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Serbischer Regierungsberater droht Kosovo

05. Dez 2007 16:58
Kriegsdrohungen gegen das Kosovo
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In Serbien streiten Politiker über die angekündigte Unabhängigkeitserklärung des Kosovo. Ein Berater von Regierungschef Simic findet, Krieg sei in diesem Fall ein «Rechtsmittel».

Ein einflussreicher serbischer Politiker hat mit Krieg gedroht, sollte sich die abtrünnige Provinz Kosovo wirklich abspalten und für unabhängig erklären. «In jedem Fall werden die Staatsinteressen auch mit Krieg verteidigt», sagte der Berater des serbischen Regierungschefs, Aleksandar Simic, nach Medienangaben vom Mittwoch in Belgrad. Für ihn sei Krieg ein «Rechtsmittel».

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Die Demokratische Partei des serbischen Präsidenten Boris Tadic verurteilte die Drohung von Simic mit scharfen Worten. Es handele sich um eine «unverantwortungsvolle und gefährliche Äußerung». Diese «bedrohliche und gefährliche Position» sende «die Botschaft, dass in Serbien eine kriegstreiberische Politik betrieben wird».

Schon am Vortag hatte sich der serbisch-orthodoxe Bischof Artemije für sofortigen militärischen Druck noch vor der sich abzeichnenden Unabhängigkeitserklärung des Kosovos ausgesprochen.

KFOR bleibt im Kosovo auch bei Unabhängigkeit

Die Nato bereitet sich unterdessen auf eine mögliche Unabhängigkeitserklärung in der abtrünnigen serbischen Provinz vor. Auch in diesem Fall soll die 16.000 Mann starke Friedenstruppe KFOR im Kosovo für Sicherheit sorgen. Dies wollen die Nato-Außenminister während eines Treffens an diesem Donnerstag und Freitag in Brüssel bekräftigen.

«Wir werden deutlich machen, dass wir mit KFOR im Kosovo bleiben und jeder Gefahr begegnen werden, aus welcher Richtung diese auch kommen mag», sagte ein hochrangiger US-Diplomat in Brüssel. Die KFOR-Truppen, darunter fast 3000 deutsche Soldaten, seien für den Fall einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung der albanischstämmigen Kosovaren darauf vorbereitet, Ruhe und Ordnung im Kosovo zu garantieren und auch die serbische Minderheit zu schützen.

Die sogenannte Kosovo-Troika (EU, Russland, USA) legt am 10. Dezember UN-Generalsekretär Ban Ki Moon einen Bericht über die gescheiterten Bemühungen um eine Verständigung zwischen Kosovo-Albanern und Serben auf den künftigen Status des Gebietes vor. Danach wird mit einer Unabhängigkeitserklärung der Kosovaren gerechnet. Lawrow hatte am Mittwoch dem Westen vorgeworfen, er «blockiere» die Kosovo-Verhandlungen, indem er «fortwährend über die unausweichliche Unabhängigkeit des Kosovos redet». (nz/dpa)

 
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