09. Okt 2007 13:18
Trotz Kritik der Vereinten Nationen hat Afghanistan nach drei Jahren Unterbrechung wieder Menschen hingerichtet. Das Land habe als souveräner Staat das Recht dazu, verteidigt sich die Regierung Karsai.
Es habe sich um Kriminelle gehandelt, die unter anderem wegen Mordes, Entführung, aber auch wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt worden waren, hieß es weiter. Mindestens zwei der Männer hätten Verbindungen zu den radikalislamischen Taliban und zum Terrornetzwerk Al Qaeda gehabt.Der UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Tom Koenigs, kritisierte die Hinrichtungen. Die Vereinten Nationen hätten wiederholt ihre Bedenken gegen die Verhängung und Vollstreckung der Todesstrafe geäußert. Sprecher Hamidzada kündigte an, dass die Regierung dennoch an der Praxis festhalten werden. Afghanistan habe als souveräner Staat das Recht dazu. Nach dem Fall des Taliban-Regimes 2001 war die Todesstrafe in Afghanistan bislang nur einmal vollstreckt worden. (dpa)