19.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Papst Benedikt XVI.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
US-Außenministerin Condoleezza Rice wollte vor einer geplanen Nahostreise «unbedingt ein Treffen mit dem Papst», heißt es. Doch Papst Benedikt XVI. hatte keine Zeit.
Der Vatikan hat einem Zeitungsbericht zufolge eine Bitte von US-Außenministerin Condoleezza Rice nach einem Gespräch mit Papst Benedikt XVI. abgeschlagen. Als Grund für die Absage habe der Vatikan im August angegeben, dass «der Papst Urlaub macht», berichtete die Mailänder Zeitung «Corriere della Sera». Die US-Politikerin habe zuvor deutlich gemacht, dass sie vor einer geplanen Nahostreise «unbedingt ein Treffen mit dem Papst braucht», schrieb das Blatt weiter. Doch die Protokollabteilung des Kirchenstaates habe nicht nachgegeben.
Daraufhin habe Frau Rice lediglich mit der «Nummer zwei» im Kirchenstaat, Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, telefoniert. Der Vatikan beobachtet die Nahost-Politik der USA seit vielen Jahren mit großer Skepsis und setzt sich für die Rechte der Palästinenser ein. Papst Johannes Paul II. (1978-2005) hatte den Irakkrieg vehement abgelehnt. Mit Sorge betrachtet der Vatikan auch die Lage der Christen im Irak. Johannes Paul hatte Frau Rice aber im Jahr 2002 empfangen. (dpa)