netzeitung.deSarkozy drängt zu härterem Iran-Kurs

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Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy
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Im Atomstreit mit dem Iran können nur schärfere Sanktionen das Schlimmste verhindern, meint Frankreichs Staatschef Sarkozy. Er will Putin dazu bewegen, seinen Widerstand im Weltsicherheitsrat aufzugeben.

Frankreichs Präsident Nikolas Sarkozy hat im Vorfeld seines Russlandbesuches erneut für schärfere Sanktionen im Atomstreit mit dem Iran geworben. «Diese Krise ist zweifellos die schwerwiegendste von allen uns bisher bekannten Krisen», sagte Sarkozy der russischen Regierungszeitung «Rossijskaja Gaseta». Sarkozy kommt am Dienstagabend in Moskau mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zusammen.

Sarkozy warf dem Iran erneut vor, heimlich Atomwaffen zu bauen. «Es muss alles getan werden, damit uns nicht nur die beiden schlimmsten Alternativen bleiben: entweder die iranische Atombombe oder die Bombardierung des Iran», zitierte ihn das Blatt am Dienstag.

Im Atomstreit mit Teheran lehnt Russland als Vetomacht im Weltsicherheitsrat ein schärferes Vorgehen ab. In der kommenden Woche reist Putin nach Angaben des Kreml zu dem Gipfeltreffen der Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres nach Teheran. Die US-Regierung hatte vor dem Hintergrund, dass Russland im iranischen Buschehr den ersten Atomreaktor baut, Moskau aufgefordert, keine Nukleartechnologie an den Iran zu liefern.

Neben dem Atomkonflikt erörtern Putin und Sarkozy auch die Lage im Kosovo, Russlands angedrohten Ausstieg aus dem Vetrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) und die umstrittene US-Raketenabwehr in Mitteleuropa. Außerdem sollen eine Reihe gemeinsamer Investitionsprojekte auf den Weg gebracht werden. Russland exportiert vor allem Energieträger nach Frankreich. (dpa/nz)