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Niederlande streichen Hirsi Ali Personenschutz

04. Okt 2007 17:43
Ayaan Hirsi Ali
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Zwei Millionen Euro kostet ein umfassender Personenschutz im Ausland die Niederlande. Die von muslimischen Extremisten bedrohte Islamkritikerin Ali will die Summe fortan selbst aufbringen.

Der niederländische Staat will nicht mehr für den Schutz der von muslimischen Extremisten bedrohten Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali im Ausland aufkommen. Das bestätigte Justizminister Ernst Hirsch Ballin am Donnerstag in einer Information für das Parlament. Hirsi Ali, die früher selbst dem niederländischen Parlament angehörte, war nach einem einjährigen Aufenthalt in den USA am Montag überraschend zurückgekehrt.

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Hirsch Ballin gab an, dass ein umfassender Personenschutz etwa zwei Millionen Euro im Jahr koste. In den Niederlanden selbst übernehme der Staat den Schutz gefährdeter Personen, im Ausland werde dies nur Amtsträgern bewilligt. Nachdem Hirsi Ali vor mehr als einem Jahr ihr Abgeordnetenmandat in Den Haag niedergelegt hatte und in die USA ausgewandert war, habe ihr dieser Schutz nicht mehr zugestanden. Gleichwohl habe die Regierung die Leibwächter der aus Somalia stammenden Islamkritikerin noch für ein Jahr bezahlt. Hirsi Ali sei wiederholt darauf hingewiesen worden, dass das nicht auf Dauer der Fall sein werde.

Vor allem Sozialdemokraten und Grüne hatten die Regierung wegen dieser Haltung scharf angegriffen. In den Medien wird seit Tagen darüber diskutiert. Hirsch Ballin betonte jedoch, in anderen Ländern werde ebenso verfahren.

In den Niederlanden steht Hirsi Ali unter staatlichem Personenschutz und hält sich derzeit an einem unbekannten Ort auf. Sie hatte in dem Land zunächst als Kriegsflüchtling Asyl erhalten und wurde später eingebürgert. Jetzt will sie einen Fonds aufbauen, aus dem ihre Bewachung auch in den USA bezahlt werden kann. (dpa)


 
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