netzeitung.deBush warnt vor Drittem Weltkrieg

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US-Präsident George W. Bush auf der «USS Abraham Lincoln» (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe US-Präsident George W. Bush auf der «USS Abraham Lincoln»
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Im Atomstreit mit dem Iran hat US-Präsident Bush verbal aufgerüstet. Russlands Präsident Putin unterbreitete dem Iran indes einen Vorschlag zur Beilegung des Streits um das iranische Atomprogramm.

US-Präsident George W. Bush hat den Iran erneut beschuldigt, die Grundlagen zum Bau nuklearer Waffen schaffen zu wollen. Dies aber sei für die Welt nicht akzeptabel, sagte Bush am Mittwoch in Washington. Auf den Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin angesprochen meinte Bush, er gehe nach wie vor davon aus, dass auch Moskau kein Interesse an einem nuklear bewaffneten Iran habe. Dies habe Putin ihm erst im September in Sydney beim APEC- Gipfel versichert, sagte der US-Präsident. Auch im UN-Sicherheitsrat gebe es eine konstruktive Zusammenarbeit, um mit Wirtschaftssanktionen den Iran von seinem Atomprogramm abzubringen.

Die USA würden weiterhin gemeinsam mit anderen Staaten internationalen Druck auf den Iran ausüben, bis sich Teheran entschieße, sein Nuklearprogramm aufzugeben, sagte Bush. Ein nuklear bewaffneter Iran sei eine «sehr ernsthafte Bedrohung» für den Weltfrieden und vor allem auch für Israel. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad habe deutlich gemacht, dass er die Zerstörung Israels anstrebe. Wer also Interesse an der Vermeidung eines Dritten Weltkriegs habe, müsse auch daran interessiert sein, dass der Iran nicht über die Grundlagen für den Bau einer Atombombe verfüge.

Putin hat unterdessen Teheran einen Vorschlag zur Beilegung des Streits um das iranische Atomprogramm unterbreitet. Das meldete die amtliche iranische Nachrichtenagentur IRNA am Mittwoch, ohne Einzelheiten zu nennen. Es hieß lediglich, Putin habe den Vorschlag am Dienstag während eines privaten Gespräch mit dem geistlichen Oberhaupt des Irans, Ayatollah Ali Chamenei, übermittelt. Auch von russischer Seite war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der iranische Atomunterhändler Ali Laridschani bestätigte, Putin habe Chamenei eine «besondere Botschaft» überbracht. Darin gehe es auch um den Atomstreit, zitierte IRNA Laridschani. Der Vorschlag sieht möglicherweise eine Art Auszeit für Sanktionen gegen den Iran vor, wenn Teheran sein umstrittenes Programm zur Urananreicherung aussetzt. In diesem Sinn äußerten sich Gewährsleute mit Verbindungen zu Hardlinern in der iranischen Führung. (dpa/AP)