Laut dem Kinderhilfswerk UNICEF sind weit mehr als 50.000 Kriegsflüchtlinge von dringend benötigter humanitärer Hilfe abgeschnitten. Die Menschen litten unter akutem Nahrungsmittelmangel und würden nicht medizinisch versorgt. Helfer könnten aufgrund der gefährlichen Sicherheitslage nicht zu ihnen vordringen.Menschenrechtsgruppen und internationale Helfer werfen allen Konfliktparteien zahlreiche Verbrechen an der Zivilbevölkerung vor. Vor allem die sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat dramatisch zugenommen. Zudem werden seit einigen Monaten verstärkt Kinder als Soldaten missbraucht.
Der ethnische Tutsi Nkunda begründet seinen Krieg gegen die kongolesische Regierung damit, dass diese Hutu-Rebellen unterstütze. Im Krieg zwischen dem ehemaligen Zaire und Ruanda zwischen 1998-2003 hatte die ruandische Regierung Nkunda ausgerüstet. Er sollte Hutu-Milizen verfolgen, die für den ruandischen Völkermord im Jahr 1994 verantwortlich gemacht werden. (nz/dpa/epd)