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Geiselnahme in Clintons Büro unblutig beendet

30. Nov 2007 20:13, ergänzt 01. Dez 2007 01:12
Spezialeinheiten geleiten eine Geisel aus dem Wahlkampfbüro
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Ein vermutlich bewaffneter Mann hat über Stunden ein Wahlkampfbüro von Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton besetzt. Der Mann hatte die Senatorin sprechen wollen.

Die Geiselnahme eines angeblich geistig gestörten Täters in einem Wahlkampfbüro von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ist unblutig zu Ende gegangen. US-Fernsehsender zeigten am Freitagabend die Bilder des mutmaßlichen Täters, der mit erhobenen Händen das Wahlkampfbüro der demokratischen Präsidentschaftskandidatin in Rochester im US- Bundesstaat New Hampshire verließ.

Der Mann legte sich flach auf den Boden, Polizisten legten ihm darauf Handschellen an und führten ihn ab. Kurz zuvor hatte er den Angaben zufolge eine letzte Geisel freigelassen. Die Geiselnahme dauerte über sechs Stunden.

Unbestätigten Berichten zufolge handelte es sich bei dem Täter um einen den Behörden der Stadt bekannten geistig gestörten Mann. Er habe mit Clinton sprechen wollen, außerdem habe er sich über den Zustand der psychiatrischen Krankenhäuser beschweren wollen.

Clinton selbst hatte sich nicht in dem Büro befunden. Angesichts der Ereignisse sagte sie eine geplante Rede im US-Staat Virginia ab. «Wir sind in engem Kontakt mit den Behörden und verhalten uns nach deren Anweisung», teilte Clinton in einer Presseerklärung mit.

Unmittelbar nach Beginn der Geiselnahme hatte der ältere Mann bereits eine Mutter mit ihrem Baby freigelassen, nach einiger Zeit ließ er eine weitere Personen gehen.

Ein leitender Wahlkampfmanager Clintons in New Hampshire, Bill Shaheen, sagte, der Mann trage offenbar einen Sprengstoffgürtel an seinem Körper. Bei den Geiseln handelte es sich um freiwillige Helfer.

Eine Augenzeugin sagte im Fernsehsender WMUR, sie habe mit der Mutter gesprochen, die von dem Täter freigelassen worden sei. «Sie sagte, Sie müssen 911 (den Notruf) anrufen. Gerade ist ein Mann in das Clinton-Büro gegangen, hat seinen Mantel geöffnet und uns eine Bombe gezeigt, die mit Pflaster auf seine Brust geklebt ist.»

Die Umgebung des Gebäudes, darunter eine Schule, waren evakuiert und das Gelände abgesperrt worden. Vorsichtshalber wurden auch zwei nahe gelegene Wahlkampfbüros der demokratischen Bewerber Barack Obama und John Edwards geräumt. (nz/AP/dpa)

 
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