Rumänien reagierte geschockt. Im Gedenken an das Opfer legten viele Menschen spontan Blumen und Kerzen auf dem Bukarester Universitätsplatz nieder. Rumäniens Ministerpräsident Calin Popescu Tariceanu sprach Regierungschef Romano Prodi sein tiefstes Bedauern aus. Die rumänische Regierung bot an, mit Italien zusammenzuarbeiten und schickte umgehend mehrere Polizisten nach Rom. Prodi betonte, mit dem neuen Entscheid wolle Italien die Sicherheit der Bürger verbessern. Das Dekret betrifft in Italien lebende EU-Bürger, die bereits vorbestraft sind, aber auch all jene, die die Polizei als «Gefährdung der öffentlichen Sicherheit» ansieht. Bei besonders schweren Verbrechen, wie im Falle des Überfalls auf die Italienerin, solle den Tätern aber weiterhin die italienische Justiz den Prozess machen, hieß es. Bei allen kleineren Vergehen kann der Richter die sofortige Ausweisung veranlassen.