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Lupe Anschlag auf Wiener US-Botschaft verhindert

In der österreichischen Hauptstadt ist möglicherweise ein Anschlag vereitelt worden. Ein Mann versuchte, mit Sprengstoff in die US-Botschaft einzudringen.

Ein möglicherweise folgenschwerer Sprengstoff- Anschlag auf die US-Botschaft in Wien ist am Montag verhindert worden. Wie der Verfassungsschutz mitteilte, wollte ein Österreicher bosnischer Herkunft am Mittag die Botschaft mit einem mit Sprengstoff gefüllten Rucksack betreten. Als die Metalldetektoren der Botschaft Alarm schlugen, sei der 42-Jährige geflüchtet. Der amerikanische Sicherheitsdienst alarmierte die österreichische Polizei vor der Botschaft, die den Mann verfolgte. Nach rund 100 Metern ließ der Mann seinen Rucksack fallen, wenig später nahmen ihn die Beamten fest.

In der Tasche fanden die Beamten zwei Handgranaten und Nägel. Obwohl sich in dem Rucksack auch ein Buch mit «islamischem Inhalt» befand, wollten die Behörden einen möglichen islamistischen Hintergrund zunächst nicht bestätigen. Der gebürtige Bosnier wurde nach seiner Festnahme am Montagabend verhört. Bei seiner Festnahme habe er verwirrt gewirkt und widersprüchliche Angaben gemacht. Er spreche nur gebrochen Deutsch. Die Botschaft wurde nach dem Vorfall vorübergehend weiträumig abgesperrt.

Im Falle einer Explosion hätte der Sprengsatz nach ersten Einschätzungen vor allem Menschen in der direkten Umgebung verletzt. «Das Gebäude wäre sicher nicht eingestürzt», sagte die Sprecherin des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Doris Edelbacher. Wegen der Nägel im Rucksack hätte die Explosion jedoch für Menschen in der Botschaft verheerende Auswirkungen haben können.

Erst Mitte September waren in Österreich drei Islamisten mit Verbindungen zum Terrornetz El Qaeda festgenommen worden. Einer von ihnen wurde inzwischen wieder freigelassen. Die beiden weiter Inhaftierten sollen ein Drohvideo gegen Deutschland und Österreich produziert haben. (dpa)