12. Dez 2007 10:18
Das Benzin wurde knapp und die Supermärkte hatten Angst um ihren Lebensmittelnachschub. Jetzt hat die italienische Regierung angekündigt, streikende LKW-Fahrer, die die Straßen blockieren, zu bestrafen.
Bianchi begründete den Schritt damit, dass es mittlerweile die konkrete Gefahr gebe, dass die Lieferung von wichtigen Gütern ausbleibe. Dies würde die Grundrechte der Bürger beeinträchtigen, sagte Bianchi. Seit die Lkw-Fahrer am Montag ihren Ausstand begonnen hatten, war bereits in weiten Landesteilen das Benzin knapp geworden. Verbraucherverbände hatten gewarnt, dass bald in den Supermärkten und Geschäften auch die Obst- und Gemüseregale leer sein könnten. Die Gewerkschaften hatten zu einem fünftägigen Streik aufgerufen, der bis zum Freitag dauern sollte.
Am Grenzübergang von Ventimiglia in Richtung Frankreich hatten am Dienstagmorgen rund 2000 Laster den Verkehr blockiert, es kam zu langen Staus. Auch auf anderen Autobahnen stockte der Verkehr. Ein Treffen von Gewerkschaftsführern mit Transportminister Alessandro Bianchi endete erfolglos, berichteten italienische Medien. Bereits am Montag hatte auf vielen Straßen Chaos geherrscht.
Unter anderem fordern die Arbeitnehmervereinigungen Hilfen wegen der immer weiter steigenden Benzinpreise. Die Mehrausgaben für Speditionen und andere Firmen seien beträchtlich. (dpa)