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Bhutto starb an Wucht der Explosion

08. Feb 2008 09:25
Sie kam im Januar bei einem Attentat ums Leben: Benazir Bhutto
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Einem Bericht von Scotland Yard zufolge soll die pakistanische Oppositionsführerin Bhutto nicht durch Schüsse getötet worden sein. Ihre Partei hegt jedoch Zweifel an der These der britischen Ermittler.

Die pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto ist einem Untersuchungsbericht von Scotland Yard zufolge bei ihrer Wahlkampfveranstaltung durch die Wucht der Explosion getötet worden. Kurz zuvor abgefeuerte Schüsse seien nicht die Todesursache gewesen, meldete die «New York Times» am Freitag unter Berufung auf den Bericht britischer Ermittler.

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Der Bericht sollte am Freitag offiziell vorgestellt werden. Dem Blatt zufolge soll es sich um einen Einzeltäter gehandelt haben und nicht wie ursprünglich angenommen um zwei Attentäter. Die Ergebnisse stützen die Darstellung der pakistanischen Regierung. Diese gab zunächst an, dass die ehemalige Ministerpräsidentin an einer Kopfwunde gestorben sei, als sie von der Wucht der Explosion gegen ihr Fahrzeug geschleudert worden war.

Anhänger und Familienangehörige Bhuttos hatten diese Version des Ablaufs bezweifelt und der Regierung von Präsident Pervez Musharraf mangelnde Sicherheitsvorkehrungen vorgeworfen. Sie gingen davon aus, dass der Attentäter so nahe an die Politikerin herankam, dass er vor dem Anschlag noch tödliche Schüsse auf sie abfeuern konnte.

Bhuttos Partei kritisiert Scotland Yard

Eine Sprecherin von Bhuttos Partei, der Pakistanische Volkspartei (PPP), kritisierte, dass die Ermittler von Scotland Yard keine unabhängige Untersuchung durchgeführt hätten. Sie habe den vollständigen Bericht noch nicht gelesen, aber die Ermittler seien von der pakistanischen Polizei abhängig gewesen, sagte Sherry Rehman. Deswegen bleibe die PPP dabei, dass Bhutto einer Schussverletzung erlegen sei. Die pakistanische Regierung und US-Geheimdienste sehen den der Al Qaeda nahestehenden Taliban-Kriegsherren Baitullah Mehsud als Drahtzieher des Attentats auf Bhutto.

Musharraf hatte die Ermittler von Scotland Yard nach dem Attentat vom 27. Dezember in Rawalpindi eingeladen, nachdem Verschwörungstheorien auch die Regierung belastet hatten und das Vertrauen in eine unabhängige Untersuchung fehlte. Die Parlamentswahlen wurden nach dem Attentat verschoben und nun auf den 18. Februar festgesetzt.

Die religiös vorgeschriebene 40-tägige Trauerperiode nach Bhuttos Tod lief am Donnerstag aus, rund 10.000 Menschen versammelten sich daher an ihrem Grab. Die PPP, die inzwischen von Bhuttos Ehemann Asif Ali Zardari geleitet wird, kündigte an, den Wahlkampf nun wiederaufzunehmen. Für den Samstag war erstmals wieder eine große Wahlkampfveranstaltung geplant. Am Donnerstag hatte die Polizei in Zusammenhang mit dem Attentat zwei Verdächtige in Rawalpindi festgenommen. Bereits im Januar waren zwei Verdächtige inhaftiert worden, darunter ein 15-Jähriger. (AP)

 
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