Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Armeechef soll libanesischer Präsident werden

29. Nov 2007 16:48
General Michel Suleiman soll libanesischer Staatspräsident werden
Bild vergrößern
Im Streit um die Besetzung des obersten Staatsamtes im Libanon zeichnet sich ein Kompromiss ab. Allerdings muss für die Kandidatur von Armeechef Suleimann die Verfassung geändert werden.

Die libanesische Regierungsmehrheit und die pro- syrische Opposition haben sich nach monatelangem Tauziehen auf einen Kompromisskandidaten für das Amt des Staatspräsidenten geeinigt. «Ich hoffe, dass der Kommandeur der Streitkräfte, General Michel Suleiman, unser gemeinsamer Kandidat sein wird, sobald die rechtlichen Hürden beiseite geräumt sind», sagte der frühere General Michel Aoun am Donnerstag in Beirut. Aoun war zunächst selbst als Kandidat der von der Hisbollah angeführten Opposition vorgeschlagen worden.

Mehr in der Netzeitung:
Die anti-syrische Parlamentsmehrheit um Regierungschef Fuad Siniora hatte zuvor bereits ihre Unterstützung für Suleiman bekundet. Für seine Kandidatur ist jedoch eine Verfassungsänderung nötig, da sich hochrangige Staatsdiener erst zwei Jahre nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt als Präsidentschaftskandidat aufstellen lassen dürfen.

Die Wahl eines Staatspräsidenten wurde bereits fünf Mal verschoben, weil sich die anti-syrische Parlamentsmehrheit und die Opposition nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten verständigen konnte. Zuletzt hatte das Parlament die Wahl für kommenden Freitag angesetzt. Aus dem Umfeld von Parlamentspräsident Nabih Berri hieß es nun am Donnerstag, dass dieser Termin voraussichtlich um zwei bis vier Tage verschoben wird.

Suleiman, der sowohl zu der Regierungskoalition, als auch zu Syrien gute Beziehungen unterhält, hatte in den vergangenen Monaten dafür gesorgt, dass sich die Armee in dem Konflikt, der das Land seit einem Jahr politisch paralysiert, neutral verhält.

Seit dem Ende der Amtszeit von Präsident Émile Lahoud vor einer Woche ist das Land ohne Staatsoberhaupt. Der libanesische Staatspräsident muss verfassungsgemäß stets ein maronitischer Christ sein, während das Amt des Regierungschefs den sunnitischen Muslimen, das des Parlamentspräsidenten den Schiiten vorbehalten ist. (nz/dpa)

 
DruckenVersenden
  • Bookmark:
  • Mister Wong Webnews Yigg Linkarena Google My Space Del.icio.us Oneview Facebook Twitter
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
 
Justizministerium bestätigt bestialische Attacken: 
Häftling in sächsischem Jugendgefängnis gefoltert
Parteitag in Hamburg: 
Piratenpartei will Bundestag entern
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Aus anderen Ressorts
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
  •  Berlin 20°
  •  Hamburg 15°
  •  Köln 20°
  •  Frankfurt 21°
  •  Stuttgart 18°
  •  München 17°
Anzeigen:
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2009 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.