30. Nov 2007 11:52
Die britische Innenministerin Smith hat eindringlich vor Anschlägen mit Bomben mit radioaktivem Material gewarnt. Die Bedrohung müsse «sehr ernst» genommen werden.
«Wir sprechen von Anschlägen an dicht bevölkerten Orten, wir sprechen von der potenziellen Anwendung schmutziger Bomben», sagte Smith. Die Bedrohung müsse «sehr ernst genommen werden». Als schmutzige Bombe wird ein herkömmlicher Sprengsatz bezeichnet, der mit Nuklearmaterial - zum Beispiel aus medizinischen Geräten - gefüllt ist. Bei der Zündung wird gefährliches radioaktives Material freigesetzt. Die jüngste Terrorattacke auf den Flughafen in Glasgow und die beiden gescheiterten Autobombenanschläge in London Anfang Juli erfolgten nur wenige Tage nach ihrem Amtsantritt. Der Chef des britischen Inlandsgeheimdienstes, Jonathan Evans, hatte erst kürzlich erklärt, die Zahl der unter Beobachtung stehenden mutmaßlichen muslimischen Terroristen in Großbritannien sei von 1600 auf 2000 gestiegen. Die bislang schwersten Anschläge muslimischer Attentäter erlebte Großbritannien am 7. Juli 2005, als vier Männer mit Rucksackbomben in Londoner U-Bahnen und in einem Bus 52 Menschen mit sich in den Tod rissen. (nz/dpa)