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Britische Lehrerin im Sudan begnadigt

03. Dez 2007 14:36, ergänzt 16:39
Die britische Lehrerin Gillian Gibbons ist frei
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Gillian Gibbons ist frei. Die Lehrerin war wegen Anstiftung zum Hass auf den Islam zu 15 Tagen Haft verurteilt worden. Sie hatte ihren Schülern erlaubt, einen Teddybär Mohammed zu nennen.

Die britische Lehrerin Gillian Gibbons, die in der vergangenen Woche wegen Anstiftung zum Hass auf den Islam zu 15 Tagen Haft verurteilt worden war, wurde am Montag freigelassen. Nach Angaben des Senders BBC wurde sie britischen Diplomaten übergeben. Aus Sicherheitsgründen wurden keine Angaben über ihren Aufenthaltsort gemacht.

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Gibbons war zuvor vom sudanesischen Präsidenten Omar al Baschir begnadigt worden. In einer vom Präsidentenpalast herausgegeben Erklärung hieß es, Gibbons habe in einem Brief ihr Bedauern geäußert, falls sie Leid verursacht haben sollte. Sie habe auch ihren großen Respekt für den Islam zum Ausdruck gebracht. Sie freue sich zwar, ihre Familie wiederzusehen, bedauere es aber sehr, dass sie nicht in den Sudan zurückkehren könne.

Die Lehrerin war verurteilt worden, weil sie es zugelassen hatte, dass siebenjährige Schüler der christlichen Privatschule, an der sie unterrichtet hatte, einen im Unterricht verwendeten Teddybären nach dem Propheten Mohammed benannten. Am Freitag forderten deswegen Tausende Demonstranten in der sudanesischen Hauptstadt die Hinrichtung der 54-Jährigen. Auch am Montag demonstrierte eine kleine Gruppe von Demonstranten vor der britischen Botschaft in Khartum gegen die bevorstehende Begnadigung der Pädagogin.

Erleichterung in Großbritannien

Der britische Premierminister Gordon Brown zeigte sich «erfreut und erleichtert» über die Begnadigung. «Der gesunde Menschenverstand hat sich durchgesetzt», sagte er. Er fügte hinzu: «Ich war froh, dass sich während ihrer Gefangenschaft überall in Großbritannien muslimische Gruppen für sie eingesetzt haben.»

John Gibbons, der 25jährige Sohn der Lehrerin, sagte in Liverpool, Brown habe ihn persönlich über die Begnadigung seiner Mutter informiert. «Wir sind sehr erfreut. Jetzt müssen wir unsere Aufregung noch so lange unterdrücken, bis sie an Bord des Flugzeuges ist.» Die Familie sei der britischen Regierung und vor allem zwei muslimischen Abgeordneten des Oberhauses dankbar für ihre Bemühung um die Freilassung von Gibbons.

Der britische Oberhaus-Abgeordnete Lord Amed von der Labour-Party und seine Kollegin Baroness Sayeeda Warsi von den Konservativen waren in den Sudan gereist, um sich für die Freilassung der Lehrerin einzusetzen. Am Montagvormittag waren die beiden Abgeordneten vom sudanesischen Präsidenten empfangen worden.

Auch ein Sprecher der sudanesischen Botschaft in London reagierte «überaus erfreut» auf die Nachricht von der Begnadigung der Lehrerin. Er sprach von einem «kulturellen Missverständnis», das die Beziehungen zwischen Großbritannien und dem Sudan nicht belasten solle. (AP/dpa)

 
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