Die Nato bereitet sich unterdessen auf eine mögliche Unabhängigkeitserklärung in der abtrünnigen serbischen Provinz vor. Auch in diesem Fall soll die 16.000 Mann starke Friedenstruppe KFOR im Kosovo für Sicherheit sorgen. Dies wollen die Nato-Außenminister während eines Treffens an diesem Donnerstag und Freitag in Brüssel bekräftigen. «Wir werden deutlich machen, dass wir mit KFOR im Kosovo bleiben und jeder Gefahr begegnen werden, aus welcher Richtung diese auch kommen mag», sagte ein hochrangiger US-Diplomat in Brüssel. Die KFOR-Truppen, darunter fast 3000 deutsche Soldaten, seien für den Fall einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung der albanischstämmigen Kosovaren darauf vorbereitet, Ruhe und Ordnung im Kosovo zu garantieren und auch die serbische Minderheit zu schützen.
Die sogenannte Kosovo-Troika (EU, Russland, USA) legt am 10. Dezember UN-Generalsekretär Ban Ki Moon einen Bericht über die gescheiterten Bemühungen um eine Verständigung zwischen Kosovo-Albanern und Serben auf den künftigen Status des Gebietes vor. Danach wird mit einer Unabhängigkeitserklärung der Kosovaren gerechnet. Lawrow hatte am Mittwoch dem Westen vorgeworfen, er «blockiere» die Kosovo-Verhandlungen, indem er «fortwährend über die unausweichliche Unabhängigkeit des Kosovos redet». (nz/dpa)