netzeitung.dePutin reist trotz Anschlagsdrohung in Iran

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Angeblich planen mehrere Selbstmord-Kommandos Anschläge auf Putin (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Angeblich planen mehrere Selbstmord-Kommandos Anschläge auf Putin
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Putin lässt sich von seiner Iran-Reise nicht abschrecken. Zuvor waren Pläne eines möglichen Attentats auf den russischen Präsidenten in Teheran bekannt geworden.

Der russische Präsident Wladimir Putin wird wie geplant in den Iran reisen wird. Das erklärte er am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Wiesbaden.

Zuvor hatte ein Sprecher des Kremls in Teheran den Besuch in Frage gestellt. Er werde natürlich fahren, versicherte Putin jedoch. Der russische Staatschef will von Deutschland aus in den Iran reisen. Am Sonntag hatte eine Mitteilung des Kremls für Aufsehen gesorgt, nach der Putin über einen geplanten Anschlag auf ihn in Teheran unterrichtet wurde.

Russische Medien berichteten, gleich mehrere iranische Selbstmord-Kommandos trachteten dem russischen Staatschef nach dem Leben. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wies die Angaben allerdings zurück. Die amtliche Nachrichtenagentur Irna bezeichnete die Berichte als Teil einer psychologischen Kriegsführung westlicher Geheimdienste, die eine Absage des Besuchs zum Ziel hätten.

Putin, der sich derzeit zu einem Besuch in Deutschland aufhält, will am Montagabend in den Iran reisen. Dort ist ein Treffen der Anrainerstaaten des Kaspischen Meers anberaumt. Außerdem soll Putin am Dienstag auch über das umstrittene iranische Atomprogramm sprechen.

Streit über Atomprojekt
Nach Einschätzung von Beobachtern wird der Westen vor allem auf Anzeichen achten, ob Putin der Regierung in Teheran die baldige Fertigstellung des Atomreaktors in Buschehr in Aussicht stellt. Sollte dies nicht der Fall sein, könne das auf eine tiefergehende Uneinigkeit hinweisen, hieß es.

Russland hatte zugesagt, Technologie und Brennstäbe für den Reaktor zu liefern. Der Kreml warf dem Iran später aber vor, seinen Zahlungsverpflichtungen aus dem Projekt im Umfang von einer Milliarde Dollar nicht nachgekommen zu sein. Die Regierung in Teheran wies die Vorwürfe stets zurück.

Wegen der Unstimmigkeiten wurde Putins Iran-Reise bereits mehrmals verschoben. Zuletzt hatte vor 64 Jahren ein Kreml-Chef den Iran besucht. Auf der so genannten Teheraner Konferenz beriet Josef Stalin mit dem damaligen britischen Premier Winston Churchill und US-Präsident Franklin D. Roosevelt über das weitere Vorgehen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. (AP/dpa)