Pakistans Ex-Premier Sharif kaltgestellt
03.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der pakistanische Oppositionspolitiker Nawaz Sharif
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Erst hatte Musharraf den Oppositionspolitiker wegen Hochverrates verurteilt. Jetzt droht Nawiz Sharif wegen dieser Vorstrafen, von der Wahl in Pakistan ausgeschlossen zu werden.
Dem früheren pakistanischen Ministerpräsidenten Nawaz Sharif droht der Ausschluss von der Parlamentswahl am 8. Januar. Die Wahlkommission lehnte am Montag die von ihm eingereichten Unterlagen ab.
Damit droht sich die politische Krise in Pakistan zu vertiefen, die Präsident Pervez Musharraf vor einem Monat mit der Verhängung des Ausnahmezustands auslöste. Sharif wollte am Montag noch mit Oppositionsführerin Benazir Bhutto zusammenkommen, um mit ihr über einen gemeinsamen Boykott der Wahl zu beraten.
Ein Anwalt von Sharif kündigte an, es werde eine Klage vor Gericht gegen die Entscheidung der Wahlkommission erwogen. Beschwerde gegen die Kandidatur hatten Konkurrenten eingelegt, die im selben Wahlkreis wie Sharif in Lahore antreten wollen. Sie machten zur Begründung geltend, dass Sharif wegen einer Verurteilung im Zusammenhang mit seinem Sturz 1999 nicht antreten dürfe.
Sharif war im Jahr 2000 nach seiner Entmachtung durch den damaligen Armeechef und jetzigen Präsidenten Pervez Musharraf wegen Hochverrats und Korruption verurteilt worden. Er war danach ins Exil nach Saudi-Arabien gegangen, von wo er vor zwei Wochen zurückgekehrt ist. (AP,dpa)