09. Feb 2008 10:45
Der britische Erzbischof Williams hat seinen Vorschlag bekräftigt, die Scharia in bestimmten Fällen in Großbritannien anzuwenden. Teile des islamischen Rechts seien gesellschaftlich längst anerkannt.
Rowan sagte, die negativen Reaktionen auf seine Überlegungen zur Anwendung von Teilen der Scharia für in Großbritannien lebende Muslime hätten ihn geschockt. Er habe «gewiss nicht dazu aufgerufen, sie als eine parallele Rechtsprechung neben dem geltenden Zivilrecht einzuführen». Es sei ihm nur darum gegangen, «gewisse Elemente der Scharia» zu berücksichtigen, die in der Praxis der britischen Gesellschaft längst anerkannt seien. Williams sei zu weit gegangen und habe sich isoliert, erklärte Synodenmitglied Alison Ruoff. «Was wir jetzt brauchen, ist eine starke christliche biblische Führung», sagte sie. Edward Armistad, ebenfalls Mitglied der Synode, sagte, Williams sei «nicht der richtige Mann für diesen Job».
Die Scharia-Äußerungen des Erzbischofs hatten am Freitag einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die Regierung lehnte die Idee des liberalen Kirchenführers rundweg ab. Selbst in muslimischen Kreisen fand Williams nur vereinzelt Zustimmung. (dpa)