03. Dez 2007 11:58
Wie in Annapolis angekündigt, hat Israel mehrere hundert Palästinenser freigelassen. Die Hamas feuerte unterdessen mit Kassam-Raketen auf Grenzstädte im Süden des Landes.
Bei den Freigelassenen handelt es sich in der überwiegenden Mehrheit nur um Männer, die zur Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gehören. Mitglieder der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas wurden nicht frei gelassen. Mit der Freilassung der Gefangenen soll die Position des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas gestärkt werden, der sich wie der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert in der vergangenen Woche auf der Nahost-Konferenz in Annapolis bereit erklärt hatte, bis Ende 2008 ein Friedensabkommen zu erreichen.Bereits am Sonntag konnten 199 Palästinenser aus dem Gazastreifen nach Ägypten ausreisen. Es handelt sich dabei um Palästinenser, die normalerweise im Ausland leben und wegen der Abriegelung des Gazastreifens nach der Machtübernahme der Hamas im Juni dort gestrandet waren.
Unterdes haben Israelische Soldaten haben am Montag bei einem Feuergefecht im nördlichen Gazastreifen drei Mitglieder der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas getötet. Die drei Männer hätten in der Nähe des Grenzzaunes zu Israel eine Bombe gezündet und dabei einen israelischen Armeeangehörigen verletzt, heißt es in einer Erklärung der Al-Kassam-Brigaden, des militanten Flügels der Hamas.
Nach palästinensischen Angaben sind damit in den vergangenen zehn Tagen 17 Hamas-Mitglieder getötet worden. Nach Angaben einer israelischen Armeesprecherin haben militante Palästinenser allein am Sonntag 14 Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen auf israelische Grenzstädte abgefeuert. Allein im vergangenen Monat sei Israel mit rund 240 Kassam-Raketen und Mörsergranaten beschossen worden. (nz/AP/dpa)