Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Sarkozy sieht in Krawallen keine «soziale Krise»

29. Nov 2007 17:01
Trauer um die getöteten Jugendlichen in Villiers le Bel
Bild vergrößern
Frankreichs Staatschef Sarkozy will nach den jüngsten Krawallen hart durchgreifen. Zudem sollen Gendarmerie und Polizei stärker verzahnt werden. Die Sozialisten werfen ihm vor, die Konflikte selbst geschürt zu haben.

Mit massiver Polizeipräsenz hat die französische Regierung in der Nacht zum Donnerstag ein Wiederaufflammen der Unruhen in Pariser Einwanderer-Vorstädten verhindert. Rund 1000 Polizisten sowie Hubschrauber sicherten den Brennpunkt Villiers-le- Bel, wo es zu Wochenbeginn zu Ausschreitungen gekommen war. «Was in Villiers-le-Bel passiert ist, hat nichts mit sozialer Krise zu tun, aber alles mit Gaunerherrschaft», sagte Präsident Nicolas Sarkozy vor Polizisten in Paris. Er werde hart gegen die Täter durchgreifen und zudem in einer Reform Polizei und Gendarmerie näher zusammenführen. Gendarmen unterstehen als Soldaten dem Verteidigungsministerium.

Mehr in der Netzeitung:
  • Ausschreitungen in sechs Pariser Vorstädten
    27. Nov 2007 07:29, ergänzt 10:08
  • Pariser Polizei bringt Anwohner in Rage 26. Nov 2007 10:48, ergänzt 13:06
  • Anlass der Krawalle war der Unfalltod zweier Jugendlicher gewesen, die mit ihrem Motorrad gegen einen Streifenwagen gefahren waren. Ein Amateurvideo weckt Zweifel an der Darstellung der Polizei, Randalierer hätten nach dem Unfall den Streifenwagen attackiert.

    Die Sozialisten werfen Sarkozy vor, mit der Abschaffung der Nachbarschaftspolizei und dem Rückgriff auf die kasernierte Bereitschaftspolizei die Konfrontation gefördert zu haben. Außerdem gebe die Regierung zu wenig Geld für die Vorstädte aus, sagte der Abgeordnete Henri Emmanuelli. Der Polizei warf er vor, «den Eindruck einer Besatzungspolizei» zu vermitteln.

    Die aus einer Einwanderersiedlung stammende Staatssekretärin für Städtebau, Fadela Amara, erklärte, bei den Unruhen gehe es nicht um die «soziale Krise», die sie mit ihrem Plan «Achtung und Chancengleichheit» bekämpfen wolle. «Hier geht es um anarchische städtische Gewalt», sagte die einstige Gründerin einer Einwanderer- Frauenbewegung. Sarkozy will den Plan am 22. Januar präsentieren. (dpa)

     
    DruckenVersenden
    • Bookmark:
    • Mister Wong Webnews Yigg Linkarena Google My Space Del.icio.us Oneview Facebook Twitter
     
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zu weiteren Bildergalerien
     
    Justizministerium bestätigt bestialische Attacken: 
    Häftling in sächsischem Jugendgefängnis gefoltert
    Parteitag in Hamburg: 
    Piratenpartei will Bundestag entern
    Zum Wissenstest

    Alle Wissenstests

    Aus anderen Ressorts
    Live Top 5
    netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
    Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
    •  Berlin 20°
    •  Hamburg 15°
    •  Köln 20°
    •  Frankfurt 21°
    •  Stuttgart 18°
    •  München 17°
    Anzeigen:
    Zur Autogazette

    Geschäftsführer: Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
    NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
    Alle Rechte © 2009 NZ Netzeitung GmbH
     
    Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
     
    IT & Security by Procado
     
    [ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
    Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.