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Luftwaffen-Major unter Misshandlungsverdacht

01. Dez 2007 14:05
Die Luftwaffe ist mit Tornados in Afghanistan im Einsatz.
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Er habe Soldaten angebrüllt, misshandelt und sei sogar mit einer Peitsche auf sie losgegangen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen in den Masar-i-Scharif eingesetzten Luftwaffen-Major.

Ein Stabsoffizier der Luftwaffe soll bei einem Einsatz in Afghanistan Untergebene misshandelt haben. Die Affäre sei Anfang November nach der Rückkehr der Soldaten bekanntgeworden, sagte der Pressesprecher der Luftwaffe in Jagel (Kreis Schleswig), Jürgen Löffler, am Samstag und bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel». Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Reinhold Robbe (SPD), forderte eine umfassende Aufklärung der Vorfälle.


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Laut «Spiegel» soll der Major Untergebene angebrüllt und misshandelt haben. Auch soll er mit einer Peitsche auf Kameraden losgegangen sein. Der Luftwaffen-Sprecher sagte, die mutmaßlichen Taten seien schon länger her, aber erst jetzt bekannt geworden. Die Soldaten aus dem Tornado-Aufklärungsgeschwader «Immelmann» hätten bei Gesprächen Anfang November von den Vorfällen erzählt, sagte Löffler. Der Major hatte in Afghanistan den für die Flugzeugwartung zuständigen Bereich «Einsatzunterstützung» auf dem Flugplatz Masar-i-Scharif geleitet.

Wegen dringenden des Verdachts auf Misshandlung von Untergebenen ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Flensburg gegen den Stabsoffizier. Reinhold Robbe leitete nach Angaben der «Bild am Sonntag» bereits vor 14 Tagen eine Überprüfung der Vorfälle ein. «Ich nehme das sehr ernst. Es stehen Vorwürfe im Raum, die offensichtlich strafrechtlichen Charakter haben können», sagte der Wehrbeauftragte der Zeitung. Er habe hoch stehende Stellen aufgefordert, das sauber abzuarbeiten, vollkommen aufzuklären, unnachgiebig zu verfolgen und gegebenenfalls mit aller Härte zu ahnden. Bislang lägen noch keine
Ergebnisse vor. Die Überprüfung könne sich noch mehrere Wochen hinziehen. (AP/dpa)

 
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