Der britische Premierminister Gordon Brown zeigte sich «erfreut und erleichtert» über die Begnadigung. «Der gesunde Menschenverstand hat sich durchgesetzt», sagte er. Er fügte hinzu: «Ich war froh, dass sich während ihrer Gefangenschaft überall in Großbritannien muslimische Gruppen für sie eingesetzt haben.»John Gibbons, der 25jährige Sohn der Lehrerin, sagte in Liverpool, Brown habe ihn persönlich über die Begnadigung seiner Mutter informiert. «Wir sind sehr erfreut. Jetzt müssen wir unsere Aufregung noch so lange unterdrücken, bis sie an Bord des Flugzeuges ist.» Die Familie sei der britischen Regierung und vor allem zwei muslimischen Abgeordneten des Oberhauses dankbar für ihre Bemühung um die Freilassung von Gibbons.
Der britische Oberhaus-Abgeordnete Lord Amed von der Labour-Party und seine Kollegin Baroness Sayeeda Warsi von den Konservativen waren in den Sudan gereist, um sich für die Freilassung der Lehrerin einzusetzen. Am Montagvormittag waren die beiden Abgeordneten vom sudanesischen Präsidenten empfangen worden.
Auch ein Sprecher der sudanesischen Botschaft in London reagierte «überaus erfreut» auf die Nachricht von der Begnadigung der Lehrerin. Er sprach von einem «kulturellen Missverständnis», das die Beziehungen zwischen Großbritannien und dem Sudan nicht belasten solle. (AP/dpa)