Die Sanktionen könnten nach Angaben der «Washington Post» hunderte ausländische Firmen mit Geschäftsbeziehungen in den Iran betreffen. Die Garden kontrollierten zunehmend die iranische Wirtschaft, darunter mittels Bau-, Öl-, und Telekom-Unternehmen. Die USA werfen den Revolutionsgarden seit langem vor, extremistische irakische Milizionäre auszubilden, zu finanzieren und sie mit Waffen auszurüsten. Insbesondere der Al-Kuds-Einheit wird massive Unterstützung der radikalen Schiiten angelastet und damit eine Mitverantwortung für die Anschläge auf US-Soldaten im Irak.Rice und Paulson nannten im speziellen drei iranische Staatsbanken, die durch die Sanktionen vom internationalen Finanzsystem isoliert werden sollen. «Sie alle haben die Anstrengungen des Irans bei der Verbreitung (von Massenvernichtungswaffen) oder seine Unterstützung des Terrorismus begünstigt», sagte Paulson.
US-Vizepräsident Richard Cheney hatte erst am Sonntag dem Regime in Teheran mit «ernsthaften Konsequenzen» der internationalen Gemeinschaft gedroht, sollte der Iran sein Atomprogramm fortsetzen. Präsident George W. Bush hatte am Dienstag davor gewarnt, dass der Iran schon vor dem Jahr 2015 eine Interkontinentalrakete entwickeln und damit die USA und ganz Europa bedrohen könnte. (dpa)