Anschlag auf Wiener US-Botschaft verhindert
In der Tasche fanden die Beamten zwei Handgranaten und Nägel. Obwohl sich in dem Rucksack auch ein Buch mit «islamischem Inhalt» befand, wollten die Behörden einen möglichen islamistischen Hintergrund zunächst nicht bestätigen. Der gebürtige Bosnier wurde nach seiner Festnahme am Montagabend verhört. Bei seiner Festnahme habe er verwirrt gewirkt und widersprüchliche Angaben gemacht. Er spreche nur gebrochen Deutsch. Die Botschaft wurde nach dem Vorfall vorübergehend weiträumig abgesperrt.
Im Falle einer Explosion hätte der Sprengsatz nach ersten Einschätzungen vor allem Menschen in der direkten Umgebung verletzt. «Das Gebäude wäre sicher nicht eingestürzt», sagte die Sprecherin des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Doris Edelbacher. Wegen der Nägel im Rucksack hätte die Explosion jedoch für Menschen in der Botschaft verheerende Auswirkungen haben können.
Erst Mitte September waren in Österreich drei Islamisten mit Verbindungen zum Terrornetz El Qaeda festgenommen worden. Einer von ihnen wurde inzwischen wieder freigelassen. Die beiden weiter Inhaftierten sollen ein Drohvideo gegen Deutschland und Österreich produziert haben. (dpa)
