbau genau wie vorher. Was ist beim Einbau zu beachten, wenn die Welle frisch aus dem Werk kommt? Wie ist sie auszurichten. Die Markierungen sind weg, weil im Werk übergepinselt wurde. Oder kann es an den Getrieben liegen? Danke für Ihre Bemühungen. Gruß Ulf.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Hallo Ulf, man kann die Ursache durch einen einfachen Test einkreisen: Die Kardanwelle muss noch einmal ausgebaut werden; dann den Bus fahren (nur mit Heckantrieb....). Wenn die Vibrationen dann noch da sind, ist es eine Unwucht in der Viscokupplung. Sind die Kreuzgelenke in der Kardanwelle erneuert worden? Sie dürfen bei Bewegungen mit der Hand keine Rastmarken haben! Beim Einbau einer überholten Kardanwelle ist bei Beachtung der üblichen Regeln der Technik kaum etwas falsch zu machen.

    Sigrid Platz fragt:

    Wir haben seit Ende November einen neuen Ford Mondeo Diesel Automatik Seit ca. sechs Wochen hören wir ungewöhnliche Fahrgeräusche. Ich war in der Werkstatt und wurde zuerst abgespeist damit, dass ich mir das nur einbilde. Nach einer Woche war ich wieder dort, weil das Geräusch immer noch da war. Es wurde eine Schraube gefunden, die angeblich von der Verkleidung käme ich solle die nächste Woche noch mal kommen. Dann wurde ein Fehler beim Riemenspanner festgestellt. Ich sollte nächste Woche wieder kommen. Sonntag abend darauf: Elektronikausfall, alle Lichter gingen an. Der Wagen ist jetzt wieder in der Werkstatt. Ist das noch zumutbar , dass ich Urlaub nehme um den «Neuwagen» reparieren zu lassen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Sie haben offenbar zwei Probleme: Zum einen: einen Fast-Neuwagen mit diversen kleinen Macken, zum zweiten eine Werkstatt, die den Umgang mit ihren Kunden nicht richtig drauf hat! Bei Ihrem nächsten Besuch in der Werkstatt würde ich mir mal den Kundendienstmeister in eine ruhige Ecke ziehen und ihm folgendes erklären: - Sie haben vor einem halben Jahr für viel Geld ein neues Auto gekauft. - Jetzt hat das Auto technische Mängel, die die Werkstatt abstellen soll - Die Werkstatt hat damit Probleme und kommt nicht zum Ziel - Sie haben keine Lust, keine Zeit und keine Geduld mehr und wollen die Werkstatt wechseln.

    Mit dieser Argumentationskette dürfte dem Mann ein Licht aufgehen! Geben Sie ihm schließlich eine letzte Chance, nicht ohne nach einem kostenlosen Ersatzwagen für die Zeit der Reparatur zu fragen. Ihr Auto kann sicher auch bei Ihnen zuhause abgeholt werden, die Werkstatt wirbt schließlich mit ihrem überdurchschnittlichen «Dienst am Kunden»..... Wenn die technischen Probleme an Ihrem Mondeo nicht verschwinden, können Sie auch mal die Vokabel «Rückabwicklung» fallen lassen; die beflügelt eine Werkstatt in aller Regel etwas!

    Ulf Böhme fragt:

    Hallo, ich habe einen Nissan Primera BJ. 99m, 1.6l, 100 PS mit einer PropanGAS Umrüstung von Zavoli (Italien). Seit der Umrüstung im Jahr 2002 bin ich 13.0000 Kilometer gefahren. Derzeit spinnt bei starken Regen die Propangaszufuhr und der Motor ruckelt, obwohl der Tank noch voll ist. Beim Umschalten auf Benzin ist der Fehler weg. Sobald der Regen aufhört geht alles wieder. Im Motorraum ist alles trocken an der Anlage. Bei starken Regenverwirbelungen tritt der Fehler am häufigsten auf.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Der Fall dürfte einigermaßen klar sein: Die Elektronik der Propangaseinblasung könnte (wahrscheinlich an der Steckverbindung des Steuergerätes) ein Nässeproblem haben! Zur Abhilfe müssen Sie diese Steckverbindung lokalisieren, öffnen, mit Kontaktspray behandeln und nach dem Wieder zusammenstecken gegen Spritzwasser schützen. Das ist zwar nur die Theorie, führt aber praktisch ganz sicher zum Ziel. Viel Erfolg!!

    Anna Müller fragt:

    Ich fahre einen Ford Fiesta, 13 Jahre alt, Benziner, mit Gangschaltung. Seit einem Jahr habe ich Probleme mit dem Starten. Entweder ist die Batterie tot oder der Anlasser, bzw. es springt keine «Funke» über. Ich war jetzt wiederholt in der Werkstatt, habe Batterie und Zündkerzen erneuern lassen und trotzdem ist das Problem noch da.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Wenn der Anlasser beim Drehen des Zündschlüssels in Aktion tritt, ist weder die Batterie noch der Anlasser das Problem. Die Zündkerzen sind auch neu und fallen damit aus. Was bleibt übrig? Die Zündspule und/oder das Zündsteuergerät. Wenn die Werkstatt beides tauscht, weil Sie nicht weiß, was kaputt ist, kostet der Spaß ca. 150 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Wenn Sie die nötige Erfahrung zur Diagnose des Fehlers hat, etwa die Hälfte.

    Renate Andres fragt:

    Ich fahre einen Opel Corsa B, Bj 1995, Benzin (tanke aber Super), Schaltgetriebe. Seit ca. zwei Wochen geht der Motor nach dem Anhalten z.B. an der Ampel beim wieder Anfahren einfach aus. Nach Aussagen der Werkstatt wie: Sie haben sicher Diesel getankt oder der Motor ist alt und müde und Kabelfraß durch Marder, späte poröse Kabel sowie 300 Euro Kosten weiß ich einfach nicht mehr weiter. Was kann ich jetzt noch tun?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Mit den Mädchen können es die Halbgötter im blauen Kittel ja machen.... Keine Ahnung und den schwarzen Peter der Fahrerin zuschieben! Wechseln Sie unbedingt die Werkstatt, für Frechheiten wie diese auch noch zahlen zu müssen, grenzt an Betrug! Ich tippe entweder auf Nebenluft oder das allgegenwärtige Drosselklappen-Potentiometer. Leider haben Sie die Laufleistung nicht angegeben, sonst könnte ich etwas konkreter werden. Gehen Sie mit diesen beiden Vokabeln zu einer richtigen Werkstatt, dort wird man Ihnen sicher gern weiterhelfen.

    Ulrich Hawel fragt:

    Ich fahre einen Fiat Fiat Tipo, Baujahr 1991. Das Problem: Der Motor geht urplötzlich aus. Man weiß nie, wann es passiert. Man wartet eine Viertelstunde, dann springt er wieder an. Heute bin ich 70 Kilometer gefahren, da ist er gar nicht ausgegangen. Was kann das sein? Ich hoffe, Sie haben eine Idee. Dafür wäre ich sehr dankbar. Denn meine Freundin will diesen Wagen nicht mehr fahren, weil er immer im dicksten Verkehr stehen bleibt.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Haben Sie in Ihrem Tipo eine nachträglich eingebaute Wegfahrsperre? Die würde ich als erstes abklemmen, um Fehlfunktionen auszuschließen. Sollten Sie Ihren Fiat noch im serienmäßigen Zustand (also ohne Wegfahrsperre) bewegen, ist das Relais der Kraftstoffpumpe mein heißester Tipp. Da dieses Teil nicht so teuer ist, würde ich das Relais auf Verdacht wechseln. Ich bin auf das Ergebnis gespannt ...

    Andreas Grubert fragt:

    Ich habe einen Ford Mondeo. Bei einem Kaltstart geht der Motor aus, wenn ich anfahre oder wenn ich einfach nur mal kurz Gas geben sollte. Wenn ich den Motor aber im Stehen laufen lasse bis er warm ist, dann geht er nicht mehr aus.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Sie haben also Kaltlaufprobleme! Entweder zieht Ihr Ford an irgend einer Stelle Nebenluft (führt zu Gemischabmagerung) oder die Kaltleerlaufregelung funktioniert nicht richtig. Zum Suchen einer eventuellen Leckstelle im Unterdrucksystem benutze ich immer Bremsenreiniger aus der Spraydose. Damit müssen Sie die in Frage kommenden Schläuche und Dichtungen bei laufendem Motor kurz ansprühen - dreht der Motor plötzlich höher, haben Sie die Stelle! Sollten Sie hier nicht fündig werden, würde ich den oder die Temperaturfühler wechseln. Leider kann man die kaum prüfen, ein Austausch auf Verdacht ist also nicht zu vermeiden ...

    Steve Palme fragt:

    Bei meinen Peugeot 106 Baujahr 97 tropft die Ventildeckeldichtung. Kann ich die selber wechseln? Und wo bekomme ich eine neue her?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Hallo Steve, gerade so eine Dichtung bietet sich für die «first Steps» im Autoschrauben an. Die Dichtung gibt es sowohl direkt bei Peugeot als auch beim Autozubehörhändler. Da so eine Dichtung nur wenig kostet (ca. 10,-- Euro), würde ich ein Original-Ersatzteil kaufen und mir beim freundlichen Ersatzteilmann noch die Einbautipps kostenlos dazusagen lassen ...

    Torsten Morgenstern fragt:

    Hallo, ich fahre einen Saab 9-5 Automatik, 200 PS V6, Bj.1999. Seit einiger Zeit fängt das Auto immer beim Anfahren an zu ruckeln, besonders schlimm beim Rückwärtsfahren, da geht es dann meistens aus. Im Leerlauf ist alles ok, oder wenn ich vorwärts aus einer Parklücke ungehindert ausparken kann ohne Bremsen zu müssen, aber sobald ich die Bremse betätige und den Fuß vom Gas nehme, fängt er an zu ruckeln. Im Großen und Ganzen tritt es immer nur die ersten 20 Meter nach dem Starten auf, während der Fahrt ist alles normal.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Die Lösung liegt im Zusammenhang mit der Bremsbetätigung! Bei Ihrem Schweden ist entweder der Bremskraftverstärker oder die Unterdruckleitung zwischen Saugrohr und Bremskraftverstärker defekt / undicht. Lassen Sie beide Bauteile prüfen und ggf. austauschen, dann ist der Spuk vorbei.

    Hendrik Rässler fragt:

    Ich fahre ein Golf I-Cabrio, Benziner 1,8l, Bj 1993. Seit einiger Zeit verliert der Motor sporadisch Kraft, der Wagen läuft dann noch ca. 130km/h und hat einen erhöhten Verbrauch (subjektiver Eindruck). Das Problem verschwindet von selber nach einigen Kilometern oder auch nach dem Abstellen, taucht aber regelmäßig immer wieder auf, unabhängig von Feuchtigkeit oder Außentemperatur. Können Sie mir einen Tipp geben, wo ich suchen könnte? Vielen Dank im Voraus.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Ich vermute eine defekte Pulldown-Dose! Einfach auswechseln.....Es kann aber auch an der Verteilerkappe liegen; wenn diese einen Riss hat (den man unter der Abschirmblechdose nicht sieht!), kommt kaum noch ein vernünftiger Zündfunke an den Kerzen an. Die Blechdose um die Kappe würde ich einfach weg lassen. Zur besseren Diagnose sollten Sie auch die Zündkerzen prüfen: Wenn diese schwarz verrußt sind, könnte sich auch die Zündung verstellt haben (wenn das bei Ihrem Motor überhaupt technisch möglich ist...). Und noch eins: Wenn nicht bereits geschehen, erneuern Sie ruhig die 3 Zündungs-K: Kerzen, Kappen, Kabel. Oft läuft die Karre danach wieder wie neu ...

    Wolfgang fragt:


    Mein Ford Mondeo , Baujahr 2002, braucht manchmal beim Anlassen zu viele Umdrehungen - springt also nicht direkt an. In der Werkstatt habe ich das schon mal gesagt, es kommt aber immer wieder mal vor. Das passiert auch, wenn der Motor warm ist. Ich habe aber noch keine richtige Regel festgestellt.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Lassen Sie mal die Benzinversorgung überprüfen (Systemdruck, Kraftstoff-Filter). Für mich hört sich das nach einer Kleinigkeit an.....

    Klaus Massar fragt:


    Ich fahre einen Renault R19 Automatik,, Baujahr 1993. Mein Problem: Seit kurzem stelle ich fest, dass bei einem Halt nach längerer Fahrt eine Warnlampe aufleuchtet und nicht mehr ausgeht und bei der Weiterfahrt das automatische Schalten anscheinend nicht mehr funktioniert. Ich vermute, dass hier eine Fehlfunktion des Druckgebers des Automatikgetriebes vorliegt, da nach längerem Stand diese Störung nicht mehr gegeben ist, d.h., diese o.g. Lampe leuchtet beim Starten kurz auf und geht dann aus (wie es lt. Betriebsanleitung sein soll) und das automatische Schalten funktioniert wieder. Ist es angebracht, den Druckgeber auszuwechseln?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Machen Sie einen Automatiköl-Wechsel! Erst dann kann so ein Problem richtig beurteilt werden. Ich wette, dass mit neuem ATF wieder alles völlig normal funktioniert....

    Thomas Prost fragt:


    Ich fahre einen Ford Mondeo Combi Diesel mit 2,0 Liter und 115 PS, Baujahr 2002. Seit einiger Zeit zieht mein Auto von unteren Drehzahlen nicht mehr richtig, z.B. an der Ampel. Ganz extrem ist es wenn das Auto kalt ist, als ob dann ein Luftloch kommt, bricht die Leistung ein. Er braucht auch meiner Meinung nach zu viel Diesel, ca.8,5 Liter auf 100 km. Können Sie mir weiterhelfen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Haben Sie in letzter Zeit mal die Kompression messen lassen? Aus dem Bauch heraus würde ich nach Ihrer Schilderung auf undichte Ventile tippen. Wenn die Messung schlechte Werte ergibt, sind die Zylinder mit den Ausreissern nach unten diejenigen, an denen der Ventilzustand zu überprüfen ist.

    Mario Blankenstein fragt:


    Bei meinem Peugeot 605 SRDT Automatik, Baujahr 19993, schaltet seit knapp drei Wochen die Automatik viel früher als sonst in den nächst höheren Gang. Am extremsten ist es beim Anfahren, da kann es sein, dass nach knapp einer Autolänge bereits in die nächste Fahrstufe geschaltet wird. Wenn der Motor kalt ist, tritt das Phänomen seltener auf, je wärmer er wird, desto öfter kommt es dazu. Im normalen Fahrbetrieb lässt sich aber sonst kaum ein Unterschied feststellen (keine Geräusche, kein erhöhter Verbrauch oder ähnliches). Das Getriebeöl habe ich zwischenzeitlich wechseln lassen, das brachte aber nichts. Zwischendurch fährt er dann aber auch mal wieder völlig normal an. Das Problem kam von einem Tag auf den anderen, völlig ohne Vorwarnung.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Lassen Sie die Unterdrucksteuerung der Automatik prüfen. Entweder ist ein Schlauch zwischen der Unterdruckdose der Automatik und dem Saugrohr undicht oder die Unterdruckdose selbst! Die Spezialisten von Peugeot sind hier übrigens oft nicht die Richtigen; fragen Sie einen Taxifahrer nach einem Automatik-Spezialisten. Die kennen sich durch den hohen Automatikanteil bei den Droschken in dieser Branche ganz gut aus...

    David Jung fragt:

    Mein Citroen ZX (75 PS, Bj. 91) hat Probleme beim Anfahren nach einem Motorstart. Zwischen den Gängen 2 und 3 kommt der Motor ins Stottern. Ich habe das Gefühl, dass die Benzinzufuhr in diesem Moment nicht funktioniert. Das Problem löst sich nach 5 Minuten Fahrzeit von selbst. Was könnte dahinter stecken? Oder ist das Auto einfach zu alt? Danke.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Offenbar tritt Ihr Problem nur bei kaltem Motor auf: Die Gemischzusammensetzung in der Warmlaufphase ist zu mager! Grund hierfür ist der Motortemperaturfühler, der falsche Werte an den Einspritzcomputer liefert. Lassen Sie den Sensor prüfen und ggf. auswechseln. Die Kosten hierfür würde ich als «zeitwertgerecht» bezeichnen....

    Matthias Jurk fragt:


    Ich fahre einen Ford Focus 1.6 mit 100 PS, Laufleistung 80.000 Kilometer. Vor einiger Zeit ist mit beim Anfahren an einer Ampel die Motorleistung weg geblieben. Mit Ruckeln und schwankender Drehzahl bin ich gerade noch vom Fleck gekommen. Seitdem ärgere ich mich mit der schlechten Gasannahme und einem Leistungsverlust herum. Wenn ich das Gaspedal bis zur Hälfte durchdrücke, rührt sich fast gar nichts. Danach kommt aber die volle Leistung. Im kalten Zustand ist es besonders schlimm. Die Fordwerkstatt meinte nach einer Probefahrt, es wäre alles in Ordnung.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Von meinem Schreibtisch aus würde ich auf den Luftmassenmesser tippen. Da dieses Teil der Gemischaufbereitungsanlage ganz wesentlich für die Zusammensetzung des aus Benzin und Luft bestehenden Futters für Ihren Focus verantwortlich ist, führt ein Ausfall auch zu besonders „einschneidenden“ Problemen. Lassen Sie diese Diagnose bitte von einer Werkstatt bestätigen (möglichst ohne vorher schon alles zu „verraten“!!). Wenn Sie die Reparatur in Auftrag geben, muss der Reparaturerfolg eindeutig klar sein (vermerken Sie also im Auftrag, dass erfolgsabhängig gezahlt wird: Wenn die Karre weiter bockt, darf die Werkstatt weiter suchen! Aber ohne weitere Kosten...).

    Michael Strauß fragt:


    Ich fahre einen zwölf Jahre alten Lancia Y 10 mit Selectronic. Alle haben mir vor zwei Jahren davon abgeraten einen Italiener zu kaufen, weil er ständig Elektrikausfälle und Rostprobleme hätte. Beides muss ich verneinen. Der Wagen hat mich auf kurzen und langen Etappen (Berlin-Freiburg) noch nie im Stich gelassen. Was muss ich tun, damit auch mein Pkw dem schlechten Image wieder gerecht wird? Draufhauen? Diesel statt Super tanken? Ein Opel-Loge auf den Kühler pappen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Lieber Herr Strauß, Sie werden doch wohl nicht ernsthaft zu Schraubendreher und Ringschlüssel greifen wollen, um den hübschen kleinen Italiener mit der genialen stufenlosen Automatik vor der Zeit dem Abdecker zu überantworten. Die Zeit wird es schon richten; vielleicht nicht so bald, wie es die übel meinenden Zeitgenossen behaupten, dafür aber «todsicher»! Gute Fahrt wünscht der AUTOPAPST!

    Steffen Ahrens fragt:


    Ich habe einen Ford Escort 1.6 Limousine 16V, Baujahr 1997. Mein Problem liegt darin, dass mein Auto unregelmäßig schlecht oder teilweise gar nicht mehr anspringt. Es kündigt sich meistens damit an, dass er beim Gas geben ruckelt, als ob er abregelt. Und meistens bei fallender Temperatur (bilde ich mir ein). messer, Lambdasonde, OT und UT Geber, Ventilreinigung u.s.w. Für Tipps und Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Was haben Sie denn bisher für die Reparaturen ausgegeben? Und wie hat die Werkstatt erklärt, dass für das viele Geld keine Besserung eingetreten ist? Wer dieses kleine Forum verfolgt, wird feststellen, das fast nur Probleme wie bei Ihrem Escort auftreten. Es müsste also eigentlich genügend Kompetenz bei den Werkstätten vorhanden sein. Leider machen Sie und Ihre Leidensgenossen nur traurige (und teure!) Erfahrungen.Ich würde den Escort wieder in die Werkstatt bringen und den Jungs sagen: «Macht fertig...!» Die erfolglosen Reparaturen geben Ihnen das Recht auf Nachbesserungen oder eine (wenigstens teilweise) Rückerstattung des für die fruchtlosen Versuche bezahlten Geldes. Mein Tipp zur Fehlerbehebung: Das Zündsteuergerät! Das ist eine kleine Black-Box mit einem Schalttransitor; der geht oder geht nicht (eben digital ;-)). Meistens geht er bei Reparaturversuchen; Ausfälle hat er nur, wenn Sie mit dem Auto fahren wollen!!

    Carsten H. fragt:


    Ich fahre einen Ford Mondeo, Baujahr 1997. Bei starker Geschwindigkeitsreduzierung wackelt das Lenkrad; zieht abwechselnd heftig nach rechts und links und das Bremspedal pulsiert kräftig im Takt mit. Nachdem ich Bremsscheibe, Klötze und Bremsflüssigkeit habe wechseln lassen, ist dieses Problem nahezu verschwunden. Es tritt nur noch im Bereich von 85 km/h bis 70 km/h auf. Egal aus welcher Geschwindigkeit ich bremse, in diesem Geschwindigkeitsbereich treten immer die o.g. Symptome auf. Was könnte die Ursache bzw Abhilfe für dieses Problem sein?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Die Gummilager der Vorderachse! Lassen Sie den Mondeo mit neuen Buchsen für Querlenker, Stabilisator etc. ausrüsten, und er wird wieder spurtreu wie am ersten Tag seine Bahnen ziehen ...

    Erika Hässler fragt:

    Hallo, Herr Kessler, ich fahre einen Citroen Xsara Benziner, 1,6L,-Motor, Baujahr ca. 1999, 72000KM. Speziell seit dem letzten harten Winter (ich wohne in Oberfranken, bei Hof) fällt mir auf, dass sich die Gänge (speziell wenn ich vom dritten in den zweiten Gang runterschalte) nicht mehr so geschmeidig wechseln lassen - jetzt fühlt es sich so «knochig» an; was könnte das sein? Ich muss wohl noch hinzufügen, dass ich den Wagen nicht sonderlich regelmäßig warten lasse, sondern ihn hauptsächlich benutze (wie wahr! (Anm. des Schwiegersohns).

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Liebe Frau Hässler, ich kann Sie beruhigen: Ihren kleinen französischen Freund plagt kein großes Problem. Lassen Sie der Schaltung (das ist die mechanische Übertragung zwischen Schalthebel und Getriebe) neue Kunststoffbuchsen (eingebaut mit viel Silikonfett) verpassen. Danach wird er sich wieder wie am ersten Tag schalten lassen! Häufig reicht übrigens auch eine Reinigung der Buchsen mit einer neuen Fettpackung, das kommt Sie dann billiger ... Gute Fahrt in den Sommer!!

    Andre Margousian fragt:

    Hallo Herr Kessler, mein Peugeot 306 (93er Baujahr) fängt ab und zu an, wenn kein gang drin ist, bis auf 2000 Umdrehungen hochzutouren! Der Leerlauf ist sehr unrund. Es kommt sehr unregelmäßig vor. Im Winter hatte ich das Problem nicht. Ich wäre Ihnen dankbar wenn Sie mir ein paar Tipps geben könnten.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Lassen Sie bei Ihrem Franzosen das Leerlaufregelventil reinigen! Häufig sind diese Ventile durch Verbrennungsablagerungen so zugesetzt, daß an einen geregelten Leerlauf gar nicht mehr zu denken ist. Zur Diagnose würde ich gleich eine Abgasuntersuchung durchführen lassen, die Spezialisten können aus den Werten eine Menge heraus lesen!

    Heinz Müller fragt:


    Hallo, ich fahre einen Renault Megane II (Laufleistung 29000 km). Problem: Die hintere Bremse quietscht bzw. rumpelt beim Bremsen in Rückwärtsfahrt, obwohl die Bremssteine sowie die Scheibe nach Aussage der Werkstatt noch ok. sind. Wie kann man Abhilfe schaffen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Wenn die «Reibpartner» der Hinterradbremsanlage o.k. sind, würde ich die Buchsen der Hinterradaufhängung bzw. die der Bremsmomentabstützung überprüfen lassen. Wenn diese nämlich porös werden, stellt sich Spiel in den Kraftübertragungselementen ein; kommt jetzt eine Kraftrichtungsumkehr wie beim Rückwärtsfahren dazu, hören Sie den «Spielausgleich» als Rumpeln und Poltern. Ein Sicherheitsrisiko durch mangelnde Bremskraft ist das zunächst nicht, allerdings wird auf Dauer die Kurvenlage Ihres Megane etwas leiden.

    Sebastian fragt:


    Ich bin mehr oder minder stolzer Besitzer eines Renault Clio, BJ 2001. Mein Problem: das Auto fährt neuerding unschön in die Kurve. Die Reifen haben genug luft und die Spurt ist auch eingestellt. Und weil es recht plötz mit den Sommerreifen gekommen ist (die letztes Jahr noch wunderbar neu waren), gehe ich auch nicht davon aus, dass die Stoßdämpfer Schuld sind. Gibt es da nen Tipp?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Aus Ihrer Frage schließe ich, dass Sie erst kürzlich die Winterreifen ab- und die Sommerräder wieder anmontiert haben. Als mögliche Ursache für das veränderte Fahrverhalten kommt natürlich die andere Charakteristik der Sommerräder in Frage; besser ist hier die Gewöhnung daran zu nennen, die Ihnen nach den Wintermonaten noch fehlt. Um ganz sicher zu gehen, daß Sie kein technisches Problem haben, würde ich noch die Laufrichtung der Reifen kontrollieren (falls Sie laufrichtungsgebundene Reifen fahren). Und noch eins zum Schluß: Haben Sie die Radschrauben richtig fest gezogen? «Eiernde» Räder machen die Kurvenlage jedes Autos zunichte....

    Thomas Albrecht fragt:


    Bei meinen Saab 900/II, Bj. 1994, leuchtet die Warnlampe «SRS». Muss man wirklich sofort in die Werkstatt, oder was könnte man selbst mal überprüfen? Danke, Gruss, Thomas

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Ein einfacher Grund kann eine alterschwache Batterie sein! Das Airbag-System wird abgeschaltet, wenn die Bordspannung zu niedrig ist. Dann leuchtet die Kontroll-Leuchte. Es könnte sein, dass die Batterie nach einem Kaltstart zu wenig Spannung liefert. Eine weitere denkbare Ursache ist die langsame Korrosion aller in diesem Zusammenhang in Frage kommenden Kabelverbindungen, die sich dann irgendwann auch auf die Kontakte des Airbag-Relais erstreckt. Häufig hilft schon ein Rütteln / Wackeln am Relais bzw. ein Ab- und Aufstecken von Steckern mit anschließendem Gebrauch von Kriech-/Sprühöl! Bei Selbstbastlern gibt es noch eine andere Möglichkeit: Wer das Lenkrad schon einmal demontiert und mit nicht angeschlossenem Airbag die Zündung eingeschaltet hat, hat einen Fehler für das SRS-Steuergerät provoziert. Dieser lässt sich nur mit einem speziellen Airbag-Tester (den hat wirklich nur eine SAAB-Werkstatt!) auslesen und löschen. Der Anschluss für dieses Testgerät befindet sich unter dem Plastikteil zwischen Schaltkonsole und Mittelkonsole....

    Uwe Baldis fragt:

    Hallo, habe ein großes Problem mit einem 90er Golf II (90PS, 230.000 km, D3). In der Warmlaufphase schwankt die Leerlaufdrehzahl sehr stark, der Motor ruckelt und stottert und nimmt dabei zeitweise kein Gas an (dieses ist besonders ausgeprägt im Stadtverkehr, bei zügigem vorankommen hilft etwas «pumpen» mit dem Gashebel) , hat er dann allerdings sein Betriebstemperatur erreicht läuft der Motor wunderbar. Dieses Problem wiederholt sich allerdings auch dann wenn der betriebswarme Motor für etwa 20 Minuten abgestellt wird.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Da es den Golf II serienmäßig nicht mit Abgaswerten nach D3 gab, vermute ich in Ihrem Golf den Kaltlaufregler von Twin-Tec. Dieses Zusatzteil sorgt durch eine Anhebung des Leerlaufes für eine schnellere Wirksamkeit des KATs. Wahrscheinlich muss dieser kurz KLR genannte Regler überprüft bzw. neu eingestellt werden. Die hierfür nötigen Daten stehen auf der Beschreibung des KLR bzw. können unter www.twintec.de angefordert werden.

    Herr Schediwy fragt:

    Hallo Herr Kessler! Ich fahre einen Ford Focus, Baujahr 1999, Limousine. Mir ist ein Autofahrer direkt auf die linke Hinterachse aufgefahren. Laut Werkstatt war die komplette Aufhängung defekt, der Rahmen aber nicht verzogen. Nun habe ich den Wagen «repariert» abgeholt - aber das Fahrverhalten hat sich komplett verändert. Ab Tempo 90 wird das Heck schwammig (deutlich zu spüren, wenn man leichte links/rechts Fahrmanöver vornimmt). Es fühlt sich an, als würde das Heck mitlenken. Laut Werkstatt würde dieses (nach Aussage des Meisters unnormale) Fahrverhalten von meinen nagelneuen Winterreifen auf der Hinterachse resultieren (wurden getauscht). Mit Sommerreifen würde dieses Problem verschwinden, sagte mir der Werkstatt-Meister. Man könne an der Hinterachse auch nichts einstellen - alles sei durch die Konstruktion vorgegeben. Ich denke, dass die Werkstatt mich für - sorry - doof verkaufen möchte. Wie sehen Sie das? Wie kann ich weiter vorgehen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Vor allem: Ruhe bewahren! Die Auskünfte der Werkstatt sind nicht völlig falsch, man hat Ihnen aber offenbar die Zusammenhänge nicht richtig erklärt. Tatsächlich ist die so genannte Schwertlenker-Hinterachse Ihres Focus zum einen von außerordentlicher Qualität (nicht umsonst ist der Focus auch heute noch eins der fahrsichersten Autos auf dem Markt!!) und zum andern tatsächlich nicht einstellbar.

    Das heißt, dass im Falle einer Verbiegung die ganze Achse gewechselt werden muss. Die Unsicherheiten beim Kurven fahren könnten schon von den nagelneuen Winterreifen herrühren; neue Reifen haben häufig noch Reste des Trennwachses aus der Fertigung auf der Lauffläche, das erst nach ca. 200 Kilometern abgefahren ist. Außerdem sind Winterreifen im Sommer durch ihre weiche Gummimischung ohnehin etwas «schmieriger» als Sommerpneus. Also: Warten Sie Ihre Sommerreifen ab und beurteilen Sie das Fahrverhalten dann noch einmal. Wenn es dann immer noch «Schwänzelbewegungen» gibt, muss die Werkstatt noch einmal Hand anlegen! Das Hauptaugenmerk sollte dann auf den Gummi-Metall-Lagern der Hinterachsaufhängung liegen....

    Tobias Rocktäschl fragt:


    Ich fahre einen Opel Astra, Baujahr 1995. Er springt im kalten Zustand schlecht an, «verschluckt» sich öfters, verbraucht wahnsinnige 15 Liter auf 100 Kilometer und hat dazu kaum Leistung. Habe schon das Steuergerät durchlesen lassen, das blieb aber ohne Fehleranzeige. Was könnte das denn sein?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Bei den Modellen des Modelljahrs 1994/1995 ist das ein bekanntes Problem, es liegt an der Software. Ersetzen Sie mal das Steuergerät gegen eines aus dem Modelljahr 1991. Dann liegt die Leerlaufdrehzahl etwas höher, der Motor müsste damit ruhiger laufen und wieder in normale Verbrauchswerte gelangen. Falls das nichts bringt, bleibt nur noch der KAT: Wenn der defekt oder zugesetzt ist, zeigt das die gleichen Probleme.

    Karsten Stallmann fragt:


    Bei meinem Opel Astra, Baujahr 1994, leuchtet die Motorkontrollleuchte regelmäßig nach etwas 15 - 25 min. Fahrt auf. Der Fehler ist trotz dreimaligem Austausches des Schrittmotors (2 Mal auf Kulanz) nicht beseitigt. Der Motor läuft bei normalen Verbrauch rund und ohne Störung, springt gut an, die Kühlwassertemperatur ist ebenfalls konstant bei 90°. Wie ist der Fehler zu beseitigen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Der Fehlercode 35 wird gesetzt, wenn für einen längeren Zeitraum die tatsächliche Leerlaufdrehzahl von der Solldrehzahl um mehr als 100 U/min abweicht. Ursachen sind neben verklebten Regelkolben auch Falschluft/Undichtigkeit im Unterdrucksystem und dergleichen mehr. Um den Schrittmotor zu prüfen, müssen Sie den Leerlaufschrittmotor demontieren (er befindet sich unter der Ansaughaube vorn am Drosselklappenteil, es handelt sich um ein schwarzes Bauteil) und am Diagnosestecker die Pins so verbinden, wie man es tut, wenn man Fehler auslesen will. Dann schalten Sie die Zündung ein. Der Kolben muss spürbar ein- und ausfahren. Wenn er das tut, bleibt nur die mühsame Suche nach der Undichtigkeit im Unterdrucksystem.

    Peter Janssen fragt:

    Bei meinem Citroen AX, Baujahr 1995, läuft beim Schalten in einen anderen Gang der Wagen sehr hochtourig. Versucht man dann die Kupplung zu treten, zieht der Motor so hoch, dass man den Motor ausstellen muss. Es dauert dann einige Minuten, bis man den Wagen wieder starten kann. Dieses Problem tritt nicht bei jeder Fahrt auf. Ansonsten läuft er sehr ruhig.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Das hört sich nach Leerlaufregelventil an! Das ist öfter mal zugesetzt und kommt dann mit dem Regeln nicht mehr so recht nach. Bauen Sie das Teil aus (es sitzt seitlich etwas höher als die Drosselklappe!), reinigen Sie es und probieren Sie erneut Ihr Glück.

    Albrecht Hönisch fragt:


    Ich habe zwei Fragen, betreffend meinen Ford Scorpio; Baujahr 1995 (16V, 100 kW): Ich will die Zündkerzen wechseln, diese sind jedoch so fest eingeschraubt, dass sie sich mit einem normalen Kerzenstecker nicht lösen lassen. Gibt es da einen Trick? Und zweitens: Bei einer Drehzahl von ca. 2500 und 3000 stottert der Motor leicht (wie ein Loch) - zieht danach aber gleich wieder. Das Ruckeln ist aber irgendwie nervig.(Ich habe das Fahrzeug gebraucht erworben.) Danke für Ihre Hilfe!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Bei diesem Problem ist vor allem eins wichtig: Gutes Werkzeug!! Eine gut passende Zündkerzen-Nuss, eine geeignete Verlängerung mit einer Knarre sollte die Kerzen lösen. Achten Sie dabei auf ein möglichst genau in der Längsachse der Kerze liegendes Zentrum der Drehbewegung. Erleichtert wird das Lösen durch einen halbwarmen Motor; eventuelle Wärmedehnungsprobleme werden so abgemildert. Das Motorstottern kann sowohl an den Zündkerzen als auch an der Verteilerkappe und deren Läufer liegen. Am besten, Sie wechseln alles auf einmal.

    Migebo fragt:


    I>Hallo, ich habe einen BMW e30 Touring, Bj. 1988, 320i, 6 Zylinder, Benziner, 5-Gang. Vor einigen Wochen habe ich mir eine komplette Auspuffanlage mit Kat. gebraucht gekauft. Das Auto fuhr normal wie immer. Seit kurzem fängt mein Wagen nach ca. 18 - 20 Kilometern an, nur noch auf 4 Zylindern zu laufen. Um überhaupt von der Stelle zu kommen, müsste ich permanent zwischen den Gängen hoch schalten, meistens bis 1500 U/min. höher komme ich nicht. Nach einer Weile des Schaltens läuft er wieder normal, bis dann das selbe Spiel von vorne losgeht. Wenn ich das Fahrzeug dann bei laufendem Motor laufen lasse merke ich, wie der Motor hin und her ruckelt und er nicht mehr auf allen Töpfen läuft. Dann nach einer gewissen Zeit läuft er wieder - bis es wieder losgeht. Habe die Zündkerzen schon gewechselt, Steuergerät ausgetauscht. Kann es an dem gebrauchten Kat. liegen? Dann hätte ich das aber nach dem Einbau auch merken müssen, lief aber einwandfrei. Was kann ich nun tun? Vielen Dank

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Ich tippe auf einen zugesetzten bzw. zerbröselten Katalysator! Um das preiswert zu überprüfen, würde ich den Katalysator vorübergehend durch ein Rohr aus dem Auto-Zubehör-Handel ersetzen. Wenn dann alles o.k. ist, haben Sie den Defekt! Ein Katalysator greift übrigens nicht aktiv in die Motorsteuerung ein; hierfür ist nur die Lamdasonde zuständig. Der KAT «behandelt» nur das Abgas und macht es sauberer (also weniger schädlich für die Umwelt!).

    Silke Franzen fragt:


    Ich fahre einen Golf III, BJ 1992, Benziner, 75 PS. Der Gute hat bis jetzt 233.000 km geschafft. Jetzt habe ich zwei Probleme und muss zudem zum TÜV. Erstens: Vor ca. einem Jahr ruckelte bzw. stotterte der Wagen zum ersten Mal bei 140 km/h und im 5. Gang auf der Autobahn, der Wagen ging nicht aus, fuhr normal weiter. Ein paar Monate später dasselbe Spiel. Seit ca. 5 Wochen verstärkt sich das alles, mittlerweile passiert es in jedem Gang bei jeder Geschwindigkeit. Der Verteilerfinger (?) wurde letztes Jahr getauscht. Ist ein Filter defekt? Was kann es sonst sein? Zweitens: Meine Servolenkung tut es nicht mehr richtig (sehr zur Verärgerung meiner Nachbarn), die Werkstatt sagte mir, die Servopumpe müsste gewechselt werden. Die Lenkung geht immer schwieriger. Was kommt da auf mich zu? Danke & Grüße.

    Autopabst Andreas Kessler antwortet:

    Hallo Silke, die Stotterei kann von zu alten Kerzen, teilweise porösen Zündkabeln und einer korodierten Verteilerkappe herrühren (eben die 3-K-Problematik). Oder es ist etwas anderes (das ich von hier aus nicht erraten kann!). Die Verärgerung der Nachbarn rührt sicher von dem nervenzerfetzenden Gequietsche der Servopumpe. Zur Sicherheit würde ich der Servolenkung aber mal eine neue Ölfüllung und einen neuen Keilriemen spendieren. Vielleicht läuft dann wieder alles (diese beiden Dinge kosten zusammen etwa 10 Prozent einer neuen Servopumpe!).

    W. Sommer fragt:

    Ich fahre einen Peugeot 806 Esplanade, Benziner, 136 PS und habe folgendes Problem: Im Leerlauf dreht die Leerlaufdrehzahl auf ca. 2000 U/min, sinkt dann nach dem Anfahren wieder oder bleibt auch manchmal auf diesem hohen Wert während des Fahrens stehen. Manchmal ist wieder alles i.O. Es ist keine Abhängigkeit erkennbar. Alle Aktionen in der Werkstatt, Drehzahlsteller, Drosselklappenpoti, Temperaturfühler tauschen haben bisher nichts gebracht. Haben Sie eine Idee woran das liegen könnte? Danke schon mal im Voraus.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Hört sich nach Leerlaufregelventil an! Das ist öfter mal zugesetzt und kommt dann mit dem Regeln nicht mehr so recht nach. Bauen Sie das Teil aus (es sitzt seitlich etwas höher als die Drosselklappe!), reinigen Sie es und probieren Sie erneut Ihr Glück!

    Gerrit Ziebarth fragt:


    Ich habe Probleme mit meinem Ford Escort Baujahr 1993. Der Wagen läuft im kalten Zustand einwandfrei, bei Betriebstemperatur hat er jedoch einen starken Leistungsabfall, der sich besonders unter 2000 Umdrehungen bemerkbar macht. Beim Gasgeben nagelt er stark. Es scheint mir als Hobbyschrauber so, als ob der Ladedruck nicht voll da ist. Am Auspuffkrümmer ist ein Ventil, das an der Unterdruckleitung vom Bremskraftverstärker hängt (über eine elektrische Regelung). Dieses Ventil scheint bei Überdruck die komprimierte Ansaugluft in den Auspuffkrümmer zu leiten (Ladedruckregelung). Ist das ein elektrischer Defekt oder ist nur das Teil am Krümmer kaputt oder etwas ganz anderes? Ist leider mein erster Turbodiesel.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Das Ventil hängt an der Abgasrückführung, die fast immer verrußt! Bei den Ford Sierra TD, die ich hatte, war das ein steter Quell der Freude! Ich habe damals die Abgasrückführung «totgelegt» (also kein Abgas zurück in den Motor geleitet). Danach gab es keine Probleme mehr. Im übrigen war der Motor kein Geniestreich; bei 3 Sierra TD war fast exakt bei 100.000 km Schluss (Motorschaden).

    Thorsten Bergner fragt:


    Bei bei meinem Mazda 323 tritt folgendes Problem auf: Bei langer Autobahnfahrt und hoher Geschwindigkeit (über 140 km/h) verliert der Motor sporadisch und schlagartig die Leistung. Der Motor nimmt dann überhaupt kein Gas mehr an. Wenn man das Gaspedal loslässt, einige Sekunden wartet und dann wieder Gas gibt, nimmt der Motor die Leistung wieder an. Wenn der Fehler erst einmal aufgetreten ist, kommt er alle zehn bis 30 Minuten wieder. Eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 130 km/h beseitigt das Problem und das Auto fährt ohne Probleme. Nach vierfachem Werkstattbesuch (Mazda) ohne Erfolg bot man mir an, das Steuergerät, die Einspritzanlage und die Lambdasonde zu tauschen. Allerdings könne man mir nicht versichern, dass das Problem dann beseitigt ist. Da ich weder Vertrauen zur Werkstatt noch einen extrem großen Geldbeutel habe, wende ich mich an Sie.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Die Werkstatt macht mir Spaß! Zusammen sind das fast 1500 Euro, die man da mal eben probeweise «verbauen» will; und eine Sicherheit für eine erfolgreiche Reparatur wollen die dann nicht geben. Dabei ist meiner Meinung nach keines der erwähnten Bauteile schuld an Ihren Problemen. Ich tippe auf den Luftmassenmesser! Jedenfalls sollten Sie dringend die Werkstatt wechseln! Suchen Sie sich eine, die eine fundierte Diagnose geben kann und für Ihre Arbeit auch gerade steht.

    Jörg Jeckstadt fragt:


    Wir tanken unseren Audi 80 tdi vom Taschengeld. Deshalb wird gern mal bis fast zum letzten Tropfen gefahren. Meine Frau hat es wohl kürzlich übertrieben, und sie kam mit viel Geruckel gerade noch zur Tankstelle. Mit gefülltem Tank läuft das Auto wieder ganz normal, nur die Airbag-Kontrollleuchte zeigt seitdem permanent eine Störung an. Wie kann das zusammenhängen - vielleicht ein gelöster Stecker im Motorraum?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Wenn die Airbag-Kontrolle leuchtet, ist der Selbst-Test der Airbag-Steuerung negativ ausgefallen. In dieser Selbst-Test-Routine werden die Widerstände der einzelnen Bauteile mit vorgegebenen Solldaten verglichen. Wenn durch die Ruckelei ein Stecker verrutscht oder gar ein Kabel gebrochen ist, stimmen die Ist- nicht mehr mit den Sollwerten überein, und das Licht leuchtet. In diesem Zusammenhang eine Bitte: Nicht selbst am Airbag herumbasteln, wenn man nicht weiß, was man tut! Immerhin sind Airbags mit ballistischen Ladungen versehen, die im Ernstfall ganz schön knallen und einige Gewalt entfalten ...

    Heike Müller:

    Mein Renault Twingo Baujahr 1997, macht mir seit längerer Zeit echt Probleme: Er springt unregelmäßig sehr schlecht an. Der ADAC stellte vor etwa einem Jahr Marderbisse an den Zündkabeln fest. Das Zündkabel wurde erneuert; die Renault-Werkstatt hat einiges überprüft (Einspritzanlage, Elektrik auf Fehlermeldungen). Seit einigen Wochen nun fängt alles von vorne an! Bin also wieder zu Renault, aber die finden einfach nix, das kann doch nicht sein! Allerdings: Morgens springt er immer an.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Hallo Heike, Ihr Fahrzeug hat einen so genannten Impulsgeber (zeigt dem Steuerteil den Zündzeitpunkt an!). Der Stecker dieses Sensors hat beim Twingo häufig ein kleines Kontaktproblem; häufig genügt ein Wackeln an der Steckverbindung (keine dauerhafte Lösung). Besser ist eine Behandlung der Kontakte mit Kontaktspray. Richtig gesäubert, tritt dieses Problem wahrscheinlich nie wieder auf!

    Sehr geehrter Her Kessler, ich fahre ein Hymer-Wohnmobil mit Fiat-Ducato-Motor, 2,5 Liter TD und elektronischer Steuerung + Kat. (sog. Eco-Motor), Bj.96, Laufleistung 80.000 km. Seit ca. einem Jahr treten Probleme auf, die sich in plötzlichen Leistungsabsenkungen während der Fahrt äußern, wobei der Motor kein Gas annimmt, aber auch nicht ausgeht. Nach kurzem Aus/Einschalten der Zündung kann ich in der Regel die Fahrt fortsetzen.

    Außerdem treten häufig kurze Leistungsabsenkungen in Verbindung auf mit harten Straßenunebenheiten, dann leuchtet die rote Motorstörungsanzeige sekundenlang auf. Im Verlauf der zurückliegenden Monate habe ich mehrere Fiat- und eine Boschwerkstatt zwecks Eingrenzung und Behebung des Fehlers aufgesucht - vergeblich. Im Speicher des Motorsteuergerätes wird kein Fehler abgelegt; was dann folgt, hat mit systematischer Fehlersuche kaum etwas zu tun und wird alsbald ohne Ergebnis abgebrochen.

    Die Fiat-Zentrale hat auf meine Anfrage per Mail vorsichtshalber überhaupt nicht reagiert. Da das Steuergerät von Bosch stammt und selbiges Unternehmen auf seinen Internetseiten mit umfänglicher Diagnosetechnik wirbt, glaubte ich mich dort besser aufgehoben – denkste! Es konnte mir keine Boschwerkstatt benannt werden, die über diese Technik verfügt (zu teuer!). Die Zentrale führt selbst aber keine Reparaturen durch und verweist ihrerseits auf die Vertragswerkstätten! Diese sind selbstverständlich bereit, elektronische Baugruppen nach «Eingebung» und auf meine Kosten versuchsweise auszuwechseln - Rücknahme ausgeschlossen.

    Können Sie mir einen Tipp geben, wie ich aus diesem Teufelskreis herauskomme? Kennen Sie eine Werkstatt, die über spezifische Diagnosetechnik für Motorsteuergeräte, Sensoren und Stellglieder verfügt? Mit freundlichen Grüßen

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:
    Hallo, Herr Dr. Liebsch! Wenn Sie einen Kat haben, dann haben Sie auch ein EGR-Ventil, das hängen kann oder nicht mehr richtig schließt. Eine weitere, einfach zu reparierende Ursache ist der Schlauch zum Turbolader: Steckt der noch satt auf seinem Stutzen? Schließlich könnte sich im Gussgehäuse des Luftmassenmessers innen Öl angesammelt und die Klappe verklebt haben. Sollte das alles zu nichts führen und schließlich doch nur das Steuergerät übrig bleiben, würde ich einen gut beleumundeten Chiptuner aufsuchen; die sind häufig wesentlich besser in Sachen Motorelektronik als die «Spezialisten» der Vertragswerkstätten!

    Ich habe einen Golf IV TDI Variant, 90PS, 70.000 km. Ich habe seit einiger Zeit Probleme mit dem Turbolader, der von Zeit zu Zeit während der Fahrt wegfällt, nach erneutem Starten ist der Turbo wieder da! Was ist zu machen? Vielen Dank!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Wahrscheinlich macht die Elektronik bei Ihnen aus «Sicherheitsgründen» dicht! Im Steuerteil wird beim Auslesen bestimmt der Fehler «Ladedruck sporadisch überschritten» verzeichnet. Wenn der Ladedruck überschritten wird, könnte das eine klemmende Betätigungsstange am Turbo oder auch ein Defekt am «Magnetventil für Ladedruckregelung» sein. Probieren Sie einfach mal (bei kaltem Motor!!), ob sich die Stange von Hand bewegen lässt. Zusätzlich würde ich noch alle Unterdruckschläuche rund um den Motor auf Knickstellen prüfen.
    Hallo Herr Kessler, an meinem Ford Sierra, Motor 2,0i OHC mit der EFI Einspritzung Baujahr 87/88 lief der Motor nicht rund und nahm kein Gas an. Die Zündkerzen waren stark verrußt. Ich habe dann den Temperaturfühler ausgetauscht. Von nun an läuft der Motor wieder ordentlich rund, nur leider geht er beim Anhalten aus und der Leerlauf ist teilweise schwankend. Wo liegt das Problem? Wie wird der Leerlauf geregelt? Besten Dank Uwe Lang.

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Hallo Herr Lang, klemmen Sie mal für eine Nacht die Batterie ab! Dadurch führen Sie einen Reset des Einspritz-Computers durch. Nach dem Wiederanklemmen wird der Sierra zunächst in einem Notlaufprogramm laufen, alle (auch den Neuen!) Sensor abfragen) und sich schließlich selbst neu einregeln. Probieren Sie’s aus.

    Florian K. fragt:

    Hallo, ich habe mir einen gebrauchten Ford Focus 1,4 gekauft. Bis jetzt lief er problemlos, doch seit kurzem geht die Drehzahl im Leerlauf nicht mehr konstant auf 800 Touren runter! Die Drehzahl geht mal auf 2000 Umdrehungen und dann wieder auf 700 (Kupplung ist getreten, kein Gas)! Dann war wieder alles genau anders herum! Die Drehzahl ist während des Abbiegens auf 0 abgefallen und die Motorwarnleuchten gingen an. Nach einem Neustart war wieder alles OK. Was ist da los?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Ich tippe auf den Leerlaufsteller! Das ist ein kleiner Elektromotor, der in Abhängigkeit vom Steuergerät aktiv den Leerlauf auf das ideale Niveau regelt (man könnte auch sagen: Er gibt automatisch Gas oder nimmt es weg, bis der Leerlauf die AU-Drehzahl hat!). Irgendwann im Laufe eines Autolebens verschmutzt dieser Servo (natürlich bevorzugt im Leerlauf-Regelbereich) und hakt dann oder wird schwergängig. Eine Reinigung im ausgebauten Zustand hilft oft weiter, genau so oft muss der Leerlaufsteller aber auch gewechselt werden.

    Caroline Müller fragt:

    Ich fahre einen Ford Fiesta, 1,4i, Baujahr 1992. Mein Auto wird zwei Mal im Jahr gecheckt bei einer Werkstatt und entsprechend gewartet. Ich starte ohne Gas, nur mit der 'Zündung« sozusagen, warte im Leerlauf dann bis der Motor von Drehzahl von ca. 2000 auf 1000 runtergeht und ruhig läuft, dann erst fahre ich immer los. Leider dreht er seit kurzem unruhig, 'pegelt' sich überhaupt nicht mehr ein - und zum Schluss stirbt er ab. Man hört richtig, wie der Motor noch versucht, wieder von unten hochzudrehen, aber am Ende geht er leider aus. Ich muss also ewig mit Kupplung und Gas arbeiten und vor allem an den Ampeln mit Handbremse bremsen, damit der Motor nicht ausgeht. Sehr anstrengend so eine Fahrerei und es hat leider auch schon etwas gequalmt vorn aus dem Motorraum. Könnte die Kupplung schuld sein? Ich dachte auch ans Öl, welches vielleicht fehlt. Oder ist es ein Elektronikteil, welches den Fehler verursachen könnte? Ansonsten läuft das Auto seit Jahren prima, es hat eine neue Lichtmaschine und eine neue Kupplung. Vielen Dank im voraus für Ihren kompetenten Rat!

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Hallo Caroline, der Fiesta hat lediglich einen kleinen Schluckauf in der Leerlauf-Regelung. Für die Probleme des kleinen Kölners kommen eigentlich nur drei Bauteile in Frage: Das Leerlaufregelventil, das Drosselklappenpotentiometer und der Leerlaufsteller. Zusätzlich könnte irgendwo ein Schlauch abgerutscht sein, der für Falschluft verantwortlich ist. Aus Ihrer Schilderung würde ich auf das Leerlaufregelventil tippen! Lassen Sie dieses Teil reinigen und beurteilen Sie dann bitte das Ergebnis: Ist alles wie vorher, kommen die anderen Komponenten in den Fokus. Diese Vorgehensweise hat sich in meiner Praxis bewährt und als die wirtschaftlichste erwiesen!

    Marco Siefert fragt:

    Wenn ich mit meinem Citroen C2 anfahre, fängt der Wagen - sobald ich in den zweiten Gang schalte - an zu ruckeln. Entweder fahre ich dann ein paar hundert Meter so, oder ich schalte kurz zurück in den ersten und dann wieder in den zweiten, dann geht’s wieder normal. Das Phänomen ist unabhängig von der Außentemparatur oder Luftfeuchtigkeit. Hab schon neue Software aufspielen lassen. Woran kann das sonst noch liegen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Die Software und das Steuergerät fallen ja offenbar aus; es bleiben die diversen Sensoren, die das Steuergerät mit Informationen über den Last- bzw. Motorzustand versorgen. Wesentlichen Anteil an dieser Datenflut dürfte der Luftmengenmesser sein. Die Werkstatt wird den versuchsweise auswechseln wollen; in Ihrem Fall ist das aber wohl noch eine Garantiesache. Also: Viel Erfolg und gute Fahrt!

    Ute Schwenz fragt:

    Ich fahre einen Ford Mondeo. Wenn ich ihn starte springt er sofort an, aber nach ca. 500 Meter beim Bremsen fällt die Drehzahl komplett runter und er geht aus. Ich muss dann ein paar mal aufs Neue starten, bis er wieder anspringt. Dann fahre ich weiter, die Temparaturanzeige zeigt warm an, fällt aber dann auch runter, so als ob er kalt wäre. Können Sie mir weiterhelfen?

    Autopapst Andreas Kessler antwortet:

    Lassen Sie die Steckverbinder an den Temperaturfühlern prüfen! Wenn alles sitzt, sind die Fühler defekt; das ist keine große Sache und bezahlbar. Gute Fahrt!



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