12. Okt 2007 12:59
Der Generalinspekteur des US-Geheimdienstes wird von seiner Behörde überprüft. Er hatte der CIA-Spitze unmenschliche Verhörmethoden vorgeworfen.
Zugleich wurden Bedenken laut, CIA-Direktor Michael Hayden könnte versuchen, Helgersons Ermittlungen zu behindern. Dagegen versicherte ein CIA-Sprecher, Hayden glaube an die Arbeit des Generalinspekteurs und habe den Großteil seiner Untersuchungsergebnisse akzeptiert. Helgerson hat der Führung des US-Geheimdienstes schwere Versäumnisse vor den Anschlägen vom 11. September 2001 vorgeworfen. Unter anderem kritisierte er, es habe nie einen umfassenden Plan zur Bekämpfung des Terrornetzwerks Al Qaeda gegeben.
Der Inspekteur, der seit 2002 im Amt ist, habe sich in der Behörde auch durch genaue Untersuchungen der CIA-Inhaftierungspraktiken unbeliebt gemacht, schrieb die «New York Times». Helgerson sei dabei ein Mangel an Objektivität vorgeworfen worden.
In einem im Frühjahr 2004 veröffentlichten Bericht hatte Helgerson außerdem festgestellt, dass von CIA-Agenten geführte Verhöre in einigen Fällen «grausam, unmenschlich und herabwürdigend» gewesen seien. (nz/AP)