Putin reist trotz Anschlagsdrohung in Iran
15.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Zuvor hatte ein Sprecher des Kremls in Teheran den Besuch in Frage gestellt. Er werde natürlich fahren, versicherte Putin jedoch. Der russische Staatschef will von Deutschland aus in den Iran reisen. Am Sonntag hatte eine Mitteilung des Kremls für Aufsehen gesorgt, nach der Putin über einen geplanten Anschlag auf ihn in Teheran unterrichtet wurde.
Putin, der sich derzeit zu einem Besuch in Deutschland aufhält, will am Montagabend in den Iran reisen. Dort ist ein Treffen der Anrainerstaaten des Kaspischen Meers anberaumt. Außerdem soll Putin am Dienstag auch über das umstrittene iranische Atomprogramm sprechen.
Russland hatte zugesagt, Technologie und Brennstäbe für den Reaktor zu liefern. Der Kreml warf dem Iran später aber vor, seinen Zahlungsverpflichtungen aus dem Projekt im Umfang von einer Milliarde Dollar nicht nachgekommen zu sein. Die Regierung in Teheran wies die Vorwürfe stets zurück.
Wegen der Unstimmigkeiten wurde Putins Iran-Reise bereits mehrmals verschoben. Zuletzt hatte vor 64 Jahren ein Kreml-Chef den Iran besucht. Auf der so genannten Teheraner Konferenz beriet Josef Stalin mit dem damaligen britischen Premier Winston Churchill und US-Präsident Franklin D. Roosevelt über das weitere Vorgehen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. (AP/dpa)

