UN stimmt für Abschaffung der Todesstrafe
19.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Organisation Amnesty International sprach von einem wichtigen Beschluss. «Die Entscheidung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer Welt ohne Todesstrafe», sagte der Experte Oliver Hendrich in Berlin. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation wurden im Jahr 2006 mindestens 1.591 Menschen hingerichtet, die meisten davon in China. 3.861 Todesurteile wurden bekannt. Insgesamt finden neun von zehn Exekutionen in China, Iran, Irak, Pakistan, Sudan und den USA statt.
Seit Jahren beobachtet Amnesty International einen Trend zur Abschaffung der Todesstrafe. 88 Staaten strichen sie ganz, 42 wenden sie derzeit nicht an. Nur 62 Mitgliedsländer der UN, in denen allerdings zwei Drittel der Weltbevölkerung leben, halten an der Todesstrafe fest. In den Todeszellen werden mehr als 20.000 Verurteilte vermutet. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben von Amnesty International in 25 Staaten fast 1600 Menschen hingerichtet. (epd/dpa)

