20.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Gruppe Al Kaida im Maghreb hatte sich zu den Anschlägen in Algier bekannt.
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Die französische Polizei hat einen Erfolg gegen Unterstützer des Al-Qaeda-Zweigs verbuchen können, der sich zu den jüngsten Anschlägen in Algier bekannt hatte. Mehrere Personen wurden festgenommen.
Die französische Polizei hat fünf mutmaßliche Anhänger der algerischen Terrororganisation «Al Qaeda im islamischen Maghreb» festgenommen und anschließend verhört. Die Festnahmen seien der wichtigste Schlag gegen die Terrorgruppe in diesem Jahr, sagte ein Ermittler der Zeitung «Le Figaro». Am Dienstag waren zunächst insgesamt acht Personen - sieben Algerier und ein Franzose - festgenommen worden. Drei wurden inzwischen wieder freigelassen.
Die Festnahmen stünden zwar nicht in einem direkten Zusammenhang zu den jüngsten Selbstmordanschlägen gegen UN- und Gerichtsgebäude in Algier, schreibt die Zeitung. Die Gruppe Al Qaeda im Maghreb hatte jedoch nach eigenen Angaben die Anschläge, bei denen nach offiziellen Angaben 42 Menschen getötet wurden, verübt. Es gebe auch keine Hinweise auf ein konkretes, in Frankreich geplantes Attentat. Die Männer im Alter zwischen 30 und 35 Jahren seien am Dienstagvormittag im Großraum Paris und in der Gegend von Rouen in der Normandie festgenommen worden.
Laut der Zeitung versuchte der französische Geheimdienst DST bereits seit Monaten, das Unterstützernetzwerk zu zerschlagen. In den Wohnungen der Verdächtigen beschlagnahmten die Sicherheitskräfte auch Computer und Kommunikationsausrüstung, die nach Einschätzung der Ermittler an die Gruppe Al Qaeda im Maghreb geliefert werden sollten. (dpa/AP)